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Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden

24.01.2013 | 19:15 Uhr
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Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
Viele Autofahrer in einer Umfrage fordern härtere Strafen gegen rüpelhafte Radfahrer.Foto: Kai Kitschenberg/WAZ FotoPool

Essen.  Radfahrer haben im vergangenen Jahr 8339 Unfälle in NRW verursacht. 2011 waren es noch mehr. In einer Umfrage sprachen sich 82 Prozent der Deutschen für mehr Polizeikontrollen und höhere Strafen für Rüpel-Radler aus.

Verkehrsexperten fordern ein strengeres Vorgehen gegen Verkehrsverstöße von Radfahrern . Kay Nehm, Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstages, sprach bei der Tagung in Goslar von einem „Skandal“, weil die Regelverstöße der Radler von den Behörden oft geduldet würden.

„Wer heute in dunkler Jahreszeit mit dem Auto unterwegs ist, muss höllisch aufpassen. Kaum ein Radler fährt mit vorgeschriebener Beleuchtung, kaum ein Radler kümmert sich um Fahrtrichtung oder Ampeln“, so Nehm. Er sprach von lebensgefährlichen Verhaltensweisen. Die Folgen träfen gesundheitlich zwar die Radfahrer selbst, finanziell hafte aber oft der unaufmerksame Autofahrer.

Widerspruch kam vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) . „Mit dieser Sicht macht man es sich zu einfach. Vielmehr sollten Vorschläge gemacht werden, wie der Aggressivität am Steuer und im Straßenverkehr insgesamt begegnet werden soll“, sagt Bettina Cibulski, Sprecherin des ADFC.

Autofahrer fühlen sich bedroht

Für seine Forderung nach härteren Strafen für Rowdy-Radfahrer erhält der ehemalige Generalbundesanwalt Kay Nehm Unterstützung aus der Bevölkerung. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sprachen sich 82 Prozent der Deutschen für mehr Polizeikontrollen und höhere Strafen für Rüpel-Radler aus. Als Autofahrer fühlten sich 81 Prozent bedroht, wenn Radfahrer ohne Licht fahren, rote Ampeln missachten und falsch in Einbahnstraßen einbiegen würden.

Derzeit sieht der amtliche Bußgeldkatalog folgende Strafen für Radfahrer vor:

  • Das Fahren ohne Licht kostet 10 Euro, mit Gefährdung anderer 20 Euro, mit Unfallfolge 25 Euro
  • das Telefonieren am Lenker 25 Euro
  • das Befahren einer Einbahnstraße in die falsche Richtung 15 Euro, bei Unfallfolge oder Sachbeschädigung 30 Euro
  • das Missachten einer roten Ampel 45 Euro, mit Unfallfolge 120 Euro.

Im vergangenen Jahr hatte es Diskussionen um eine Anhebung der Sanktionen gegeben. Im Bundesverkehrsministerium wurde eine Verdoppelung der Bußgelder geprüft. Ob sie allerdings umgesetzt wird, ist fraglich. Gestern konnte das Ministerium dazu keine Stellung nehmen.

81 Radfahrer starben 2012 auf den Straßen in NRW

Auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen sind im vergangenen Jahr 81 Fahrradfahrer ums Leben gekommen . 2011 waren es noch 69. Diese Zunahme von 17 Prozent bereite Innenminister Ralf Jäger Sorge. Es sei nun geplant, „ein sehr gezieltes Konzept aus Aufklärung, Vorbeugung und Kontrolle zu entwickeln“, um Radfahrer besser zu schützen.

Kommentar
Mehr Rücksicht auf der Straße - von Gregor Boldt
Mehr Rücksicht auf der Straße - von Gregor Boldt

Es ja nun nicht so, dass deutsche Straßen in Anarchie versinken. Aber es wird enger in unseren Städten. Neue Radspuren dort, wo ehemals noch Platz für Autos war. Für die Freunde des zügigen Pedaltritts eine willkommene Einladung zur flotten Fahrt durch die City, für Autofahrer zunächst eine Umstellung. Dass es da schneller zu Unfällen kommt, verwundert nicht.

