Atomkraft
Scharfe Kritik an AKW-Kompromiss
06.09.2010 | 10:43 Uhr 2010-09-06T10:43:00+0200
Düsseldorf.Die Ökostrom-Branche kritisiert die Bundesregierung wegen der geplanten längeren Laufzeit der Atomkraftwerke scharf. Die lokalen Energieversorger sehen sich durch den Atom-Kompromiss benachteiligt.
Die Ökostrom-Branche kritisiert die Bundesregierung wegen der geplanten längeren Laufzeit der Atomkraftwerke scharf. „Die Atomlobby hat sich mit ihren dreisten Forderungen auf ganzer Linie durchgesetzt“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Dietmar Schütz, am Montag. Dass die Atommeiler länger am Netz bleiben sollen, gefährde zukunftsweisende Milliardeninvestitionen in Erneuerbare Energien. „Damit wird das Energiekonzept der Bundesregierung zur Farce“.
„Investition in die Atomwirtschaft“
BEE-Geschäftsführer Björn Klusmann erklärte, „mit dieser Entscheidung zementiert die Bundesregierung das Oligopol der Stromkonzerne“. Die zusätzliche Abgabe stärke ihre Wettbewerbsposition noch, denn diese sei nichts weiter als eine staatlich verordnete Investition in die Zukunftsfähigkeit der Atomwirtschaft.
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle rechnet durch die Laufzeitverlängerung mit Einnahmen von rund 30 Milliarden Euro. Die Summe ergibt sich nach Angaben des FDP-Politikers aus der geplanten Abgabe zur Förderung Erneuerbarer Energien und der Brennelementesteuer, die über sechs Jahre je 2,3 Milliarden Euro bringen soll.
Städtische Energieversoger enttäuscht
Die lokalen Energieversorger sehen sich durch die geplante Laufzeitverlängerung für die Atomkraftwerke benachteiligt. „Die Stadtwerke sind enttäuscht“, sagte Stephan Weil, Chef des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), am Montag in München. „Die Bundesregierung hat sich leider einseitig auf Seiten der großen Versorger gestellt“, klagte er. Die Pläne behinderten die Einführung neuer Technologien, kleineren Stromanbietern würden große Investitionen in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erschwert. Viele Energieunternehmen würden sich nun nochmals überlegen müssen, ob sie ihre entsprechenden Projekte angehen. Derzeit befinden sich nach VKU-Angaben neue kommunale Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 3500 Megawatt im Bau oder in der Genehmigungsphase und weitere mit einer Leistung von 5000 Megawatt in der Planung.
In der energiepolitischen Diskussion sei nur vordergründig Verlässlichkeit und Klarheit erreicht. Gesellschaftliche und verfassungsrechtliche Konflikte seien absehbar. Es werde sich erst nach zwei bis drei Jahren herausstellen, ob die Bundesregierung mit ihrer Entscheidung recht behalten werde. „Wir sind weiter entfernt vom gesellschaftlichen Konsens denn je zuvor... Das ist eine schlechte Grundlage für Investitionen“, klagte der Verbandschef und Oberbürgermeister von Hannover. Rückendeckung bekam Weil von Münchens Vize-Oberbürgermeister Hep Monatzeder. „Die Laufzeitverlängerung ist ein Kniefall vor der Atomlobby, ein schwarzer Tag für die deutsche Energieerzeugung und ein Bremsklotz für die Investitionen in erneuerbare Energien“, sagte der Grünen-Politiker.
Sonderbeitrag für erneuerbare Energien
Die Bundesregierung hat sich am Sonntag auf eine durchschnittliche AKW-Laufzeitverlängerung von zwölf Jahren geeinigt. Ältere Kraftwerke dürfen demnach acht Jahre länger betrieben werden, nach 1980 gebaute AKW sollen 14 Jahre länger am Netz bleiben. Nach dem bislang geltenden Atomkonsens aus dem Jahr 2000 müsste der letzte Meiler etwa 2023 vom Netz gehen. Zu den Akw-Betreibern in Deutschland gehören E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall.
Im Gegenzug zur Laufzeitverlängerung müssen die Energiekonzerne wie geplant ab 2011 die Brennelementesteuer von 2,3 Milliarden Euro jährlich zahlen - allerdings nur befristet auf einige Jahre. Ergänzend wird ein neuer „Sonderbeitrag“ zur Förderung erneuerbarer Energien fällig, auf den sich die Atomkonzerne vertraglich festlegen sollen.
