Das aktuelle Wetter NRW 7°C
Politik

Schäubles Eckwerte für den Etat 2014 angeblich weitgehend fertig

11.03.2013 | 05:59 Uhr

Das Gerüst für den Bundeshaushalt 2014 ist offenbar weitgehend fertig. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) hat die Bundesregierung ihre internen Beratungen über die Eckwerte weitgehend abgeschlossen und will diese möglicherweise schon in dieser Woche im Kabinett beschließen. Bislang war der 20. März für den Eckwertebeschluss anvisiert.

München (dapd). Das Gerüst für den Bundeshaushalt 2014 ist offenbar weitgehend fertig. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe) hat die Bundesregierung ihre internen Beratungen über die Eckwerte weitgehend abgeschlossen und will diese möglicherweise schon in dieser Woche im Kabinett beschließen. Bislang war der 20. März für den Eckwertebeschluss anvisiert.

Die Neuverschuldung soll demnach mit etwa sieben Milliarden Euro nur halb so hoch ausfallen wie noch vor Monaten geschätzt. Das wäre der niedrigste Wert seit dem Jahr 2000. Das strukturelle Defizit, also die Verschuldung ohne konjunkturelle Einflüsse, könnte damit auf Null sinken. Die Vorgabe der Schuldenbremse im Grundgesetz, wonach der Bund ab 2016 mit einer Nettokreditaufnahme von 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung auskommen muss, wird die Regierung voraussichtlich schon in diesem Jahr erfüllen. Insgesamt plane Schäuble 2014 mit Ausgaben von gut 300 Milliarden Euro.

Einen Dämpfer für den Haushalt 2013 muss Schäuble offenbar allerdings beim Bundesbankgewinn verkraften: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" wird die Bundesbank in diesem Jahr einen deutlich geringeren Gewinn an die Bundesregierung ausschütten als erwartet. Demnach wird die Notenbank am Dienstag einen Erlös für 2012 ausweisen, der in etwa auf dem Vorjahresniveau von 643 Millionen Euro liegt. Im Bundeshaushalt ist dagegen eine Summe von 1,5 Milliarden Euro eingeplant. Grund für den erneut niedrigen Gewinn ist demnach die hohe Risikovorsorge, die Bundesbank für mögliche Folgen der Euro-Krise getroffen hat.

dapd

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7708737/create

Umfrage
Die Innenminister fordern eine strengere Promillegrenze für Radfahrer. Derzeit liegt der Grenzwert bei 1,6 Promille. Wie finden Sie die Forderung der Innenminister?

Die Innenminister fordern eine strengere Promillegrenze für Radfahrer. Derzeit liegt der Grenzwert bei 1,6 Promille. Wie finden Sie die Forderung der Innenminister?

 
Fotos und Videos
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Trauer um Margaret Thatcher
Bildgalerie
Begräbnis
Japan bringt Raketen in Stellung
Bildgalerie
Korea-Konflikt
Nackt-Protest bei Putin-Besuch
Bildgalerie
Femen
Aus dem Ressort
Uni-Rektoren befürchten Spaltung der Hochschullandschaft
Hochschule
Elitäre Forschungsunis auf der einen, Massenunis für die Ausbildung auf der anderen Seite: Dieses Szenario befürchten einige Rektoren. Damit der elitäre Zirkel bei der Hochschulrektorenkonferenz nicht noch mehr Einfluss bekommt, ist offenbar eine Kandidatin "abgestraft" worden.
Willy Brandt ist auch nach 150 Jahren SPD immer noch dabei
SPD-Jubiläum
Die SPD feiert ihr 150-jähriges Bestehen. In die Festlaune mischt sich im Revier auch Unbehagen: Die Partei vergreist, die „Kümmerer“ werden weniger. Zu Feiern bleibt da vielleicht die zeitlose Grundidee: Solidarität und Gerechtigkeit. Ein Stimmungsbild aus Dortmund-Wickede.