526 Menschen – 81 Radfahrer – starben im vergangenen Jahr im Straßenverkehr. Es sind 526 zu viel. Autofahrer, Radler und Fußgänger sollten die Schuld nicht jeweils bei dem anderen suchen. Es ist doch so: Sitzt man hinterm Steuer, sind die Radfahrer die rücksichtslosen Rüpel, hat man die Hände am Lenker, sind es die Autofahrer, die den Schulterblick nicht mehr kennen, die Idioten. Und dann rennt da noch ein Fußgänger bei „rot“ über die Ampel. Es hilft nichts: Wir müssen uns alle zusammenreißen, wenn wir heil nach Hause kommen wollen.

Aus Sicht des NRW-Innenministeriums sei es bei Unfällen mit Radfahrern und Fußgängern weniger die Frage, wer die Ursache gesetzt habe, sondern vielmehr, wie schnell das beteiligte Auto unterwegs gewesen ist. Bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik in dieser Woche hat Ralf Jäger deshalb angekündigt, künftig weiter gegen Raser konsequent vorzugehen. Ziel sei es, die Zahl der Verkehrstoten wie 2012 (von 634 auf 526) noch weiter zu senken und mehr Menschen dazuzubringen, das Fahrrad zu benutzen.

Vielen NRW-Städte haben bereits ihr Radwegenetz ausgebaut. Nach Angaben des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) habe sich auch deshalb der Anteil von Radfahrern im Straßenverkehr in den vergangenen Jahren von zehn auf 14,5 Prozent bundesweit erhöht. Dem ADFC ist das jedoch nicht genug. Der Verband verlangt künftig noch mehr Radfahrspuren auf der Fahrbahn, um die Fahrradfahrer zu „gleichberechtigten Verkehrsteilnehmern“ zu machen. „Zudem sollte es in den Innenstädten mehr Tempo-30-Zonen geben, um die Radfahrer und Fußgänger besser zu schützen. Sie sind nun einmal die schwächten Glieder im Straßenverkehr“, sagte ADFC-Sprecherin Bettina Cibulski.

Kritik an Ramsauers geplantem Punktesystem

Die von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) geplante Reform des Punktesystems für Verkehrssünder stößt bei den Experten auf wenig Gegenliebe. Nehm bemängelte, der derzeitige Entwurf stehe dem bisherigen System „an Komplexität und an Ungereimtheit und an Intransparenz nur unwesentlich“ nach. So befürchten viele Fachleute, dass Verkehrssünder künftig noch schwerer erkennen könnten, wie viele Punkte sie auf dem Konto haben. Auch der ADAC äußerte Bedenken und kritisierte, dass im Zuge der Reform auch die Bußgelder steigen sollten.

Verkehrstote

2012 sind in Nordrhein-Westfalen 526 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben – so wenig wie seit 60 Jahren nicht mehr. NRW liegt damit im Bundestrend...

Das NRW-Innenministerium weist die Kritik von Kay Nehm zurück, dass die Polizei nicht streng genug gegen Verkehrssünder auf dem Fahrrad zu verfolgen. Der Präsident des Deutschen Verkehrsgerichtstages hatte gestern auf der Eröffnung der Expertentagung in Goslar den Landesbehörden vorgeworfen, nicht gegen die „alltägliche und vermeidbare Gefahrenquelle“ der rüpelhaften Radfahrer vorzugehen und sie noch zu dulden. „Man muss zunächst erst einmal genau analysieren, wie viele Unfälle tatsächlich von Radfahrern verursacht worden sind, und wo sie Opfer waren“, sagte ein Sprecher dieser Zeitung. In NRW sind im vergangenen Jahr nach Angaben des Ministeriums 8339 Unfälle von Radfahrern verursacht worden, also 500 weniger als im vergangenen Jahr.

Gregor Boldt und Stefan Wette

Kommentare
25.11.2013
14:31
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von JoergAlthoff | #57

"Radfahrer haben im vergangenen Jahr 8339 Unfälle in NRW verursacht...."