Trittin wirft Bundesregierung Klientelpolitik vor
Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, wirft der Bundesregierung Klientelpolitik vor. „Der Atombeschluss der Koalition ist kein Kompromiss, sondern ein Milliarden-Geschenk für RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall“, sagte Trittin am Montag in Berlin. Nach Berechnungen der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) könnten die Energieversorger bei einer Laufzeitverlängerung um zwölf Jahre mit Zusatzgewinnen von 119 Milliarden Euro rechnen, bei steigenden Strompreisen sogar mit bis zu 233 Milliarden Euro.
Trittin wies darauf hin, dass der Koalitionskompromiss weit über das hinaus gehe, was die Atomkonzerne seinerzeit bei den Verhandlungen über den Atomkonsens selbst gefordert hätten. „Damals wären sie mit 40 Jahren Laufzeit zufrieden gewesen“, sagte der Grünen-Politiker. Er bezeichnete die Laufzeitverlängerung zudem als verfassungwidrig, weil sie ohne Zustimmung des Bundesrates nicht in Kraft treten könne.
Merkel verteidigt Atom-Kompromiss
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Atomkompromiss der Regierung verteidigt. Die Unternehmen müssten in den kommenden Jahren noch erhebliche Summen in die Sicherheit der länger laufenden Atommeiler investieren, sagte sie am Montag in Berlin. Zudem würden gute Teile der Gewinne aus der Laufzeitverlängerung den erneuerbaren Energien zugute kommen. Ferner sollten ab 2013 sämtliche Erlöse aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten für den Ausbau des Öko-Stroms und des Klimaschutzes verwendet werden, sagte Merkel. „Das werden jedes Jahr deutlich über zwei Milliarden Euro sein.“
Brüderle bezeichnet Atomkompromiss als verfassungsgemäß
Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) hat den Atomkompromiss der schwarz-gelben Koalition als verfassungsgemäß verteidigt. „Das Atomrecht ist zweifelsfrei eine Bundeszuständigkeit“, sagte Brüderle am Montag im ZDF-“Morgenmagazin“. Von den Verfassungsressorts sei sehr sorgfältig geprüft worden, „dass man sich hier auf sicherem Terrain bewegt“ und eine Zustimmung des Bundesrats nicht nötig sei.
Brüderle lobte den Kompromiss als „gutes Ergebnis“, das ein „Umsteuern in der Energiepolitik“ einleite. „Wir wollen in das Zeitalter der regenerativen Energien hineingehen.“ Mit den zusätzlichen Mitteln werde Deutschland bei den alternativen Energien „noch mehr Spitze sein“ als ohnehin schon.
Den Vorwurf aus der Opposition, er sei in den Verhandlungen der Koalition als „Atomlobbyist“ aufgetreten, wies der FDP-Politiker als „absurd“ zurück. Auch die alternativen Energien profitierten „mit riesigen Beiträgen“. Der Ökostrom sei „in vielen Bereichen gar nicht tragfähig ohne Staatssubventionen“ und eine „massivste Umverteilung“, durch die Strom aus anderen Bereichen „kräftig belastet“ werde. (rtr/ddp)

14:14
@39 Abhängigkeit
Alles Uran muss importiert werden.
In ganz Europa fördern nur noch Bergwerke in Tschechien und Rumänien kleinere Mengen Uran. In Deutschland wird seit 1991 praktisch kein Uran mehr gefördert, in Frankreich seit 2001.
Atomstrom ist keine »heimische« Energiequelle. Sie macht vielmehr abhängig von Rohstoffimporten und von multinationalen Konzernen: Zwei Drittel der Welt-Uranproduktion liegen in der Hand von vier großen Bergbauunternehmen.
Q: http://www.n-tv.de/politik/Wir-werden-fuer-dumm-verkauft-article602617.html. Sich informieren hilft. Meistens.
12:07
Die ganze Diskussion ist heuchlerisch.
Ihr denkt auch wohl, der Strom kommt aus der Steckdose und denkt nicht darüber nach, wie er dort hinkommt.
Wieviele von denen die gegen die Laufzeitverlängerung sind und denen die in Berlin demonstriert haben, beziehen eigentlich Strom aus Wind-, Sonne- und Wasserengerie und bezahlen mehr dafür? Die Minderheit. Aber demonstrieren.
