Schröder rettet Schwarzers Archiv
21.02.2012 | 18:26 Uhr 2012-02-21T18:26:00+0100
Berlin/Köln. Die CDU-Familienministerin Kristina Schröder unterstützt das finanziell bedrohte Projekt „FrauenMediaTurm“ der streitbaren Feministin Alice Schwarzer. Die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf hatte Schwarzer die Förderung für ihr Projekt zusammengestrichen.
Die Rettungsaktion kam überraschend, aber sie hilft am Ende beiden -- der Ministerin und der Feministin: CDU-Frau Kristina Schröder will Alice Schwarzers finanziell bedrohtes Frauenarchiv in Köln mit insgesamt 600 000 Euro unterstützen. Die rot-grüne NRW-Regierung hatte die Fördergelder für den FrauenMediaTurm zuletzt drastisch auf 70 000 Euro im Jahr gekürzt.
Frauensolidarität? Eher nicht. Die junge Ministerin und die kampferprobte Frauenrechtlerin sind alles andere als Busenfreundinnen. Im Herbst 2010 stritten sich Schröder und Schwarzer öffentlich über Feminismus, Frauenrollen und Geschlechterunterschiede. Mitte April erscheint jetzt Schröders Abrechnung mit dem politischen Feminismus in Buchform („Danke, emanzipiert sind wir selber!“). Man ahnt: Der Streit könnte erneut aufflackern -- und größere Kreise ziehen. Kristina Schröder gilt in frauenbewegten Kreisen als zu kompromisswillig, zu wenig kämpferisch, zu wenig lebenserfahren.
Wenn Schröder sich nun großzügig zeigt, ist das eine Verbeugung vor dem Feminismus und seiner Geschichte, sicherlich aber auch eine gute Gelegenheit, ihr Image als leidenschaftslose Frauenministerin zu korrigieren. „Ich mache das aus Freude und Überzeugung“, so Schröder gestern in Berlin. Beim Kölner Frauenarchiv gehe es um „bedeutende Zeugnisse“ einer „bedeutenden Bewegung“. Archivgründerin Alice Schwarzer erwähnt sie mit keinem Wort. Aber sie meint niemanden anderes, wenn sie sagt: Bei der Finanzhilfe gehe es um einen „Grundkonsens“ und nicht „um die Übereinstimmung in jeder Tonlage oder Argumentationsweise“. Der heftige Streit ist unvergessen.
Schröder am Telefon
Auch bei Alice Schwarzer. „Ich war, ehrlich gesagt, sehr überrascht, als ich plötzlich Ministerin Schröder am Telefon hatte -- und sie mir die gute Nachricht ankündigte.“ Beide hätten erst mal lachen müssen, erinnert sich Schwarzer. „Denn wir kennen ja unsere Vorgeschichte.“ Sie freue sich aber nun sehr – und zahlte gestern gleich mit großzügigem Lob zurück: „Ich finde das, ehrlich gesagt, echt souverän von Kristina Schröder. Und politisch ist es natürlich sehr erfreulich, dass die Ministerin sich jetzt so für die Sache der Frauen engagiert.“
Natürlich weiß Alice Schwarzer, dass Kristina Schröder in zwei Monaten ein streitbares Buch herausbringen will und dass sie sich darüber ärgern wird. Gegenüber unserer Zeitung gab sie sich gestern jedoch gelassen: „Ich finde, man kann in der Sache streiten, und trotzdem gemeinsame Anliegen haben. Das machen die Männer ja genau so – und es ist Zeit, dass auch wir Frauen das lernen.“
Haushaltssanierung
Vier Jahre lang, so hieß es gestern in Berlin, will Schröder das renommierte Kölner Archiv mit jeweils 150 000 Euro fördern – zusammen mit den 70 000 Euro Landesgeldern steht Schwarzers „FrauenMediaTurm“ (FMT) damit finanziell besser da denn je. Unter Jürgen Rüttgers’ Regierung bekam das Frauenarchiv insgesamt 210 000 Euro pro Jahr, nach Schwarzers Angaben hatte ihr der Regierungschef persönlich eine Förderzusage bis zum Jahr 2017 gegeben. Die rot-grüne Regierung begründete ihre Einsparungen vor allem mit der nötigen Haushaltssanierung. Schwarzer glaubt dagegen eher an einen „Racheakt“, weil sie Rot-Grün nicht stärker unterstützt habe. Das NRW-Frauenministerium hatte dem Archiv allerdings auch vorgeworfen, zu wenig publikumsfreundlich zu sein.