Lieber Herr Bolt, lieber Herr Wette. Das ist in meinen Augen kein guter Stil. Der Aufbau des Artikels verleitet zu der Annahme dass die Radfahrer durch zahlreiche Verstöße gegen die StVO die Unfälle selbst zu verschulden haben.

Es waren 8339 Radfahrer an Unfällen beteiligt. Aber sie haben diese Unfälle bestimmt nicht alle verursacht und verschuldet. Ich denke, dass die Mehrzahl der verunfallten Radfahrer eher das Unfallopfer, als der Verursacher waren. Mit etwas Recherche lassen sich sicherlich auch dazu geeignete Zahlen finden. Dazu kommt auch ein gewisses Maß an Alleinunfällen, bei denen der Radfahrer zwar der "Verursacher" war, aber mit Sicherheit kein "Rüpelradler".

Ich wünsche mir in Zukunft von Ihnen eine weniger plakative und mehr reflektierende Berichterstattung. Das Thema ist zu ernst, als dass man es im Bildzeitungsstil behandeln sollte. Es geht hier schließlich um Verletzte und Todesopfer.

28.01.2013
09:16
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von ulrics | #56

Wieso eine strengere Bestrafung?
Werden überhaupt Ordnungsgelder verhängt? Und wie ist das mit Dumm-Dumm-Autos, die meinen mit ihrer Musikanlage alles beschallen zu müssen?

Es braucht nicht härtere Gesetze, sondern lediglich einer konsequenten Umsetzung der bestehenden.

27.01.2013
23:56
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von osis | #55

Cih forder für die Hightechnation Deutschland flächendeckend WARNWESTEN für das "Rüpelwild". Viele Unfälle wären vermeidbar: Die Fakten?
Wildunfälle in Deutschland 2009:
- rund 2800 Verletzte, 13 Tote. Hinzu kommen 500 Millionen Euro Sachschaden an Fahrzeugen.
• Wildtiere: Unter die Räder kamen 199 500 Rehe, 28 600 Wildschweine, 4600 Stück Damwild und 2600 Stück Rotwild. Das errechnete der Deutsche Jagdschutzverband anhand der Jagdstatistik (Fallwild). Die Dunkelziffer ist weitaus höher.
• Jedes fünfte Reh wird nicht vom Jäger erlegt, sondern stirbt bei Verkehrsunfällen.
• Alle 2,5 Minuten stirbt ein Reh auf Deutschlands Straßen.

1 Antwort
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von ich_bin_es | #55-1

und was hat das mit dem Thema zu tun??

26.01.2013
16:07
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Jorgel | #54

Was nützen die Bußgelder für Radfahrer oder noch höhere Bußgelder, wenn sie nach Übertretungen nicht festgestellt werden können? Das ist doch das Problem, egal welchen Verstoß sie gegen die Verkehrsregeln begehen, wenn sie nicht sofort festgehalten werden, sind sie weg.

Das wissen sie auch ganz genau - und deshalb machen sie was sie wollen. Zu viele verhalten sich als würden Verkehrsregeln nicht für sie gelten. Da brauchen keine Unfälle analysiert zu werden. Denn seit wann endet jeder Verstoß gegen die Verkehrsregeln mit einem Unfall?

Die einzige Möglichkeit um Verstöße im Nachhinein ahnden zu können, ist ein zugelassenes Kennzeichen wie beim Auto. Natürlich mit Beleuchtung bei Dunkelheit. Damit würde sich das Problem schlagartig um mindestens 90 % verringern.

Denn dann wüßten die Radfahrer, sie können nicht so einfach ihrer Bestrafung entkommen - und würden sich weitgehend konform verhalten. Dann hätte auch ein Bußgeldkatalog einen Sinn - so ist er nur Makulatur...

1 Antwort
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von zahnbrasse | #54-1

Das stimmt so nicht. Es gibt Kontrollen in denen bspw. Radfahrer angehalten werden und Bußgelder zahlen müssen, wenn sie bspw. bei Dunkelheit ohne Licht fahren oder auf Bürgersteigen oder in Fußgängerzonen fahren. Das wird also bereits parktiziert und ich habs auch schon mehrfach mit eigenen Augen gesehen.

