Salafisten tarnen sich zwischen Rhein und Ruhr als Flüchtlingshelfer

Düsseldorf..  Der NRW-Verfassungsschutz warnt vor mehreren Organisationen der Flüchtlingshilfe, die mit der deutschen Salafisten-Szene eng verwoben sind. Einzelne Vereine stehen im Verdacht, zur Radikalisierung junger Muslime beizutragen und Kämpfer für Syrien zu rekrutieren. Aufgrund der klaren Bezüge zur salafistischen Szene“ wird der Verein „Helfen in Not“ mit Sitz in Neuss nach Angaben von NRW-Innenminister Jäger (SPD) als extremistisch eingestufte. Dort treten regelmäßig in der salafistischen Szene fest verwurzelte Akteure auf, „auch solche, die dem gewaltaffinen Spektrum des Salafismus zuzuordnen sind“. Der Verein führt Hilfskonvois mit medizinischen Gütern und Kleidung nach Syrien durch.

In der Antwort auf eine CDU-Anfrage wies Jäger auch auf Erkenntnisse der Verfassungsschützer über den Düsseldorfer Verein „Ansaar Düsseldorf e.V.“ hin. Vordergründig unterstütze der Verein Hilfsprojekte für bedürftige Muslime weltweit. Bundesweit würden Spenden gesammelt und im Internet geworben. Zudem treten Mitglieder an Info-Ständen zum Islam und bei der Verteilung des Koran in Erscheinung.

Auch der Verein „Medizin ohne Grenzen e.V.“ mit Sitz in St. Augustin wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Mitglieder könnten der salafistischen Szene in Bonn zugeordnet werden, erklärte Jäger. Der Verein sammle Hilfsgüter und Krankenwagen für „vordergründig humanitäre Zwecke in Syrien“.