13:28
Für mich ist die Zahlung von 150 000€ pro Jahr eine durch Steuermittel bezahlte PR Aktion von der Ministerin für ihr in 2 Monaten erscheinendes Buch.Es wird nach dem Motto verfahren"" ich Frau Schröder vertrete sehr konservative Ansichten in Familie und bei dem Frauenverhalten, aber ich akzeptiere auch die Ansichten von A. Schwarzer.Sie will damit ihren Buchverkauf ankurbeln, aber bitte nicht mit Steuermitteln. Wir Haben Schulden noch und nöcher. Überall in der familienpolitik wird gekürzt. Alleinstehende, Kinder und auch die Frauenhäuser bekommen von den Sparmaßnahmen die Härte zuspüren. MP Fr. Kraft in NRW wußte schon warum sie die Mittel auf 70 000 € gestrichen hat. Durch die Aktion von der Schröder bekommt das Museum noch mehr Geld wie vorher. Der Staat ist nicht für das Museum von Schwarzer zuständig, aber für Familien und Frauen die geprügelt werden und dann kein zuhause haben, aber das verschiebt sie auf die Länder!. Schade durch Fr. Schröder.
12:42
ist Blödsinn!Die paar Seiten Druckwerk passen bequem auf eine SD-card.Warum Frau Schwarzer so an diesem Phallussymbol hängt,erschließt sich mir nicht.
00:51
So sorgt jeder für sich...
Die "Frauenquote" sorgt für schöne "FrauenMediaTürme", die Männerseilschaften vergruben Mrd. in Müllverbrennungsanlagen die keiner brauchte, legen Bahnhöfe tiefer, stecken Mill. in Theater, andere "Vorzeigeprojekte" ( Dortmunder Ü, Duisburger Mühle, etc. ) oder andere Prozzoplätze..
Wenn sie sich "Frauenquote" und Männerseilschaften zusammentun kommen Diätenerhöhungen raus... mal eben 500€ für die "sichere Rente"
Geld ist ja genug da, notfalls erhöhen wir die Steuern ;-)
aus dem Dortmunder-U kein Ü.
Es ist schon genug,das die Stadtführung den Bürgern das U für ein X verkaufen will!
19:18
Kamellen,oder Streußchen,schmeißt Leute schmeißt, ist ja nicht mein Geld. Wer will nochmal wer hat noch nicht.
17:53
Wenn Frau Schröder angesichts der gewaltigen Staatsschulden die Sparanstrengungen der Landesregierungen mit Füßen tritt und sowohl ihre Profilierungsversuche, als auch den wahlkampftaktischen Stimmenkauf mit Steuergeldern finanziert, muss man sich fragen, ob die Ministerin über die nötigen fachlichen Kompetenzen zur Amtsführung verfügt!!
12:49
Frau Schröder beweist ständig, das sie von Unfähigkeit jede Menge Ahnung hat...
12:20
Heute früh machte ich mir Gedanken, was aus der einst so emanzipierten Alice Schwarzer geworden ist, da sie inzwischen für die Bildzeitung auf dem Werbeplakat erschien
und sie inzwischen auch sonst gut mit dem Blatt kann, das ja auch mit einer großen Freizügigkeit in der Darstellung von Frauen tälich aufwartet.
Ein "Markenzeichen" der Bild seit Jahrzehnten.
Von daher lag es nahe mitzuteilen, mich würde nur noch wundern,
wenn diese Dame zusammen mit der durch seltsame konservative Ansichten berüchtigten Schröder im Playboy ihren Auftritt machen würde,
denn das würde ihre Abkehr vom einstigen Feminismus und der Ausbeutung des weiblichen Körpers durch die Werbeindustrie kompettieren.
Das scheint aber irgendjemanden nicht gefallen zu haben, mutmaßlich hapert das Verständnis in manchen Oberstübchen - aber gewaltig!
10:00
Unglaublich, traurig aber leider wahr!
Frau Schwarzer muß ein transparentes Konto anlegen, damit jeder sehen kann, wohin und wer unser Steuergeld bekommen hat. Dem Finanzamt gegenüber muss sie ihren Datenschutz aufheben, damit jeder sehen kann, dass von unserem Steuergeld ihr persönlich nichts zufließt!
Das müßte eigentlich Gesetz sein, bei allen Vereinen die Steuergelder bekommen, denn was der Vorstand bekommt, sieht bisher keiner!!!
09:28
Es ist noch Suppe da!
06:47
ist ja auch nur unser Geld!
Raus mit dem Taster!
Unglaublich!