Sanierung auf A44 stockt - Autofahrer stehen unnötig im Stau

Immer wieder Stau: Auf der A 44 zwischen Werl und Soest.
Immer wieder Stau: Auf der A 44 zwischen Werl und Soest.
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Fahrbahnsanierung auf der A 44 zwischen Werl und Soest gerät zur Posse. Jetzt fehlt Bescheinigung der Bezirksregierung Arnsberg zur Kampfmittelfreigabe.

Werl/Soest.. Die für 7,1 Millionen Euro geplante Fahrbahnsanierung der A 44 auf 5,3 Kilometern zwischen dem Autobahnkreuz Werl und der Anschlussstelle Soest in beiden Fahrtrichtungen kommt nicht voran.

„Wir warten auf die Kampfmittelfreigabe der Bezirksregierung Arnsberg“, sagt Dieter Reppenhorst, Abteilungsleiter Bau bei der Autobahnniederlassung Hamm von Straßen NRW. „Erst dann ist es möglich, die Fahrbahndecke aus Beton mit dem Fallbeil zu zertrümmern. Die Erschütterungen sind gewaltig. Wir müssen sicher sein, dass keine Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden sind.“

Wenn diese Genehmigung vorliege, könne die beauftragte Straßenbaufirma Betam aus Bochum die Arbeiten wieder aufnehmen. Wenn, ja wenn, sie kann und will.

Gerüchte über Unternehmens-Finanzen

Hartnäckig halten sich die Gerüchte, das Unternehmen leide unter Zahlungsschwierigkeiten. Der Gesellschafter Roland Müller wird im Internet-Portal Bauforum 24 mit dem Satz zitiert. „Wir befinden uns in einer schwierigen Liquiditätslage.“ Auch hätten die Bauaufträge stark zugenommen. „Im vergangenen Jahr lief es o.k., aber dieses Jahr haben wir eine höhere Bauleistung, und es konnte bislang nicht gelöst werden, dass es rund läuft.“ Mit einem Wechsel an der Spitze der Geschäftsführung in Bochum soll sich das ändern. Von hier gibt es auf mehrfache Nachfragen dieser Zeitung keine Antwort. Das Unternehmen war seit der Einrichtung der Baustelle Anfang Mai durch wochenlange Untätigkeit aufgefallen. Seither stehen die Autofahrer hier regelmäßig auf den verengten Fahrbahnen im Stau.

„Wenn die Kampfmittelfreigabe vorhanden ist, erwarten wir, dass Betam einen Bauzeitenplan vorlegt“, sagt Reppenhorst. „Wir wollen wissen, wie das Unternehmen die verlorene Zeit mit mehr Personal und mehr Maschinen aufholen will.“ Möglichkeiten, der Firma Druck zu machen und Vertragsstrafen zu verhängen, gebe es: „Im äußersten Fall, wenn gar nichts hilft, wird das Bauvorhaben neu ausgeschrieben.“ Mehrkosten müssten am Ende von Betam übernommen werden.