25.01.2013
22:28
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von akaz | #53

Heute Abend, es war schon dunkel, eine Stadtstraße 40 km/h vorgeschrieben. Ich fuhr auf einen gut beleuchteten Fußgängerübergang zu. Kein Fußgänger weit und breit. Als ich 2 m vor dem Zebrastreifen war, schoss ein dunkel gekleideter Radfahrer, natürlich ohne Licht über den Zebrastreifen. Vollbremsung, der Hintermann hatte Abstand gehalten und ist so nur so eben an mein Auto gekommen, es war aber ein deutliches Scheppern zu hören. Radfahrer fuhr weiter, Reaktion nur gehoben Faust, wahrscheinlich Stinkefinger, war wegen Handschuhen und Dunkelheit nicht zu sehen. Nach Kontrolle an beiden Fahrzeugen war eine weitere Handlung nicht nötig. Polizei zu rufen, wäre sinnlos. Soviel zu Rüpel.

1 Antwort
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von ich_bin_es | #53-1

das war bestimmt der Kommentator #24

25.01.2013
18:34
rüpelhafte Aussage
von Neronimus | #52

Es ist nicht zu glauben dass ein Jurist aus der ersten Garde ein ehemaliger Generalbundesanwalt der Bundesrepublik Deutschland von
“ rüpelhaften Radfahrer“
gesprochen haben soll. Wie kann ein top Jurist so verallgemeinern. Weiß er nicht das es auch:
rüpelhafte Juristen, rüpelhafte Journalisten, rüpelhafte Pkw-Fahrer rüpelhafte LKW-Fahrer, rüpelhafte Fußgänger um es kurz zu sagen Rüpel in allen Bereichen der Gesellschaft gibt.
Ich möchte einmal wissen was passiert wäre wenn ein weniger wichtiger Zeitgenosse von rüpelhaften Ausländern, rüpelhaften Behinderten, rüpelhaften Katholiken, rüpelhaften Protestanten oder sogar von rüpelhaften Zi.... Oder rüpelhaften J...... gesprochen hätte. Obwohl unter all jenen es wie überall natürlich auch Rüpel gibt.
Man muss nur die Kommentare lesen um zu wissen zu welch rüpelhafter Reaktion diese rüpelhafte Aussage geführt hat.

2 Antworten
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Juelicher | #52-1

Es wird doch wohl deutlich gemacht, dass der Teil der Radfahrer gemeint ist, die sich rüpelhaft verhalten. Eine Verallgemeinerung kann ich nicht erkennen.
Dass allerdings sehr viele Radler, vielleicht sogar eine Mehrheit bei Dunkelheit ohne Licht fahren, systematisch Lichtzeichenanlagen mißachten u. ähnliche Verstöße begehen, ist nicht von der Hand zu weisen.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von akaz | #52-2

"Man muss nur die Kommentare lesen um zu wissen zu welch rüpelhafter Reaktion diese rüpelhafte Aussage geführt hat."

Also gibt es auch rüpelhafte Kommentatoren!

25.01.2013
14:46
Gibt´s eigentlich auch Rüpelautofahrer?
von hasimir | #51

Ich glaube nicht, denn ich habe folgendes noch nie gesehen:
- Raser auf den Straßen
- Autos die mit defektem Licht fahren
- Fahrer die sich den Stinkefinger zeigen
- parkende Autos auf Gehwegen, im absoluten Halteverbot
- unzulässiges Betätigen der Hupe
- und so weiter und so weiter.

Die ganze Diskussion in der Form fruchtet doch nichts, wenn man hier höchst trivial
solche Fronten aufbaut. Es kann keine Gewinner geben. Schade, dass die Treiber dieser Aktion (Ramsauer und Nehm) sich hier so billig Aufmerksamkeit verschaffen können und viele darauf auch noch anspringen.

Dem Grunde nach kann es bei den steigenden Spitpreisen und übervollen Straßen doch nur weiter eine Richtung geben, den Radverkehr zu fördern. Sollen sich doch dann diejenigen freuen, die weiter mit dem Auto fahren, dann kommen sie vielleicht schneller voran. Und das alles bei gegenseitiger Rücksichtsnahme.

