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Romney zum offiziellen Herausforderer von Barack Obama gekürt

29.08.2012 | 12:01 Uhr

Die US-Republikaner haben den ehemaligen Gouverneur Mitt Romney offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gekürt. Die mehr als 2.000 Delegierten stimmten am Dienstag beim Parteitag in Tampa in Florida mit großer Mehrheit für Romney als Kandidat für die Präsidentschaftswahl Anfang November. Dieser will die Nominierung am Donnerstag in einer Rede offiziell annehmen.

Tampa (dapd). Die US-Republikaner haben den ehemaligen Gouverneur Mitt Romney offiziell zum Herausforderer von Präsident Barack Obama gekürt. Die mehr als 2.000 Delegierten stimmten am Dienstag beim Parteitag in Tampa in Florida mit großer Mehrheit für Romney als Kandidat für die Präsidentschaftswahl Anfang November. Dieser will die Nominierung am Donnerstag in einer Rede offiziell annehmen. Am Dienstag wandte sich seine Ehefrau Ann an die Delegierten und warb für die menschlichen Fähigkeiten ihres Mannes, der wie kein anderer mit harter Arbeit die USA "zu einem besseren Ort" machen könne.

Mit der Ernennung Romneys zu ihrem Kandidaten eröffneten die Republikaner formell das Kopf-an-Kopf-Rennen um das Weiße Haus. Die Partei will die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um ihre Basis zu mobilisieren, unentschlossene Wähler zu gewinnen und ihrem Kandidaten, der vielen abgehoben erscheint, ein menschliches Gesicht zu verleihen.

Ann Romney sagte, ihr Mann werde nicht versagen, sondern das Land voranbringen, so wie er sie immer sicher nach Hause gebracht habe. Ihm könne man vertrauen. Ausführlich erzählte sie die Geschichte ihrer Ehe, wie sie ihren Mann kennenlernte, schnell heiratete und wie er sie bis heute immer wieder zum Lachen bringe. Die Delegierten schienen begeistert von dem Auftritt, an dessen Ende Mitt Romney auf der Bühne erschien und seine Frau küsste.

Anhänger von Ron Paul sorgen für Unruhe unter Delegierten

Rick Santorum, Romneys größter Widersacher im langen Vorwahlkampf, hatte zuvor eine sehr persönliche Rede gehalten, die viele Delegierten von den Sitzen riss. Genau zweimal erwähnte er dabei in aller Kürze Romney und dessen ebenfalls am Dienstag offiziell nominierten Vizepräsidentschaftskandidaten Paul Ryan. Der 42-jährige Ryan will sich am Mittwoch mit einer Rede an die Delegierten wenden.

Ein Höhepunkt des Abends war die programmatische Rede des Gouverneurs von New Jersey, Chris Christie. "Führung ist wichtig. Es ist Zeit, diese Ära der fehlenden Führung im Oval Office zu beenden und echte Führer ins Weiße Haus zu schicken", warb Christie für den früheren Gouverneur von Massachusetts.

Bei der Abstimmung erhielt Romney 2.061 Delegiertenstimmen, 190 votierten für den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul. Dessen Anhänger taten lautstark ihren Unmut kund, nachdem die Versammlung Regeln zur offiziellen Registrierung zugestimmt hatte, die sie ablehnten.

Parteitag wegen "Isaac" verkürzt

Angesichts des Hurrikans "Isaac" war der Parteitag am Montag zwar eröffnet, aber nach wenigen Minuten auf Dienstag vertagt worden. "Isaac" erreichte am Dienstagabend die Küste des US-Staates Louisiana.

Die sogenannten National Conventions, wie die Parteitage der Republikaner und Demokraten in den USA genannt werden, zählen zu den am aufmerksamsten verfolgten Ereignissen im gesamten Präsidentschaftswahlkampf. Sie bieten Kandidaten die Möglichkeit, ihre Standpunkte vor Millionen Fernsehzuschauern zu präsentieren. Für Romney ist der Parteitag vor allem eine Möglichkeit, den rechten Flügel der Partei für sich zu gewinnen, dem er als zu liberal gilt.

Der Nominierungsparteitag der Demokraten folgt in der kommenden Woche in Charlotte im US-Staat North Carolina.

(David Espo und Brian Bakst sind Korrespondenten der Nachrichtenagentur AP)

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