Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Politik

Russische Oppositionsführer bei Protesten gegen Folter festgenommen

27.10.2012 | 20:34 Uhr
Foto: /AP/Sergey Ponomarev

Bei Protesten gegen die Misshandlung des Regierungskritikers Leonid Raswosschajew sind am Samstag in Moskau zahlreiche Oppositionsführer und Regierungskritiker festgenommen worden.

Moskau (dapd). Bei Protesten gegen die Misshandlung des Regierungskritikers Leonid Raswosschajew sind am Samstag in Moskau zahlreiche Oppositionsführer und Regierungskritiker festgenommen worden.

Hunderte hatten sich in Moskaus Zentrum versammelt, um gegen das unerbittliche Vorgehen gegen die Opposition und die Behandlung Raswosschajews zu demonstrieren. Vertreter der Ermittlungsbehörden hatten zuvor erklärt, Raswosschajew habe sich gestellt und gestanden, Aufruhr geplant zuhaben.

Doch Raswosschajew schilderte inzwischen russischen Menschenrechtsaktivisten, die ihn diese Woche in einem Gefängnis in Moskau besuchten, er sei in der ukrainischen Hauptstadt Kiew von maskierten Männern entführt und nach Russland gebracht worden. Er sei drei Tage an Händen und Füßen gefesselt in einem Keller eingesperrt gewesen. Ihm sei Nahrung und Wasser verwehrt worden, bis er unter Schlafentzug gestanden habe.

Die Oppositionsführer Alexej Nawalni, Sergej Udalzow and Ilja Jaschin, die mit Schildern gegen "Folter und Unterdrückung" protestiert hatten, und weitere Aktivisten wurden festgenommen.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Der Streik der Lokführer erhitzt weiter die Gemüter. Bahn und Gewerkschaft werfen sich gegenseitig verantwortungsloses Verhalten vor. Wie sehen Sie das?

Der Streik der Lokführer erhitzt weiter die Gemüter. Bahn und Gewerkschaft werfen sich gegenseitig verantwortungsloses Verhalten vor. Wie sehen Sie das?

 
Aus dem Ressort
Flüchtlinge könnten den deutschen Arbeitsmarkt entlasten
Zuwanderung
Angesichts der wachsenden Zahl von Asylsuchenden fordern Experten von der Bundesregierung einen grundlegenden Wandel ihrer Flüchtlingspolitik. Statt Menschen zu einer lebensgefährlichen Überfahrt über das Mittelmeer zu zwingen, fordern sie legale Wege, um Fachkräfte zu gewinnen.
Skandale erschüttern Japans Regierung: Rücktritte
Innenpolitik
Der Rücktritt von gleich zwei Ministerinnen hat dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe einen schweren Schlag versetzt. Industrie- und Handelsministerin Yuko Obuchi und Justizministerin Midori Matsushima zogen sich am Montag unter anderem wegen des Vorwurfs illegaler Wählergeschenke zurück.
Schwedisches Militär sucht nach ausländischem U-Boot
U-Boot
Wie im Kalten Krieg: In den Schären vor Stockholm suchen Hubschrauber und Marineschiffe nach einem unbekannten Unterwasserobjekt. Ein russisches U-Boot soll einen Notruf abgesetzt haben. Das schwedische Militär will das nicht bestätigen. Auch Moskau dementiert.
NRW-Flüchtlingsgipfel berät über Lage der Asylbewerber
Flüchtlinge
Die Zahl der Asylbewerber in NRW wächst - die Situation der Flüchtlinge bleibt angespannt. Händeringend suchen Politik, Kirchen und Verbände nach Lösungen. Nun soll ein Flüchtlingsgipfel am Montag in Essen den erhofften Durchbruch bringen.
"Jagd muss neu begründet werden" – Remmel verteidigt Gesetz
Jagdgesetz
Landesumweltminister Johannes Remmel verteidigt seinen umstrittenen Entwurf für ein neues Jagdgesetz gegen Kritik. Der Grünen-Politiker will die Jagd am Waldschutz, der Fleischverwertung und der Abwehr von Seuchen ausrichten. Jäger blasen zum Protest. Am Dienstag Versammlung in Wesel.