Schäuble bleibt in der Griechenland-Frage hart

Berlin..  Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat seinen griechischen Amtskollegen Yanis Varoufakis dazu aufgefordert, bestehende Vereinbarungen zur Bewältigung der Schuldenkrise einzuhalten. „Verlässlichkeit ist die Voraussetzung von Vertrauen“, sagte Schäuble nach einem Treffen mit Varoufakis. Er sei sich mit dem griechischen Finanzminister einig gewesen, „dass das Thema Schuldenschnitt nicht von aktueller Bedeutung“ sei.

Schäuble forderte Varoufakis eindringlich auf, die Gespräche mit den Kontrolleuren der Sparauflagen, der so genannten Troika, wieder aufzunehmen. Der CDU-Politiker räumte ein, dass das Gespräch in den eigentlichen Streitpunkten ohne Fortschritte blieb.

Kurz vor dem Berlin-Besuch von Yanis Varoufakis hatte die Europäische Zentralbank am Mittwochabend den Druck auf die neue griechische Führung und die Banken im Land massiv erhöht. Die Währungshüter entschieden, dass vom 11. Februar an griechische Staatsanleihen nicht mehr als Sicherheit für EZB-Kredite genutzt werden können. Gestern verlautete jedoch auch, dass der EZB-Rat der griechischen Notenbank Notfallkredite in Höhe von bis zu 60 Milliarden Euro einräumen wird, um die Liquidität zu sichern.