Schäuble schließt neues Steuersystem bis 2013 aus
01.11.2009 | 18:02 Uhr 2009-11-01T18:02:00+0100
Berlin. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat eine grundlegende Steuerreform bis 2013 ausgeschlossen. Die Pläne der Bundesregierung bekräftigt er in einem Interview: "Wir wollen diese Steuersenkung". Einige Landespolitiker gehen in Opposition - der Bund soll Einsparungen vorschlagen.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat die Steuersenkungspläne der Koalition verteidigt. Einen kompletten Umbau des Steuersystems bis 2013 schloss er aber ebenso aus wie einen ausgeglichenen Haushalt. Allerdings wandten sich am Wochenende weitere Landespolitiker der Union und auch der FPD gegen die milliardenschweren Entlastungsvorhaben. Der Chef der Unionsbundestagsfraktion, Volker Kauder, mahnte zum Kompromiss mit den Ländern.
Schäuble sagte dem «Handelsblatt», die Koalition werde sich «auf das beschränken, was wir in den Koalitionsvertrag hineingeschrieben haben». Der Spielraum für Steuersenkungen sei mit den für 2010 bereits beschlossenen und den im Koalitionsvertrag angekündigten Maßnahmen weitgehend erschöpft. Dem ersten Schritt 2010 solle im Jahr 2011 eine weitere Entlastung von etwa 20 Milliarden Euro folgen, sagte der Bundesfinanzminister. «Wir wollen diese Steuersenkung». Der CDU-Politiker machte aber auch deutlich, dass er den von der FDP geforderten, und im Koalitionsvertrag angekündigten Stufentarif in der Lohn- und Einkommensteuer nicht gewollt habe.
Westerwelle und Seehofer pochen auf Koalitiionsvertrag
Die Vorsitzenden von FDP und CSU, Guido Westerwelle und Horst Seehofer verwiesen angesichts der Kritik aus den Ländern an den Steuerplänen auf den Koalitionsvertrag. Westerwelle sagte auf dem Bundeskongress der Jungen Liberalen: «All denjenigen, die sich in der Steuerpolitik jetzt abseilen möchten ... rufe ich zu: Koalitionsverträge schließt man, damit sie gelten». Seehofer erinnerte in der «Welt am Sonntag» daran, dass die Parteitage die Pläne einstimmig gebilligt hätten. Ähnlich argumentierte der neue CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) wandte sich im «Spiegel» dagegen, Geld zu «verpulvern», das für einen schuldenfreien Haushalt gebraucht werde. Steuersenkungen auf Pump seien unverantwortlich. Der Koalitionsvertrag sei bei «Wohltaten und Verheißungen» sehr konkret. Er sei sehr wolkig, wenn vom Sparen die Rede sei, monierte Tillich. Sein Amtskollege aus dem Saarland, Peter Müller, sagte dem «Spiegel», seinem Land fehle das Geld für Steuersenkungen.
Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) erklärte die Pläne der Bundesregierung für nicht unantastbar. «Wir werden die wirtschaftliche Entwicklung abwarten müssen», sagte er der «Rheinischen Post».
Kauder will die Sorgen der Länder ernst nehmen
Der hessische FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn warnte vor einseitigen Belastungen. Im «Tagesspiegel» sagte der stellvertretende Ministerpräsident, wer eine Steuerreform wolle, müsse Einsparungen vornehmen. Hahn schlug vor, die steuerliche Bevorzugung von Sonntags- und Nachtzuschlägen abzuschaffen. Der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki sagte dem «Spiegel», die schwarz-gelben Landesregierungen würden nicht alle Beschüsse der Bundesregierung einfach mittragen.
