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Romney will Kompetenz in Außenpolitik unter Beweis stellen

08.10.2012 | 09:42 Uhr

Nach seinem Erfolg beim TV-Duell gegen US-Präsident Barack Obama will Mitt Romney bei einer Rede am Montag auch beim Thema Außenpolitik Boden gegen den Amtsinhaber gutmachen. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hatte im Wahlkampf mit seinen Äußerungen unter anderem Briten, Spanier und Palästinenser irritiert.

Washington (dapd). Nach seinem Erfolg beim TV-Duell gegen US-Präsident Barack Obama will Mitt Romney bei einer Rede am Montag auch beim Thema Außenpolitik Boden gegen den Amtsinhaber gutmachen. Der republikanische Präsidentschaftskandidat hatte im Wahlkampf mit seinen Äußerungen unter anderem Briten, Spanier und Palästinenser irritiert. Obamas Lager versuchte dementsprechend bereits vor der mit Spannung erwarteten Ansprache zur US-Außenpolitik in einem Militär-College im US-Staat Virginia den Herausforderer zu diskreditieren, während der Präsident selbst in Kalifornien Spendengelder sammelte.

"Wir werden uns nicht von jemandem belehren lassen, der in der Außenpolitik eine absolute Katastrophe war, jedes Mal wenn er seinen Zeh in außenpolitische Gewässer gesteckt hatte", sagte Obamas Wahlkampfsprecherin Jennifer Psaki. Für Romney sei es bereits der vierte oder fünfte Versuch, seine weltpolitischen Absichten zu erklären.

Ein zuversichtlicher Romney war am Sonntag wieder in Florida auf Wahlkampftour und betonte einmal mehr seinen auch von Demokraten als "meisterlich" eingestuften Auftritt bei der Fernsehdebatte am vergangenen Mittwoch. Es habe ihm Spaß gemacht, Obamas Fehler einen nach dem anderen aufzuzeigen, sagte Romney vor 12.000 Anhängern in Port St. Lucie. "Tage später hören wir natürlich seine Entschuldigungen. Und im nächsten Januar werden wir ihn ein letztes Mal das Weiße Haus verlassen sehen."

Doch nach seiner Schlappe beim TV-Duell konnte Obama in den vergangenen Tagen wieder gute Nachrichten für sich verbuchen. Am Freitag zeigte ein Bericht, dass die Arbeitslosenquote so niedrig ist wie seit seinem Amtsantritt nicht mehr. Und am Wochenende teilte Obamas Team mit, so viele Spendengelder wie noch nie in der laufenden Kampagne gesammelt zu haben.

Obama besucht Wahlkampf-Konzert in Los Angeles

Obama und seine demokratische Partei sammelten im September insgesamt 181 Millionen Dollar (etwa 139 Millionen Euro) ein. Vor den Wahlen 2008 hatte Obama mit 190 Millionen Dollar ebenfalls im September einen Spenden-Rekord erreicht.

Auch in Kalifornien sammelte er am Sonntag bei Unterstützern in der Entertainment-Industrie weitere Spendengelder ein. Der US-Staat gilt zwar als sichere Stütze der Demokraten, doch leben dort zahlreiche zahlungskräftige Unterstützer. Obama besuchte ein Wahlkampf-Konzert mit Katy Perry, Jon Bon Jovi und Stevie Wonder in Los Angeles und betrat nach Schauspieler George Clooney gut gelaunt die Bühne. Abschließend kamen 150 Gäste für den Preis von 25.000 Dollar pro Nase zu einem Abendessen mit dem Präsidenten in das Restaurant von Promi-Koch Wolfgang Puck.

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dapd

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