3 Antworten
Gibt´s eigentlich auch Rüpelautofahrer?
von Ergonomy | #51-1

- Raser auf den Straßen Werden geblitzt
- Autos die mit defektem Licht fahren bekommen eine Anzeige
- Fahrer die sich den Stinkefinger zeigen werden anhand ihres Nummernschildes angezeigt und böse verklagt
- parkende Autos auf Gehwegen, im absoluten Halteverbot werden abgeschleppt
- unzulässiges Betätigen der Hupe wird mit einem klingeln beantwortet, ach geht ja nicht, fehlt ja meistens , da sonst über 11Kg

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von truckerchen | #51-2

@Ergonomy
Schön wäre es, wenn die alle Raser geblitzt, Fahrzeuge mit defekter Beleuchtung wenigstens angehalten und Falschparker konsequent abgeschleppt würden. So hoch ist die Kontrolldichte nämlich gar nicht.
Mehrmals habe ich das Ordnungsamt bereits darauf hingewiesen, dass an einer Stelle ständig halbseitig auf dem Gehweg und zur anderen Hälfte auf einem Fahrradschutzstreifen geparkt wird. Es passiert einfach nichts. Mir stünde es ja frei, eine Privatanzeige zu tätigen. Im Ordnungsamt sitzen wohl überwiegend Autofahrer, die mehr mit ihresgleichen Mitleid haben.

Was das Hupen betrifft: Da verhalte auch ich mich illegal. An meinem Fahrrad habe ich ein Drucklufthorn angebracht. Somit kann ich zurückhupen. ;-)

Was das Hupen betrifft: Ich hupe zurück.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von zahnbrasse | #51-3

Kann mich truckerchen nur anschließen. Ich habe in einem Telefonat beim Ordnungsamt, in welchem ich beklagte, dass ständig Autofahrer wie selbstverständlich auf Radwegen parken und einen dann auch noch bedrohen wenn man sie darauf aufmerksam macht, die Antwort bekommen: "Wir kennen das Problem, aber wir können bei der Fülle von Vergehen so gut wie nichts machen."

Soviel zur einseitigen Idealvorstellung: Autofahrer werden immer bestraft, Radfahrer so gut wie nie. Die Realität sieht ganz anders aus.

25.01.2013
14:07
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von FriedlicherBuerger | #50

@Horatio_Puderstein,
schön zitiert.
Trotzdem gehören diese "Rennräder" und deren "Piloten" auf den Radweg....
Denn es sind immer noch "FAHRRÄDER", da kümmert mich nicht nur die Beleuchtung sondern wie diese hin- und herwankenden Strampelgeister auf der Landstraße fahren, wo doch neben dieser Landstraße ein Radweg verläuft.
Zudem fehlt den meisten "Rennrädern" einige weitere Merkmale der StVZO:
§64a: Helltönende Klingel
§67 Abs. 3-4 Reflektoren vorne und hinten
§67 Abs. 6: Reflektoren der Pedale
§67 Abs. 7: Reflektoren der Speichen oder des Fahrradreifen
Die von Ihnen genannten Lockerungen ergeben sich nur aus §67 Abs. 11 der StVZO.
Da den meisten Rennrädern jedoch die Merkmale aus §64-67 fehlen entsprechen diese auch nicht der StVZO.
Zudem fahren diese "Piloten" meist auf der Straße anstelle den Radweg zu nutzen, so wie diese es eigentlich nach § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO tun müssten.....
Ich selbst fahre auch viel Rad (auch zur Arbeit), distanziere mich aber von den Rennradrüpeln....

4 Antworten
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von zool | #50-1

Zitat: Zudem fahren diese "Piloten" meist auf der Straße anstelle den Radweg zu nutzen, so wie diese es eigentlich nach § 2 Abs. 4 Satz 2 StVO tun müssten.....