«Die Sorgen der Länder müssen wir ernst nehmen», sagte Kauder dem Berliner «Tagesspiegel» Lösungen könnten nur mit den Ländern gefunden werden. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Entlastung in Höhe von 24 Milliarden Euro sei «die oberste Grenze dessen, was möglich ist», sagte Kauder.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) riet dazu, dem Schuldenabbau Vorrang vor umfassenden Steuersenkungen zu geben. Präsident Hans-Peter Keitel forderte die Bundesregierung im «Focus» auf, im Haushalt etwa an die Sozialsysteme ran zu gehen. (ap)

09:06
Da die Welt eh am 21.12.2012 untergehen wird, brauchen wir auch kein neues Steuersystem mehr:-) Danke lieber Roland Emmerich, dass du uns die Sorgen des Herrn Schäuble abgenommen hast!!!
18:03
Straftäter gegen Bürgerrechte
Der Schäuble schafft bewußt - mit Billigung der Merkel - ein Klima von Angst und Einschüchterung. Seit 2005 hat sich die Menschenrechtslage in Deutschland - nicht zuletzt durch das BKA-Gesetz - drastisch verschlechtert, die Bürgerrechtsverletzungen schwerster Art werden - mit Billigung der Merkel - unverändert fortgesetzt. Hinzu kommt, dass die Merkel systematisch die Strafverfolgung der dafür verantwortlichen Rechtsbrecher hintertreibt.
In Deutschland sind die Bürgerrechte schon vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt. Und immer noch leugnen CDU-Politiker - wider besseren Wissens - die drastische Verschlechterung der Menschenrechtslage und die fortgesetzte Missachtung von Bürgerrechten schwerster Art in Deutschland.
Wer Bürgerrechte verletzt, darf kein öffentliches Amt mehr bekleiden. Der Schäuble muss weg.
16:28
Wer Schäuble kennt, weiß wie er ist. Erstens gegen die Bürger. Zweitens für den raffgierigen Staat. Drittens auf dem Weg der Überwachung und Reglementierung. Was soll man da erwarten? In der Industrie wäre er längst entfernt worden, weil er nicht kundengerecht ist.
11:17
Liebe(r) B. Schmitz,
Deine Aufstellung ist nicht komplett. Es fehlt die Hälfte der Gesellschaft, die auf Kosten der anderen
Hälfte lebt. Das ist teilweise ebenso skrupellos wie das Verhalten gewisser Eliten. Zur Wahrheit gehören eben beide Seiten der Medaille. Im übrigen ist dieser Staat durch sein Sozialverhalten auf Pump mittlerweile nur noch wenige Schritte von der nächsten Währungsreform entfernt und dann wirds hart. Da ist die Jetzt-zeit einfach noch paradiesisch.
07:32
Er schloss bis 2013 Steuersenkungen aus. Klar, dann sind die nächsten Wahlen. Es ist traurig, was aus Deutschland durch unfähige, korrupte, verlogene und betrügerischen Politikern, Managern & Co. geworden ist.
00:02
Einen kompletten Umbau des Steuersystems bis 2013 schloss er aber ebenso aus wie einen ausgeglichenen Haushalt.
Na klar doch, dann stehen ja wieder Wahlen an und - wenn der liebe Gott Wolfgang Schäuble läßt - hat Wolfgang wieder was zu versprechen: Steuerentlastung für den Bürger.
Ha ha ha ha aaaa ... blieb mir im Hals stecken.
22:47
http://www.steuerzahler.de/webcom/show_page.php/_c-72/_nr-1/_lkm-15/i.html
... eigentlich sollte die Schuldenuhr im Beitrag oben erscheinen.
22:45
http://www.steuerzahler.de/webcom/custom/steueruhr.php
Wie sollen bitte bei DEN Schulden die Steuern relevant zu senken sein?
Der Staat ist längst bankrott. Das will nur niemand wahr haben.
Spätestens die nächste Generation wird in bitterer Armut leben. Als Sklaven der Schulden, die wir gemacht haben, um uns in der Illusion zu Suhlen, wir hätten uns unseren Wohlstand wirklich erarbeitet.
21:17
@ 6
Schade das man diese Politikerbande nicht auf ARGLISTE TÄUSCHUNG verklagen kann...
Da gebe ich Ihnen Recht es sollte ein Gesetzt gegen Wahltäuschung geben.
Vielleicht aber auch nur ganz Vielleicht gehen dann wieder mehr Leute zur Wahl.
20:47
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.