Schüler und Studenten fordern bessere Lernbedingungen
17.11.2011 | 16:36 Uhr 2011-11-17T16:36:33+0100
Dortmund/Berlin. Abschaffung von Studiengebühren, mehr Mitbestimmungsrecht und mehr Investitionen in Schulen und Hochschulen: Bundesweit demonstrierten tausende Schüler und Studenten für bessere Lernbedingungen. Oppositionsparteien unterstützen die Demonstranten. Auch in NRW gingen junge Leute auf die Straße.
Bundesweit haben tausende Studenten und Schüler für bessere Lernbedingungen protestiert. In Berlin nahmen am Donnerstag laut Polizei rund 2.100 Menschen an einem Demonstrationsmarsch teil. In München gingen 1.500 auf die Straße. Sie fordern mehr Investitionen in Schulen und Hochschulen, kostenfreien Zugang zu allen Bildungseinrichtungen und mehr Mitbestimmungsrechte. Unterstützung bekamen sie von SPD, Grünen und der Linken. In Köln beteiligte sich Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch an einer Protestaktion.
Auch in Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, Dresden, Dortmund, Hannover und Potsdam gab es Demonstrationen. Unter den Teilnehmern waren neben Schülern und Studenten auch Azubis und Gewerkschaftsvertreter. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Schüler- und Studentenvertretern hatte zum "Bildungsstreik" aufgerufen. Unterstützung kam unter anderen vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und den Oppositionsparteien.
Streikende Schüler bekommen Unterstützung von der Opposition
SPD-Bildungsexpertin Ulla Burchardt erklärte: "Mehr Bildungsinvestitionen sind dringend notwendig, die nur gemeinsam von Bund und Ländern geschultert werden können und müssen, da es sich um eine gesamtstaatliche Aufgabe handelt."
Auch der bildungspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Kai Gehring, forderte mehr Unterstützung für die Studenten und Schüler. Zu Recht erwarte die junge Generation politische Initiativen für gute Ausbildung statt Warteschleifen.
Die Vorsitzende der Linke-Fraktion, Gesine Lötzsch, nahm an einer Protestaktion in Köln teil. Wer tatsächlich eine Bildungsoffensive wolle, müsse Reichtum umverteilen, sagte Lötzsch. "Mein Vorschlag dazu: Kasernen müssen zu Hörsälen werden", sagte sie.
Bildungsdemonstranten ziehen vom Roten Rathaus durch Mitte
Auch in Nordrhein-Westfalen gingen mehrere Tausend Studenten und Schüler für eine bessere Bildung auf die Straße. Mit Transparenten und lautstarken Parolen machten nach Polizeiangaben 1.000 Teilnehmer in Köln ihrem Unmut Luft. In Dortmund protestierten etwa 1.400 Menschen.
Unter dem Motto "Bildungsblockaden einreißen" zogen in Berlin tausende Schüler und Studenten vom Roten Rathaus durch die Innenstadt. Die Polizei zählte rund 2.100 Teilnehmer, die Organisatoren des Protests sprachen von 6.000 bis 7.000. "Angesichts der eisigen Temperaturen sind wir zufrieden mit diesem Ergebnis", sagte Erik Marquardt vom Berliner Bildungsprotestbündnis.
In Bayern forderten die Demonstranten, die Abschaffung der Studiengebühren. Die Sprecherin der bayerischen Studierendenvertretung, Franziska Traube, sagte: "Andere Bundesländer haben eingesehen, dass Studiengebühren sozial selektiv wirken und eine enorme Belastung für finanziell schlecht gestellte Studierende bedeuten."

22:05
Dieser Kommentar beweist, dass die Forderung nach besserer Bildung berechtigt ist.
19:48
Na klar, ich hätte gerne mehr Gehalt, bessere Arbeitszeiten, mehr Freizeit und unter anderem mehr Urlaub, bessere Arbeitsbedingungen, weniger Stress und mehr Mitarbeiter. Achja, Aufstiegschancen, mehr zu sagen, besseren Kaffee, jeden Tag ein Geld nach Hause bringt, naja, alles andere kann hier schlecht beschrieben werden, ein größeres, schnelleres Auto, mehr Anerkennung meiner überdurchschnittlilchen Leistungen, ein eigenes Haus mit Angestellten, die ihre Arbeit gerne und mit leidenschaftlich erledigen und betrachten und tun, ach ja, jemand, der meine Gebrechlichkeit kuriert und überhaupt eine lieben Gott, der nur mir gehört und mich anhört.