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CDU-Landesvorsitz

Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin

09.08.2010 | 12:13 Uhr
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU).

Berlin. Norbert Röttgen erhält Rückenwind aus Berlin. Mehrere Bundestagsabgeordnete haben den Umweltminister aufgefordert, für den CDU-Landesvorsitz in NRW zu kandidieren. Die Landespolitiker scheinen eher hinter Laschet zu stehen.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen erhält Unterstützung für eine Kandidatur um den Landesvorsitz der nordrhein-westfälischen CDU. Nachdem sich vergangene Woche eins Triumvirat der wichtigsten CDU-Landespolitiker auf eine Kandidatur von Armin Laschet geeinigt hatte, forderten die CDU-Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz und Patrick Sensburg am Montag Röttgen auf, im Rennen um den Vorsitz anzutreten. Der Umweltminister, der derzeit im Urlaub weilt, will sich erst „zu gegebener Zeit“ zu dem Thema äußern.

„Für die CDU in Nordrhein-Westfalen wäre es gut, wenn es eine Auswahl gäbe“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Polenz, dem „Kölner Stadtanzeiger“ (Montagausgabe). Sensburg sagte: „Ich würde mir wünschen, dass Röttgen kandidiert. Der Beste soll Landesvorsitzender werden.“ Mit Laschet und Röttgen gebe es dann zwei sehr gute Optionen.

Landesverband dementiert „Pakt gegen Röttgen“

Laschet, der frühere Integrationsminister der schwarz-gelben Landesregierung in Düsseldorf, hatte vergangenen Freitag offiziell seine Kandidatur erklärt und dabei die Unterstützung des NRW-Generalsekretärs Andreas Krautscheid und des neuen Fraktionsvorsitzenden Karl-Josef Laumann erhalten. Er argumentiert, es sei besser, den größten CDU-Landesverband von Düsseldorf aus zu führen.

In der Spitze des Landesverbandes wird darauf verwiesen, dass man früher mit dem Vorsitz des damaligen Bundesarbeitsministers Norbert Blüm eher schlechte Erfahrungen gemacht habe. Die Mehrheit der Bezirksvorsitzenden teile diese Meinung, hieß es. „In fast allen Ländern ist der Landesvorsitzende der CDU entweder der Ministerpräsident oder der Oppositionsführer und kein Bundespolitiker“, sagte Laschet dem „Handelsblatt“. Er dementierte, dass es einen „Pakt gegen Röttgen“ gebe.

Hoffnung auf einvernehmliche Lösung

In der Zwischenzeit haben sich etliche wichtige CDU-Politiker aus NRW hinter Laschet gestellt. Dahinter steht auch die Hoffnung, eine Kampfkandidatur Röttgens zu verhindern, weil dies den Landesverband möglicherweise spalten könnte. So sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Peter Hintze, zu Reuters: „Laschet wäre eine sehr gute Besetzung als Landesvorsitzender.“ Er habe die Hoffnung auf eine „einvernehmliche Lösung“. Auch Ralf Brauksiepe, Parlamentraischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, schloss sich dem an. „Ich halte die Düsseldorfer Lösung für richtig“, sagte er dem „Kölner Stadtanzeiger“.

Unklar ist, ob der künftige NRW-Landesvorsitzende auch stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU wird. Der größte Landesverband der Union erhebt traditionell Anspruch auf einen der vier Stellvertreterposten, der durch den Rückzug des früheren Ministerpräsident Jürgen Rüttgers nun frei wird. In der Union wird spekuliert, eine Absprache zwischen Laschet und Röttgen könnte vorsehen, dass der Bundesumweltminister den Posten in Berlin besetzen kann. (rts)

DerWesten

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Kommentare
09.08.2010
17:05
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von niederwendig | #8

Der Bund hat sich in NRW nicht einzumischen. In Berlin sitzen die größten Versager. Angefangen mit Merkel, die die CDU seit Jahren in den Keller führt. Und die Nichtnutze drumherum. Tiefer kann die CDU nicht sinken. Alle klugen Köpfe wurden abrasiert. Und nun dieses maue Niveau.