Gut machen wir unsere Atomkraftwerke dicht und beziehen den Atomstrom aus Frankreich, Tschechien oder anderen Staaten.
Wenn wir schon bei Öl und Gas von anderen abhängig sind können wir uns auch beim Strom abhängig machen. Und um die Sicherheit brauchen wir uns bei den Atomkraftwerken genau hinter der Grenze nicht zu kümmern. Wie naiv seit ihr eigentlich?
Statt Atomkraftwerke auf die wir Einfluss haben und die uns von anderen Unabhängig macht, machen wir diese lieber dicht, damit wir atomfrei sind.
Vermutlich macht ihr abends zu hause auch eine Kerze statt Lampen an.
Viel Vergnügen, damit der Weg führt in die Sackgasse.
11:53
@15,23,29,31,36:
1. Sicherheit: Keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland bekäme heute noch eine Genehmigung.
Ob fehlende Schutzhülle, marode Elektrik oder spröder Stahl: Kein einziges Atomkraftwerk in Deutschland ist sicherheitstechnisch auf dem Stand von Wissenschaft und Technik, den das Bundesverfassungsgericht eigentlich fordert. Da helfen auch millionenteure Nachrüstungen nichts.
Als Neubau bekäme wegen der eklatanten Sicherheitsmängel heute keines der 17 Atomkraftwerke in Deutschland nochmals eine Genehmigung. Q: http://www.ippnw.de/atomenergie/atom-recht/artikel/7521a961c8/bundesumweltministerium-deutsche-at-1.html
Deutsche Atomkraftwerke sind sogar im internationalen Vergleich unsicher.
Deutsche Atomkraftwerke gehören »zu den sichersten der Welt«? Von wegen! Bei einem internationalen Sicherheitsvergleich der OECD im Jahr 1997 schnitt das bundesdeutsche Referenz-Atomkraftwerk (Biblis B) hinsichtlich der Kernschmelz-Festigkeit am schlechtesten ab. Wasserstoffexplosionen seien besonders wahrscheinlich, der Sicherheitsbehälter aus Stahl besonders instabil, urteilten die Gutachter: In Biblis sei »die Gefahr extrem hoch, dass es bei einer Kernschmelze zu massiven Freisetzungen von Radioaktivität kommt«. Q: http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=16340
50 Autos sind zusammen besser versichert als ein Atomkraftwerk.
Ein Super-GAU in einem Atomkraftwerk in Deutschland verursacht Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro. Das hat die Prognos AG 1992 in einem Gutachten für das FDP-geführte Bundeswirtschaftsministerium errechnet.
Die Haftpflichtversicherung aller Atomkraftwerksbetreiber zusammen deckt ganze 2,5 Milliarden Euro ab – also 0,1 Prozent des zu erwartenden Schadens. 50 Autos auf dem Parkplatz eines Atomkraftwerks sind zusammengenommen besser versichert als das Atomkraftwerk selbst
Q: http://www.zukunftslobby.de/Tacheles/prognstu.html und http://www.atomhaftpflicht.de
Atomkraftwerke geben über den Schornstein und ins Wasser radioaktive Stoffe ab.
Jedes Atomkraftwerk hat einen Abluftkamin und ein Abwasserrohr: für radioaktive Stoffe wie Tritium, Kohlenstoff, Strontium, Jod, Cäsium, Plutonium, Krypton, Argon und Xenon. Sie verteilen sich in der Luft, landen in Wasser und Boden. Sie lagern sich ab, reichern sich an, werden von Organismen aufgenommen, zum Teil sogar in Körperzellen eingebaut. Dort können sie besonders gut Krebs auslösen und das Erbgut schädigen.
Die Abgabe strahlender Stoffe über Abluft und Abwasser ist von den Behörden genehmigt. Üblicherweise erlaubt sind rund eine Billiarde Becquerel radioaktive Edelgase und Kohlenstoff, 50 Billionen Becquerel Tritium, 30 Milliarden Becquerel radioaktive Schwebstoffe und circa 10 Milliarden Becquerel radioaktives Jod-131. Pro Jahr und Atomkraftwerk natürlich.
Q: http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/19098/11_Radioaktivitaet.pdf?command=downloadContent&filename=11_Radioaktivitaet.pdf
z.B.: Radioaktive Abfallstoffe aus Atomkraftwerken bauen sich sogar in die DNA ein.
