Rocker, Salafisten, Neonazis - NRW-Innenminister Jäger jagt die großen Haie
30.08.2012 | 11:09 Uhr 2012-08-30T11:09:00+0200
Düsseldorf. Auch weil er sich mit Rockerbanden, Rechtsradikalen und Salafisten anlegt, hat der Innenminister deutlich an Profil gewonnen. Ein „Sheriff“ will der SPD-Mann trotzdem nicht sein – ein Porträt des Mannes, der zu den markantesten Figuren im Kabinett Kraft gehört.
Vermutlich kennt Dirk Schatz den Innenminister nicht persönlich – es könnte aber sein, dass er ihn demnächst kennenlernt. Es war Mitte Juli, als Schatz unter seinem Twitter-Pseudonym „Kommissar Rizzo“ aus seinem Urlaub twitterte: „So, bin jetzt wieder am Pool! Den letzten Tag genießen, bevor ich mir wieder so einen Schwachsinn von dämlichen Innenministern anhören muss.“ Im richtigen Leben sitzt „Kommissar Rizzo“ für die Piraten-Fraktion im Landtag. Außerdem ist er Polizeibeamter – und Innenminister Ralf Jäger sein oberster Dienstherr.
Der Minister wird es gelassen nehmen. Mit Polit-Piraten hat sich der 51-Jährige, der zur markantesten Figur im Kabinett von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) aufgestiegen ist, bisher nicht angelegt. Jäger hat größere Kaliber im Visier. Er hebt kriminelle Rockerclubs aus, verbietet Neonazi-Kameradschaften, lässt Salafisten hochgehen. Zwei Jahre nach seinem Amtsantritt ist er dabei, sich über Nordrhein-Westfalen hinaus einen Namen zu machen.
Maßgeschneiderte Zitate
Jäger ist Sammler. Er sammelt Trophäen. Wenn im Morgengrauen 900 Polizisten im Land zu einer Razzia gegen Rechtsextremisten ausschwärmen , steht er mittags mit gestraffter Brust in seinem Ministerium vor einem Wald von Mikrofonen. Dann sagt er Sätze wie: „Wir werden gewaltbereiten Neonazis weiter auf die Springerstiefel steigen und den braunen Sumpf austrocknen.“ Sein Pressereferat liefert ihm maßgeschneiderte Zitate. Die markige Tonlage kommt an, nicht nur der Boulevard bedankt sich. Jäger gilt als medientauglich. Er ist groß, schlank und tritt souverän auf.
Dabei sahen viele Beobachter in ihm eine Schwachstelle, als Kraft ihn im Sommer 2010 mit einem ihrer wichtigsten Posten betraute. In der SPD-Fraktion hatte der gelernte Großhandelskaufmann meist den Mann fürs Grobe gegeben. Er galt als etwas vorlaut, was ihm unter Journalisten den Spitznamen „Jäger 90“ einbrachte. Kaum ein Untersuchungsausschuss, mit dem er nicht gedroht hätte. Schwächen des damaligen FDP-Innenministers Ingo Wolf nutzte er instinktsicher aus, skandalisierte etwa hohe Kosten für die gepanzerte Dienstlimousine des FDP-Manns. Jahrelang waren sie Wolf und Jäger.
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15:28
Statt Rocker zu jagen sollte er sich die grüne Burschenschaft genauer ansehen. Sie hat uneingeschränkten Zugang zu Waffen. Letztes Jahr gab es 1 Opfer durch Rocker wobei bis heute noch die Leiche fehlt. Aber es gab 18 Tötungsdelikte mit Waffen durch Jäger. Wer ist da die größere Gefahr? Auch der Vorwurf das Rocker mit Waffen handeln würden hat der verurteilte Jäger in Paderborn einducksvoll wiederlegt. Der verschob illegal 250 Waffen bundesweit. Von wegen wird sind zuverlässig sonst hätten wir keinen Waffenschein. Da wird nur nicht so genau hingeschaut weil sich dahinter eine einflußreiche Lobby verbirgt mit guten Kontakten in Justiz und Politik. Das sieht man auch auch an den regelmäßig laschen Urteilen. Ein Jäger erschießt einen Förster und bekommt 15 Monate auf Bewährung und dazu lächerliche 5000€ Geldstrafe. Wenn ein Autofahrer jemanden überfährt bekommt er garantiert mehr, und er ist nicht mit dem Vorsatz etwas zu töten in ein Auto gestiegen.
15:27
Er hat eine der Demokratie sehr gefährliche Gruppe vergessen ANTIFA und gleichgesinnte Gruppen
12:43
Besser so, als die Augen vor allen Problemen verschließen und sich alles schön reden!
19:36
....und ich finde das gut. Weiter so!
19:21
Was ist daran so falsch? Täte Jäger das nicht, so käme eine andere Kritik.
Sein Auftreten! Der Generalfeldmarschall höchstpersönlich.Eine Nummer kleiner würde ihm besser stehen.
16:04
Mit immer weniger Polizisten (denen die Sozis vor einigen Jahren auch noch das Gehalt gekürzt haben) und einer immer schlechter aufgestellten Polizei, die in der aufgezwungenen Bürokratie erstickt, will einer immer mehr bekämpfen und verteidigen.
Nennt man so etwas Realitätsverlust oder das ist das quasi schon ein Dauerwahlkampf?
15:03
Frau Merkel macht in China das dicke Geschäft für Deutschland und auf der WAZ Titelseite prangt das Bild von einem, der keine Erfolge vorzuweisen hat. Wenn das das Profil vom Kabinett Kraft ist, dann gute Nacht.
sie haben sich vertippt:
Frau Merkel macht in China das dicke Geschäft für China.......
muss es heissen
14:03
Jäger fängt viel an,am Ende bleibt nur sein tägliches Bild in den Zeitungen.
13:56
Ich finde es gut, dass Herr Jäger sich daran gemacht hat, endlich die kriminellen Banden in unserem Land zu bekämpfen. Gleichzeitig sieht man daran, wie groß der Spielraum ist und wie wenig er durch seinen Vorgänger genutzt wurde.
13:45
hab ich auch schon gehört, dass die polizisten gar nichts mehr selber machen müssen, der innen-jäger nimmt ihnen die arbeit ab. vielleicht sollten sie mal über die berichten, die die z.t. auch gefährlichen jobs machen. der innen-jäger stellt sich dann vor die mirkros, lässt sich feiern. zum dank das die polizisten dauernd für fussball, nazi-demos, Ausländer Krawalle usw. im einsatz sind kommt dann auch nochmal ein blitzmarathon.
ich sehe es auch so, dass da jemand nur für höhere aufgaben in position bringen will, die eigentliche arbeit machen doch andere.