Sarkozy sieht Regierungsübernahme bei Wahlen 2017

Was wir bereits wissen
Nach den Erfolgen der Partei UMP bei der Départementswahl sieht Ex-Präsident Nikolas Sarkozy gute Chancen, Hollande im Elysée-Palast ablösen zu können. Seinen Anhängern versprach er: „Nichts wird den Machtwechsel aufhalten können.“

Paris.. Frankreichs Rechte um den Ex-Präsidenten Nicolas Sarkozy sieht nach Erfolgen bei der Départementswahl gute Chancen auch zur Regierungsübernahme in Paris. Der Wechsel sei auf dem Weg, sagte der 60-Jährige nach der entscheidenden Wahlrunde. Dass der unerwartete Sieg seiner Partei UMP ihm als persönlicher Erfolg gutgeschrieben wird, weiß er. Der Ex-Präsident setzt darauf, 2017 Hollande im Elysée-Palast ablösen zu können und ist diesem Ziel fraglos einen großen Schritt nähergekommen. „Nichts wird den Machtwechsel aufhalten können“, versprach er seinen Anhängern.

Die Wähler hatten den regierenden Sozialisten in der zweiten Runde der Departementswahlen eine krachende Niederlage zugefügt. Neben den Konservativen ging auch der Front National gestärkt aus den Wahlen hervor. Allerdings konnten die Rechtspopulisten in keinem einzigen Departement die Mehrheit erobern.

Wahlen Zwar ist nur die Hälfte der Wahlberechtigten an die Urne getreten, und es ging auch nur um die Hoheit über die 101 Gebietskörperschaften des Landes, die den deutschen Landkreisen vergleichbar sind. Über einen großen politischen Einfluss verfügen deren lokale Räte im zentralisierten Frankreich nicht. Dennoch hat Sarkozy recht, wenn er von einer Wende spricht.

Die regionalen Machtverhältnisse haben sich umgekehrt. Bislang kontrollierte die Linke mit 61 Departments die Mehrheit der Gebietskörperschaften, künftig gibt das konservative Lager an der Spitze von 66 Departments den Ton vor. Nicht weniger als 26 Departments kippten von links nach rechts, eine in der Geschichte der fünften Republik einmalige Verschiebung.