Weil da meist Autofahrer stehen, die sich das Recht rausnehmen dort (ist ja nur für einen Moment) zu parken. Manchmal hab ich das Gefühl die Warten dort auf Radfahrer um dann schnell mal die Tür aufzureissen. (doppelter Unterkieferbruch bei einem Kollegen) Der Rentner??? dann ohne sich zu kümmern abgehauen. Später alles abgestritten. zum Glück gabs ein Taxifahrer, der sich als Zeuge gemeldet hat.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Ergonomy | #50-2

von zool | #50-1
Weil da meist Autofahrer stehen, also Fußgänger.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Horatio_Puderstein | #50-3

Na, ich wollte eigentlich erstmal darauf hinaus, das nicht jeder Radler ohne Schutzblech gegen die StVO verstößt ;-)
Zum Thema Radwege muss ich Ihnen sagen, das es mit einem Rennrad für alle besser ist, wenn man damit auf der Strasse fährt. Zum einen sind viele Radwege nicht für Rennräder geeignet und man hält sich so fern von langsameren Normalradlern und Fußgängern. Ist auf alle Fälle meine Erfahrung in Bochum.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von osis | #50-4

Statistisch ist es für die Unfallzahlen besser, wenn alle Räder auf der Straße fahren. Und das ist kein Witz, sondern mittlerweile anerkannter Standard.

Insbesondere die Bordsteinradwege sind für Radfahrer lebensgefährlich.

Das größte Problem ist der Flickenteppich. Ein Beispiel? Ampeln. http://www.radverkehrspolitik.de/welche-ampel-gilt-fur-den-radverkehr/#tabelle

25.01.2013
14:01
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Ergonomy | #49

Ein Nummernschild fände ich gut, denn solange der Radfahrer sich in die Anonymität flüchten kann, werden auch höhere Bußgelder nichts bringen.

3 Antworten
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von FriedlicherBuerger | #49-1

@Ergonomy:
Da kann ich Ihnen, auch als Radfahrer nur zustimmen.
Am besten wäre zudem noch eine "Kraftfahrversicherung Light" so für 20-30 Euro im Jahr, nur für Fahrradfahrer ab dem 16. Lebensjahr.
Dieses Kennzeichen müssten dann die Räder genau wie Mofas auch hinten montiert mitführen. Vorteil wäre dann, dass sich nicht die Straßenverkehrsämter darum kümmern müssen, sondern die Schilder vom Versicherer ausgestellt würden.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von osis | #49-2

Das hat in der Schweiz schon nicht funktioniert. Die Gründe sind ebenso vielfätlig wie die Forderung nicht zu Ende gedacht wurde.

Das nur am Rande.

Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Ergonomy | #49-3

von osis | #49-2

Und die Erde ist eine Scheibe,

25.01.2013
13:35
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Horatio_Puderstein | #48

Übrigens weil ich es so oft höre, das Rennräder nicht nach StVo ausgestattet seien, hier zum Nachlesen:

(11) Für Rennräder, deren Gewicht nicht mehr als 11 kg beträgt, gilt abweichend folgendes:

1.für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen anstelle der Lichtmaschine nur eine oder mehrere Batterien entsprechend Absatz 1 Satz 2 mitgeführt werden;

2.der Scheinwerfer und die vorgeschriebene Schlußleuchte brauchen nicht fest am Fahrrad angebracht zu sein; sie sind jedoch mitzuführen und unter den in § 17 Abs. 1 der Straßenverkehrs-Ordnung beschriebenen Verhältnissen vorschriftsmäßig am Fahrrad anzubringen und zu benutzen;

3.Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen nicht zusammen einschaltbar zu sein;

4.anstelle des Scheinwerfers nach Absatz 1 darf auch ein Scheinwerfer niedrigerer Nennspannung als 6 V und anstelle der Schlußleuchte nach Absatz 4 Nr. 1 darf auch eine Schlußleuchte nach Absatz 5 mitgeführt werden.

.etc etc pp.

1 Antwort
Rüpel-Radler sollen strenger bestraft werden
von Ergonomy | #48-1


"1.für den Betrieb von Scheinwerfer und Schlußleuchte brauchen anstelle der Lichtmaschine nur eine oder mehrere Batterien entsprechend Absatz 1 Satz 2 mitgeführt werden"
Sind aber meisten leer, so wie es ausieht.

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