Atomanlagen geben große Mengen radioaktiven Wasserstoffs (Tritium) an Luft und Wasser ab. Menschen, Tiere und Pflanzen nehmen es über Atemluft und Nahrung auf. Der Körper baut Tritium und tritiiertes Wasser wie normalen Wasserstoff und normales Wasser in alle Organe ein, sogar direkt in die Gene. Dort kann ihre Strahlung Krankheiten und Erbschäden auslösen. Q: http://ausgestrahlt.de/fileadmin/user_upload/Broschueren/atomkraftwerke-machen-kinder-krank.pdf#page=7
2.: Ein Super-GAU in einem hiesigen Atomkraftwerk hätte noch schlimmere Folgen als Tschernobyl.
Die Atomkraftwerke in Deutschland haben kein Grafit im Reaktorkern, das Feuer fangen könnte wie in Tschernobyl. Daher würde die radioaktive Wolke nach einer Explosion nicht in so hohe Luftschichten getragen. Dafür stiege die radioaktive Belastung im Umkreis von einigen Hundert Kilometern massiv an. Deutschland ist siebenmal dichter besiedelt als die Region um Tschernobyl, das Rhein-Main-Gebiet etwa 30-mal so dicht. Es würden also deutlich mehr Menschen mit noch höheren Strahlendosen belastet. Q: http://www.contratom.de/news/newsanzeige.php?newsid=13898
3.: AKW sind ineffizient: Neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht.
In den vergangenen 20 Jahren ging, wo Marktwirtschaft herrschte, so gut wie kein Atomkraftwerk mehr in Bau – obwohl die installierte Kraftwerksleistung in der gleichen Zeit um viele Hunderttausend Megawatt zunahm. Das zeigt: Neue Atomkraftwerke rechnen sich nicht.
Daran ändern auch die beiden jüngsten Reaktorbaustellen in Finnland und Frankreich nichts. Der Reaktor in Finnland war ein Dumpingangebot zum subventionierten Festpreis (bezuschusst unter anderem vom Land Bayern durch günstige Kredite der Bayerischen Landesbank). Die Kosten sind längst explodiert. Und in Frankreich sind Atomindustrie (AREVA) und Strommonopolist (EdF) fest in Staatshand – da spielen marktwirtschaftliche Überlegungen nur eine kleine Rolle.
Ein E.ON-Manager räumt freimütig ein: „Ohne Staatskohle keine Atomkraft“.
Q: http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/DocEDF605B10...
4.: Atommüll ist eine Million Jahre lang eine strahlende Gefahr.
Bis die Strahlung der radioaktiven Abfallstoffe aus den Atomkraftwerken einigermaßen abgeklungen ist, dauert es ungefähr eine Million Jahre. So lange muss der Atommüll von Mensch und Biosphäre ferngehalten werden.
Hätten die Neandertaler vor 30.000 Jahren Atomkraftwerke betrieben und ihren Atommüll irgendwo vergraben, so würde er heute noch tödlich strahlen – und wir müssten wissen, wo wir unter keinen Umständen graben dürften. Q.: http://www.bfs.de/de/endlager/faq/langfassung_abschlussbericht_akend.pdf#page=43
Mit unideologischen Grüßen
18:48
Ein Beispiel wären wohl die Inder, die den Kanadiern hoch und heilig versprochen hatten, ihre CANDU-Reaktoren keinesfalls zum Bau von Kernwaffen einzusetzen. Da hatten sich sich vermutlich versprochen...
Auch dieses Problem sollen die neuen Reaktortypen beseitigen. Ob man sich da wohl auch am Ende versprochen haben wird?
16:35
@ruhri66:
Bitte entschuldigen Sie meine verspätete Antwort; HWR´s sind nicht mein Spezialgebiet und leider kann ich zu diesem Reaktorprinzip nicht so viel sagen wie zu den einheimischen Leichtwasserreaktoren.
M.M. nach werden die Vorteile der Natururannutzung mit einer Reihe von Nachteilen erkauft, wie z.B. die Notwendigkeit, einen anderen Moderator zu verwenden (teures D2O bzw. das leider viel zu gut brennbare Graphit - s. Tschernobyl). Auch eignen sich Natururanreaktoren, sofern sie in Druckröhrenbauweise aufgebaut sind wie z.B. der RBMK oder der CANDU, leider auch zur Produktion von waffenfähigem (und n.b auch hoch giftigem) Plutonium - und sind deshalb natürlich interessant für Länder, die unter dem Deckmantel der friedlichen Kernkraftnutzung heimlich ein kleines Kernwaffenarsenal aufbauen wollen...
