Schäuble warnt Athen: „Am 28., 24 Uhr, is over“

Brüssel..  Im Schuldenstreit mit Griechenland verlieren die europäischen Partner die Geduld. „Am 28., 24 Uhr, is over“, stellte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) am Dienstag unmissverständlich fest. Am 28. Februar läuft das bisherige Hilfsprogramm für Griechenland aus. Athen will griechischen Medienberichten zufolge am heutigen Mittwoch einen Antrag für die Verlängerung des aktuellen Programms bei der Eurogruppe einreichen. Bisher wurde dies von der neuen griechischen Regierung strikt abgelehnt. Offen blieb zunächst die wichtige Frage, ob Athen die bisher vereinbarten Auflagen der internationalen Geldgeber akzeptieren will. Die Verlängerung soll sich dem Bericht zufolge auf sechs Monate erstrecken, hieß es. Finanzminister Gianis Varoufakis habe dies griechischen Journalisten in Brüssel gesagt.

Ohne eine rasche Einigung droht Griechenland eine dramatische ­Verschlechterung seiner Finanzlage bis hin zur Staatspleite. Zwar wächst die Gefahr eines Euro-Austritts ­Griechenlands, die Finanzmärkte sind ­bisher aber kaum beeindruckt. Heute könnte die Europäische Zentralbank entscheiden, ob sie griechischen Banken den Geldhahn zudreht. Schäuble kritisierte Athen: „Wir sind leider nicht so richtig weiter­gekommen.“ Die entscheidende Frage sei, was die griechische Regierung überhaupt wolle.