Röhrende Laien

In Dortmund tragen sie traditionell Schwarz-Gelb, aktuell aber auch gern Lodengrün. Richtig, es lockt die Messe Jagd&Hund, und bereits auf den Zufahrtsstraßen fallen all die allradgetriebenen Wagen auf, darin meist Männer, viele mit Hüten, es ist ja kalt heuer, an denen lustig Gamsbärte wippen. Sie schauen in den Hallen, was es an Neuigkeiten gibt für Hege und Pflege, gönnen sich eine Bratwurst von der Wildsau oder lauschen den Hirschrufern, die dort traditionell ihren Meister suchen. Ein Experte gab jetzt Tipps für Laien, die auf brünftiger Hirsch machen wollen. Falls Sie Interesse haben sollten: Hohle Faust („zu geringer Resonanzkörper“), Metallgießkannen („unnatürlich blecherner Klang“), Glaszylinder aus Petroleumlampen („empfindlich, untypische Töne“) oder trockene Stängel vom Riesenbärenklau („Allergiegefahr, recht selten“) haben ihre Tücken. Besser klappe es mit einem Rinderhorn oder der Rohrkonstruktion „Eifelruf“, beides übrigens und wenig überraschend auf der Messe erhältlich. Na, den Hirsch in Ihnen geweckt? Dann ab auf die Pirsch, gen Dortmund...