14:19
Merkel ist eine Katastrophe. Brutto und Netto. Revolution und Lobbydeal. Auf einem guten Weg und richtigen Pfad. Alternativlos und ohne Ideen. Sie wirft alles durcheinander. Sie führt die CDU immer tiefer in den Keller. Selbst die Kanzlerqualität in Deutschland ist auf mangelhaft gesunken. Einmalig seit dem letzten Krieg. Bürgerfremd und gegen das Wohl des Volkes. Einfach unfassbar. Aber: Eine Regierung ohne Volk ist immer noch gescheitert. So wird es Merkel bald ergehen. Mit Recht.
12:54
Hm, Entschuldigung für den doppelten Beitrag. Es soll kein stilistisch-rhetorisches Mittel etwa zur Bekräftigung meiner Aussage darstellen, sondern ist lediglich Resultat einer kleineren Fehlfunktion.
12:52
Was die aktuellen Reaktorpläne angeht, so kann man vermutlich noch nicht einmal von einem Versuchsstadium sprechen, da für die sechs Reaktortypen, die vom Generation IV International Forum als die aussichtsreichsten ausgewählt wurden, zunächst noch grundlegende Dinge erforscht und entwickelt werden müssen, etwa neue Materialien oder Aggregate (z.B. Helium-Turbine). Die ersten beiden Typen, aufbauend auf den schnellen Brütern und den Thorium-Hochtemperatur-Reaktoren, sollen 2030 einsatzbereit sein, die anderen erst so gegen 2045. Natürlich schätzt die ESA, dass der Bedarf an Uran 235 ab 2020 nicht mehr durch Förderung natürlicher Quellen wird gedeckt werden können. Der Uranpreis wird dann sicherlichnach oben schnellen. Betreiber von Schwerwasserreaktoren und den wenigen weltweit betriebenen Schnellen Brütern können darüber natürlich nur kalt lächeln. Uran 238 wird noch sehr, sehr lange reichen.
12:49
Was die aktuellen Reaktorpläne angeht, so kann man vermutlich noch nicht einmal von einem Versuchsstadium sprechen, da für die sechs Reaktortypen, die vom Generation IV International Forum als die aussichtsreichsten ausgewählt wurden, zunächst noch grundlegende Dinge erforscht und entwickelt werden müssen, etwa neue Materialien oder Aggregate (z.B. Helium-Turbine). Die ersten beiden Typen, aufbauend auf den schnellen Brütern und den Thorium-Hochtemperatur-Reaktoren, sollen 2030 einsatzbereit sein, die anderen erst so gegen 2045. Natürlich schätzt die ESA, dass der Bedarf an Uran 235 ab 2020 nicht mehr durch Förderung natürlicher Quellen wird gedeckt werden können. Der Uranpreis wird dann sicherlichnach oben schnellen. Betreiber von Schwerwasserreaktoren und den wenigen weltweit betriebenen Schnellen Brütern können darüber natürlich nur kalt lächeln. Uran 238 wird noch sehr, sehr lange reichen.
08:40
Die Transmutation ist ein theoretischer Ansatz zur Umwandlung von Radionukliden mit langer Halbwertszeit zu Nukliden mit kürzerer Halbwertszeit. M.W. sind aber die bisherigen Versuche mit Forschungsreaktoren nicht über das Versuchsstadium herausgekommen. Grundsätzlich sollte hier auch weiter geforscht und probiert werden, denn radioaktive langlebigen Müll haben wir jetzt schon, auch ohne Laufzeitverlängerung, und wenn die bestehenden Anlagen heruntergefahren und eines Tages zurückgebaut werden, kommt noch etwas mehr hinzu. Parallel dazu sollte aber weiter nach einem Endlager gesucht werden, wo der Müll bzw. die noch radioaktiven Überreste möglichst lange und möglichst ungefährlich und möglichst sicher vor unbefugtem Zugriff weggeschlossen werden können.
Im Übrigen bin ich dankbar für die sachliche Diskussion, die hier in diesem Artikelforum zu diesem Thema geführt wird. Woanders wird über das Thema Kernkraft meist nur auf emotionaler Ebene diskutiert, polemisiert und beleidigt.