Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Salafisten

Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland

03.09.2012 | 16:35 Uhr
Polizisten bei einer Salafisten-Demo in Köln. Ein Salafistenführer hat angeblich mit einem Terroranschlag in Deutschland gedroht.Foto: dapd

Köln.  Ein radikaler Salalfistenführer hat laut einem Medienbericht gedroht, Terroranschläge in Deutschland zu verüben. "Ihr werdet nicht mehr in Sicherheit leben", soll der mutmaßliche Berliner Dennis C. in einem Video gesagt haben. Weiter soll er Deutschland als "Kriegsgebiet" bezeichnet haben.

Der Anführer einer verbotenen Salafistengruppe hat nach einem Bericht des ZDF mit Anschlägen in Deutschland gedroht. "Ihr werdet nicht mehr in Sicherheit leben", drohte der mutmaßliche Berliner Salafist Dennis C. nach Angaben des ZDF in einem Video, das dem Sender am Montag vorlag. "Ihr setzt Millionen und Milliarden ein für den Krieg gegen den Islam. Und deshalb ist dieses Land hier, die Bundesrepublik Deutschland, ein Kriegsgebiet", sagte C. demnach in dem Video, das offenbar unweit des Kölner Doms gedreht wurde.

In dem Video, das möglicherweise als Grundlage für ein Märtyrervideo dienen sollte, ruft C. nach Angaben des ZDF Muslime in Deutschland zum Heiligen Krieg auf: "Setzt euch ein für den Dschihad, wandert aus oder führt ihn hier durch." Der untergetauchte Salafistenführer richtet seine Botschaft demnach direkt an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), "Innenminister und Außenminister". "Wir werden den Dschihad in eure Länder bringen", heißt es demnach in dem Video. "Solange ihr unser Blut vergießt, grabt ihr hier euer eigenes Grab."

BKA-Chef warnt vor ausgebildeten Salafisten

Dennis C. war am 5. Mai 2012 an den Ausschreitungen bei einer Demonstration in Bonn beteiligt, bei denen mehrere Polizisten durch Messerstiche verletzt wurden. Nach dem Verbot seiner Organisation "Millatu Ibrahim" soll er sich derzeit mit zahlreichen gewaltbereiten Anhängern in Ägypten aufhalten.

Video
Die Polizei hat am Donnerstag Vereinsheime und Wohnungen von Mitgliedern der islamistischen Salafisten-Bewegung in sieben Bundesländern durchsucht.

Der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, zeigte sich im ZDF besorgt darüber, dass derzeit etwa 20 gewaltbereite Dschihadisten in Deutschland "auf gepackten Koffern sitzen", um sich in Ländern des Nahen Ostens für den Kampf ausbilden zu lassen. Gefährlich werde es dann, "wenn diese Leute in Ausbildungslagern waren und eventuell zurückkehren hier nach Deutschland". Nach Recherchen des Senders hat das Terrornetzwerk Al Kaida Kontaktmänner nach Ägypten und Syrien entsandt, um Kampfwillige für Anschläge in Westeuropa anzuwerben. (afp)



Kommentare
03.09.2012
20:47
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.09.2012
20:42
Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland
von Bahnhofskind | #14

in ihren eigenen Ländern dürfen se die Klappe nicht aufreißen und hier machen se den Lauten. Sowas kann man nicht integrieren.

03.09.2012
20:28
Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland
von Marcel1977 | #13

"Ihr setzt Millionen und Milliarden ein für den Krieg gegen den Islam"

So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. Ich hätte schwören können dass die "Millionen und Milliarden" für irgendwas mit Integration eingesetzt werden.

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #13-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.09.2012
20:00
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.09.2012
19:25
Muß man bei DerWesten immer jedem Bescheppten Raum geben?
von ruhrgebieti | #11

Schwätzer, die irgendwelche Drohungen ausstoßen, gibt es haufenweise. Muß man das immer melden?

Wo steht denn, daß dieser Mensch gefährlicher ist, als all die anderen, die schon leere Drohungen gemacht haben?

Solche Typen freuen sich doch, daß sie so eine Aufmerksamkeit bekommen.

03.09.2012
18:24
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.09.2012
17:56
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

1 Antwort
Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland
von OmenEstNomen | #9-1

Hier gilt Hausrecht.

03.09.2012
17:37
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.09.2012
17:32
Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland
von Pit01 | #7

Nachtrag: Ist der Aufruf nicht ein Straftatbestand? Den Langmut unserer Sicherheitsbehörden kann man nur kopfschüttelnd registrieren.

03.09.2012
17:30
Salafistenführer droht angeblich mit Anschlägen in Deutschland
von Pit01 | #6

Man sollte die Äusserungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Solche Fanatiker sind zu allem fähig. Und warum können solche Leute nicht "eingebunkert" werden?

Aus dem Ressort
Justizminister verschärft Gesetze gegen Kinderpornografie
Kinderpornografie
Die Bundesregierung geht mit einem Entwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) härter gegen Kinderpornografie und Cybermobbing vor, doch die Pläne werfen bei vielen Eltern Fragen auf. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.
Emir von Katar bestreitet Unterstützung für IS
Staatsbesuch
Der Emir von Katar besucht erstmals Deutschland. Das freut die Wirtschaft, weil die Scheichs verlässliche Investoren sind. Vorwürfe, sein Land helfe der mörderischen Terrormiliz IS, weist der Scheich zurück.
Wittgensteinerin beendet Karriere als Bildungsminsterin
Politik
Der Rücktritt der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Prof. Dr. Waltraud Wende ist auch Gesprächsstoff im Wittgensteiner Land. Die 56-jährige Literaturwissenschaftlerin hat ihre Kindheit und Schulzeit in Wittgenstein verbracht. Ihre politische Karriere endet nach nur 27 Monaten Amtszeit.
Die meisten Kommunen geben mehr Geld aus, als sie einnehmen
Pleite-Kommunen
Schlechte Finanzen und kein Ende: Die Kämmerer der Kommunen in NRW sehen keine Trendwende für ihre Haushalte. Ganz im Gegenteil, die Ausgaben wachsen stärker als die Einnahmen. Trotzdem hoffen viele Kommunen, aus eigener Kraft aus der Schuldenfalle zu entkommen.
Piraten-Politiker zieht Klage zu Türkei-Reise zurück
Barrierefreiheit
Der Abgeordnete der Piraten hat seine Klage gegen den NRW-Landtag wegen einer Busreise wieder zurückgezogen. Für die Tour durch die Türkei stand kein behindertengerechter Bus zur Verfügung. Der im Rollstuhl sitzende Pirat wollte das nicht akzeptieren. Seine Klage war "persönliche Angelegenheit".
Umfrage
Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

 
Fotos und Videos