09.08.2010
15:22
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von Zeche | #7

Am Wochenende wurde noch Herr Laschet als neuerVorsizender der NRW CDU gehandelt, nun kommt Röttgen und möchte gerne CDU- Chef in NRW werden. Wird Oliver Witte dann Vize-oder Generalsekretär?
Glückauf
http://heinzkolb.npage.de/

09.08.2010
14:58
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von gutelaune | #6

Es ist sinnvoll, wenn der zukünftige Landesvorsitzende der CDU auch in der Landespolitik verankert ist, also Mitglied des Landtages ist. Herr Röttgen ist sicherlich ein kompetenter Politiker, dem es aber an einer guten eigenen „Mannschaft“ in NRW fehlt. Solange er ernsthaft für den Landesvorsitz der NRW CDU mit Oliver Wittke als Generalsekretär-Bewerber an seiner Seite kandidieren will, hat Herr Röttgen keine Chance. Oliver Wittke steht für Pleiten, Pech und Pannen und ist einer der Sorten Politiker, die sich nur um ihr eigenes Wohlergehen sorgen machen. Auch während der „Koalitionsverhandlungen“ mit der SPD war Herr Wittke nur darauf bedacht, wie er wieder zu „Ministerehren“ kommt, die Programm oder Inhalte der CDU waren ihm gänzlich egal. Auch sehen viele CDU-Landesvorstandsmitglieder in Herrn Wittke eher einer Belastung als ein Gewinn für die CDU. Im Landesvorstand meint Herr Wittke, er könne zu jedem Thema etwas Sinnvolles beitragen. Was er aber wohl aufgrund fehlender Selbstreflexion nicht mitbekommt, er nervt damit nur noch seine Vorstandskollegen. Wer von sich selbst behauptet „er kann auch mit den Doofen“ und „ich kann 200 Prozent“ wird in der Partei und vor allem von den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr als „Volksvertreter“ akzeptiert. Was Herr Wittke gut kann ist überall wo er auftritt verbrannte Erde zu hinterlassen. Mit Herrn Wittke wird es mit der CDU weiter abwärts gehen.

09.08.2010
14:36
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von hofisch | #5

Da hat #1 ole schon recht. Röttgen hat nie eine
Bodenhaftung in NRW gehabt. Er soll in Berlin
bleiben. Die Berliner CDU Politiker wollen doch
nur ihre Macht auf NRW ausbreiten.
Lasst den Landespolitikern NRW und den
Bundespolitikern die Bundespolitik.
Etwas anderes wäre es, wenn Röttgen sein Ministeramt aufgeben und eine
politische Stelle in NRW annehmen würde.

09.08.2010
13:37
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von caribou | #4

@ole:
Na ja. Also die Mehrheit des Volkes (meinten Sie die Volksgenossen?) dürfte wohl leicht übertrieben sein. Und und man bei denen dann auch noch von denken sprechen sollte? Ich habe da so meine Zweifel.

09.08.2010
13:02
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von obacht1 | #3

Für Rötgen wäre es in der Tat nur eine Station. Außerdem, wenn er wirklich Herrn Wittke zum Generalsekretär machen möchte, sollten die CDU´ler bei der Mitgliederbefragung ganz bestimmt gegen Röttgen sein.
Wittke ist fertig, verbrannt und schuldig. Er hat die CDU NRW mit fertig gemacht mit seinen unsensilblen Verhaltensweisen.
Röttgen passt auch nicht in dei NRW CDU, er ist nie wirklich vor Ort gewesen. Dafür dann den Lohn als Vorsitzender, nee.

09.08.2010
12:58
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von ole | #2

#1
zugegeben: ein bißchen viele danns. Sorry.

Interessant, über das aktuelle Moscheenthema in HH gibt es kein Forum! Denen von der WAZ ist die Überwachung der Beiträge zu beschwerlich. Die Mehrheit des Volkes - zumindest die mit Internet-Zugang - denkt eben anders darüber als die Gutmeinenden in Presse u. Politik.

09.08.2010
12:53
Röttgen erhält Unterstützung aus Berlin
von ole | #1

Röttgen biedert sich mit seiner Ant-Atompolitik bei den Grünen an. Er rechnet sich dann gute Chancen aus, in Düsseldorf eine Koalition mit den Grünen zustande zu bringen. Als NRW-Ministerpräsident hat er dann gute Chancen höhere Aufgaben in Berlin zu übernehmen. Düsseldorf wäre dann nur eine Stufe auf seiner Karriereleiter. Der Mann hat Ehrgeiz, Düsseldorf ist ihm zu sehr Provinz! Der würde nicht lange in NRW bleiben.

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