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Energiepolitik

Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines

26.06.2009 | 17:58 Uhr
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines

Essen. Nun tanzen sie wieder, die Titanen der Weltpolitik. Dieses Mal nicht miteinander, sondern gegeneinander. Gerhard Schröder arbeitet für Gazprom. Fischer soll den Konkurrenten Nabucco unterstützen.

Hier Gerhard Schröder (SPD), der als Kanzler a.D. und Aufsichtsratschef einer Betreibergesellschaft die Erdgas-Pipeline North Stream vorantreibt; dort Joschka Fischer (Grüne).

Joschka Fischer macht jetzt auch in Pipelines – bei der Konkurrenz Nabucco. Da haben die Gas-Manager auf beiden Seiten des Rohres ganze Arbeit geleistet.

Schröder war mit seinen engen Verbindungen zum heutigen russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin und seinem Netzwerk idealer Kandidat für die 1220 Kilometer lange Pipeline durch die Ostsee nach Greifswald. Zudem hatte die Bundesregierung unter Schröder das knapp acht Milliarden Euro teure Projekt unterstützt.

Abhängig von Russen

Kurz nach dem Regierungswechsel 2005 wurde eine vorbereitete Bürgschaft über 900 Millionen Euro bewilligt. Mehrheitseigentümer der Röhre ist Gazprom, beteiligt ist auch Eon, seit Jahrzehnten Vertragspartner der Russen. Das Ziel von Gazprom ist klar: den dominierenden Einfluss bei der Versorgung Europas auszubauen.

Fischer soll als Berater bei der Konkurrenz anheuern: Die Nabucco-Pipeline soll für ein Konsortium aus sechs Versorgern, darunter RWE, zen-tralasiatisches Gas von der Türkei aus unter Umgehung Russlands nach Europa ins österreichische Baumgarten bringen. Die EU-Kommission unterstützt Nabucco, um die Abhängigkeit von russischen Gasvorkommen zu verringern.

Kaspische Reserven

Die Konflikte der Russen mit der Ukraine, die zu einer Gas-Blockade mit Folgen für Europa geführt hatten, haben die EU bestärkt. Nabucco, 3300 Kilometer lang, acht Milliarden Euro teuer, soll kaspische Erdgasreserven gegen Gazprom in Stellung bringen. Was politisch schon wegen der ehemaligen Bruderstaaten Aserbaidschan, Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan brisant ist. Gazprom baut daher eine weitere Pipeline, South Stream, als direkte Nabucco-Konkurrenz.

Schröder gegen Fischer. Damit treten die Vormänner der rot-grünen Koaltion gegeneinander an, beide schillernd, beide machtbewusst. „Der Größere ist Koch, der Kleinere ist Kellner”, ließ Schröder einst seinen künftigen Außenminister über rot-grüne Verhältnisse wissen. Noch ist nicht klar, ob Fischer bei Nabucco für ein sechstelliges Salär unterschrieben hat. Unklar ist auch, wer die Personalie dem Manager Magazin durchgestochen hat. In Berlin wird vermutet: „Die Frogs (Friends of Gerd) sind bei der Arbeit.”

Thomas Wels

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Kommentare
27.06.2009
13:57
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von Tafelgänger | #31

Ich habe gehört beide wollen demnächst wieder heiraten. Is this really true?

27.06.2009
10:59
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von MisterB | #30

@3Basisdemokrat..

..leider falsch gedacht: der blöde Deutsche wacht nie auf, warte mal die Wahlergebnisse ab.

@2ohalali01

Frage: Politiker von schwarz/gelb geht es auch um den Machterhalt?? Mir hat hat man in Medien, TV , Zeitungen und überall erklärt nur Ypsilanti und Lafontaine sind machtgeil!! Alle anderen Politiker doch nicht...oder???

27.06.2009
10:38
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von Das ist nur eine Frage | #29

Zwei Typen die nur von zusammensetzungen irgendwelcher Arbeitskreise mit fragwürdigen Menschen gelebt haben ,selbst nichts auf den Weg gebracht haben .Seltsam !

27.06.2009
10:34
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von pro_Gasversorgung | #28

... möchte nicht wissen wie viele von Euch unqualifizierten Nörglern jeden zweiten Samstag in der Veltins Arena mit einem Gazprom Trikot in der Kurve stehen und dem FC Schalke zujubeln. Das ist es mal wieder Wasser predigen und Wein saufen !

27.06.2009
10:28
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #27

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

27.06.2009
09:53
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von diebel | #26

Jetzt wird klar, weshalb diese Politiker den Energieversorgern beim Abzocken keine Grenzen gesetzt haben: erst wurden ihre Parteien von denen geschmiert und jetzt sahen sie persönlich ab. Glückwunsch! Wir zahlen gerne für euch.

27.06.2009
09:30
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von miss marple | #25

Entschuldigen Sie bitte eine sachliche Frage, ich weiss, gehört nicht hierher...(SCHERZ)
Ist es nicht ganz sinnvoll, sich Gas zu sichern, um nicht von Russland abhängig zu sein?

27.06.2009
08:40
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von Ha ha Ho ha | #24

Wer die beiden mal gewählt hat, ist selber schuld. Niemand wurde dazu gezwungen. Seht Euch an, was für gestalten Ihr geschaffen und nach oben befördert habe. Schämt Euch, Ihr Massengeschmack und Durchschnittsintelligenzbestien.

27.06.2009
07:52
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von BSV | #23

So ist das vielfach mit den Kleinen Leuten, die die Kränkungen und Defizite ihrer Kindheit nie bewältigten, dafür das Prekariat und nicht das Bürgertum haftbar machen und jetzt, in allerletzter Minute die Sau raus lassen.

27.06.2009
02:31
Schröder und Fischer machen jetzt in Pipelines
von dasKollektiv | #22

so,
und nicht anders, werden von unseren gewählten Politikern, Begehrlichkeiten gedeckt......!

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