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Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag

02.10.2011 | 16:58 Uhr
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
Sie haben viel erlebt und daher viel Erfahrung: Treffen der Senioren-Selbsthilfegruppe ZWAR - Senioren zwischen Arbeit und Rente - in Duisburg-Buchholz. Jürgen Rüttgers möchte, dass das Wissen der Älteren auch im Erwerbsleben länger genutzt wird. Foto: Lars Fröhlich / WAZ FotoPool

Düsseldorf.   Mehr als ein Jahr nach seiner Abwahl als NRW-Ministerpräsident hat sich Jürgen Rüttgers (CDU) mit einem provokanten „Weckruf für einen neuen Generationenvertrag“ in der politischen Debatte zurückgemeldet.

Mehr als ein Jahr nach seiner Abwahl als NRW-Ministerpräsident hat sich Jürgen Rüttgers (CDU) mit einem provokanten „Weckruf für einen neuen Generationenvertrag“ in der politischen Debatte zurückgemeldet. In einer 103-seitigen Analyse, die unserer Zeitung vorliegt, hat der 60-Jährige ziemlich grundsätzlich Bevölkerungsrückgang und Alterung in Deutschland untersucht und seiner Partei mal wieder den Abschied von einigen „Lebenslügen“ empfohlen.

„Leselupen an Fertigungsstraßen“

Brisanteste These: Um die wachsende Generation der „aktiven Alten“ besser einzubinden, gehöre unser starres Renteneintrittsalter abgeschafft. Formen des langsamen Herausgleitens aus dem Arbeitsprozess werde durch das deutsche Tarifrecht ohne Not ein Riegel vorgeschoben. „Warum entwickeln wir nicht ein besseres System sich ergänzender Alterseinkommen – zum Beispiel durch fließende und flexible Übergänge in die Rentenphase, die Öffnung der Rentensysteme für Zuverdienste sowie die Einführung von Arbeitskonten“, fragt Rüttgers. Wer länger arbeiten wolle, müsse im Betrieb dann halt Ausruhmöglichkeiten vorfinden oder „Leselupen an Fertigungsstraßen“. Das Wissen der Alten dürfe man jedenfalls nicht brach liegen lassen. An die Unis gehöre nicht nur die Juniorprofessur, sondern auch die „Seniorprofessur“.

Frei von alten Ämterzwängen fordert der ehemalige CDU-Bundesvize, das Kindergeld und sämtliche milliardenschweren Familienleistungen zu einem öffentlichen Kinder- und Bildungsgeld zu bündeln. Damit sollen Kinderbetreuung, Ganztagsschulen, Studiengebühren, Kosten für Lehre und Meisterschule sowie kulturelle oder sportliche Angebote für Heranwachsende frei Haus finanziert werden. Für Konservative, die das Kind lange am besten daheim bei Mama aufgehoben sahen, gewiss keine einfache Debatte.

Neuer Blick aufs Thema Zuwanderung

Auch die Zuwanderung betrachtet Rüttgers inzwischen ohne ideologische Scheuklappen: Osteuropäische Pflegekräfte sollten aus der Illegalität geholt werden. In der EU müssten „Berufs- und Bildungsabschlüsse grundsätzlich anerkannt werden“. Außerdem sollten Unternehmen mal den Blick nach Spanien wenden, wo fast jeder zweite junge Mensch zwischen 15 und 24 Jahren arbeitslos ist. „Die deutsche Wirtschaft sollte in Europa eine aktive Anwerbungspolitik beginnen.“

Tobias Blasius

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Kommentare
04.10.2011
13:45
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von jokomo | #51

Dumm hin,schlau her.
Wenn Rüttgers sich den Rentnern annimmt sind
ihm 20 Millionen Stimmen sicher,weil Rentner in
den letzten Jahren nur noch verscheissert wurden.
Welcher andere Politiker will das dann noch topen.
Hoffentlich hat Rüttgers mit seiner Absicht nicht
irgendwelche Scheinheiligen auf eine Idee gebracht

04.10.2011
10:18
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Pit01 | #50

Ich könnte laut lachen, der Arbeiterführer mutiert zum Rentnerführer.

04.10.2011
09:30
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von donfernando | #49

.
Leselupen an Fertigungsstraßen und elektrische Rollstühle für die Akkordarbeiter, bis sie langsam aus der Lebenskurve herausgleiten. Es ist irgendwie unglaublich.

04.10.2011
09:01
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von trickflyer | #48

und mein generationenvertrag sieht so aus:alle politiker auf 0 setzen,dann wirds gut.

04.10.2011
06:30
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Meinemal | #47

Wenn dieser Schwätzer gesagt hätte, dass alle Politiker nach ihrem vom Steuerzahler privilegiertem Ausscheiden jeweils nicht mehr als 2.000 € Pension erhalten dürften , hätte ich gesagt: chapeau ! Einer, der ans Gemeinwohl denkt. Nun hat man ihm seinen Dienstwagen, Büro und Sekretärin entzogen und schon quasselt dieser juristische Salbader um ein neues, hoch dotiertes Politpöstchen. Ekliger Abzocker !

03.10.2011
23:44
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Trowel | #46

Anwalt der Rentner: Arbeiten bis zum Umfallen.

03.10.2011
23:25
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Murphy07 | #45

##43 Ich glaube auch......irgend wann muß man sich in die Niederungen des Volkes begeben....

03.10.2011
23:24
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von marianus | #44

passen meine fragen hier her?wo sind die ganzen gelder welche zu überschüssen in den rentenkassen führten geblieben?ist es wie bei den krankenkassen und pflegekassen?erst mio.überschuss dann einen monat später wieder minus?wer greift denn permanent für fremdverwendungen in die kassen?ob renten oder kranken-pflegekasssen.diese fragen habe ich herrn rüttgers mal auf einem treffen gestellt und er meinte;das sind interne angelegenheiten,mit welcher das land nichts zu tun habe.man müsse bundes-und landesaufgaben auseinander halten.na ,so dämlich bin ich auch nicht,aber vielleicht meinte er ja mir etwas gutes zu tun und will mich nicht dumm sterben lassen.für mich ist er ein blasenschwätzer.

03.10.2011
22:40
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Papalapap | #43

#35 von jokomo
Oh Jürgen DU hier^^

03.10.2011
22:39
Rüttgers fordert neuen Generationenvertrag
von Papalapap | #42

#33 von jokomo
Nein das hat Rüttgers nicht verbrochen,dass waren seine Pappkameraden-in von der gleichen Fraktion.

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