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Rot-Grün verteidigt deutlichen Vorsprung, Piraten verlieren

02.11.2011 | 09:23 Uhr
Rot-Grün verteidigt deutlichen Vorsprung, Piraten verlieren
Kein großes Plus durch Peer Steinbrück: Die SPD gewinnt laut Umfrage einen Prozentpunkt hinzu.

Hamburg.   Die Piratenpartei hat erstmals seit dem überraschenden Erfolg bei der Berlinwahl einen Rückschlag einstecken müssen. In einer Forsa-Umfrage erreichten die Piraten nur noch neun Prozent. Die beiden großen Parteien gewannen knapp hinzu, FDP und Grüne stagnieren.

Die Piratenpartei hat in der Wählergunst leicht eingebüßt. Nach dem am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Wahltrend des Magazins „Stern“ und des Fernsehsenders RTL verlor die Partei einen Punkt und ist mit neun Prozent nur noch einstellig. Die Union klettert im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 32 Prozent. Die SPD gewinnt ebenfalls einen Punkt und erreicht 28 Prozent.

Bei den übrigen Parteien gibt es keine Veränderungen: Die Grünen liegen stabil bei 16 Prozent, die Linke bei 8 und die FDP bei 3 Prozent. Für „sonstige Parteien“ wollen 4 Prozent der Wähler stimmen.

Mit zusammen 44 Prozent verteidigen SPD und Grüne ihren 9-Punkte-Vorsprung vor dem Regierungslager aus Union und FDP.

Steinbrücks Ansehen nicht gewachsen

Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat nach seinen gemeinsamen Auftritten mit Ex-Kanzler Helmut Schmidt in der Bevölkerung nur minimal an Ansehen gewonnen. Wenn die Bürger die Wahl zwischen ihm und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hätten, würden sich nach dem stern-RTL-Wahltrend derzeit 39 Prozent für Steinbrück entscheiden, 1 Punkt mehr als in der Vorwoche. Er liegt damit 2 Punkte hinter Merkel, die unverändert 41 Prozent der Deutschen vorziehen. Gefallen sind jedoch die Werte für SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und SPD-Chef Sigmar Gabriel: Steinmeier kommt nur noch auf 32 Prozent (-3 im Vergleich zur Vorwoche), Gabriel auf 18 Prozent (ebenfalls -3). Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem stern: „Viele Menschen gehen nach der Adelung durch Schmidt offenbar davon aus, dass Steinbrück der nächste SPD-Kanzlerkandidat wird.“

Für die SPD gibt es nach Analyse des Forsa-Chefs jedoch keinen Steinbrück-Effekt. Dass die Partei wie die Union einnen Punkt gewonnen habe, sei eher eine Folge der Brüsseler Euro-Beschlüsse in der vergangenen Woche. Güllner: „Die Einigung hat viel Unsicherheit genommen. Und die Menschen haben den Eindruck, die großen Parteien raufen sich zusammen. Davon profitieren beide.“

Für den Wahltrend wurden 2.501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 24. bis 28. Oktober befragt. (dapd)

DerWesten

Kommentare
04.11.2011
11:44
Artikel #2 und #3
von TreuerLeser | #5

Kann mir jemand - am besten der Verfasser selbst - erklären, was diese beiden Kommentare mit dem Basisartikel zu tun haben?

Es sei denn, man geht...
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2011-11-02 09:23
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