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Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei

28.05.2013 | 14:44 Uhr
Normalerweise schweigen Rocker gegenüber Polizisten. Doch jetzt ist es Beamten wohl gelungen, dass Rocker ihr Gelübde gebrochen haben.Foto: dpa

Essen.  Die Polizei spricht von einem "wirkungsvollen Einbruch in die Rockerszene": Erstmals haben Rocker gegenüber den Beamten der Task Force Rocker in Berlin ihr Schweigen gebrochen. Fünf bis sechs Personen hätten über eigene Taten und die ihrer "Brüder" ausgepackt, heißt es in einem Medienbericht.

Für polizeiliche Ermittlungen ist das Schweigegelübde unter Rockern bisher ein schwer zu überwindendes Hindernis. Jetzt glauben Berliner Fahnder, das Omerta-Versprechen der Motorradbanden nachhaltig geknackt zu haben.

Der Chef der Task Force Rocker in der Hauptstadt, Oberstaatsanwalt Jörg Raupach, hat sich in „Deutsche Polizei“, der Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei (GdP), geäußert. Unverhohlen gibt der Jurist dort zu: „Allein die Tatsache, dass wir das generelle Schweigen von Rockern bei Verhören nach Straftaten aufgebrochen haben, ist positiv“.

Der 51-jährige erzählt Details: „Mittlerweile konnten wir fünf bis sechs Personen dazu bringen, nicht nur über ihre eigenen Taten zu reden, sondern auch über jene ihrer sogenannten Brüder“. Bemerkenswert findet Raupach auch, „dass diese Personen sogar einen Ausstieg aus der Szene ernsthaft überlegen“ – ein „wirkungsvoller Einbruch in die Szene“ sei das ganze: „Etwas, das bisher nicht da war“.

Berliner Rockerszene gilt als gewalttätig

Die Berliner Rocker-Szene gilt als ebenso gewalttätig wie die im Ruhrgebiet. Sie ist überdies genau so von Seitenwechseln zwischen den Banden geprägt. Ende letzten Jahres saßen 28 Rocker in Haft. Im Sommer, kündigte Raupach in dem GdP-Blatt an, werde der nächste große Prozess um das Milieu eröffnet – wegen der Schüsse auf einen bekannten Berliner Hells Angel-Boss im Stadtteil Hohenschönhausen.

Razzia gegen Rocker in Mülheim

In der gleichen Zeitschrift mahnte der Vorsitzende der Konferenz der Innenminister der Länder, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD), vor einem „massiven Aufrüsten innerhalb der Szene“. In dem Zusammenhang nannte er die aus den Niederlanden kommenden Satudarahs, die versuchten, in NRW ihren Einflussbereich auszudehnen. Pistorius gab deshalb seinem NRW-Kollegen Ralf Jäger (SPD) Rückendeckung: „Die Polizei wird keine rechtsfreien Räume dulden“.

Dietmar Seher



Kommentare
30.05.2013
00:30
Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei
von boehmann | #5

Wann gehen die endlich ZU FUSS ! Jedweden Fahruntersatz plus Driverlizenz beschlagnamen und konsequent durchziehen. Eine andere Sprache versteben diese Brüder nicht.

29.05.2013
11:39
Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei
von losl | #4

Hier wird über Verbrecher berichtet, als wären sie Popstars

29.05.2013
06:06
Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei
von Tritt_Brettfahrer | #3

Das wäre doch jetzt ein Anlass für Helmut Kohl, endlich mal die Spender zu nennen.

28.05.2013
19:42
Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei
von Kritiker90 | #2

Vielleicht sind es nur Gerüchte, die von der Polizei verbreitet wurden.

28.05.2013
15:32
„Die Polizei wird keine rechtsfreien Räume dulden“
von erzhase | #1

Wer das glaubt ist eingeladen mal einen Abend (vorzugsweise am Wochenende) auf der Altendorferstr zu verbringen...... Die Staats"macht" hat da genau wie andernorts (Dortmund Nordstadt, Duisburg Heerstr. etc nur noch wenig zu melden. Es bedarf dort meiner Erfahrung nach schon gewaltiger Anstrengung um dort die Aufmerksamkeit des Gesetzes zu erringen.

2 Antworten
Dortmund Nordstadt?
von Stefan2 | #1-1

Es trifft nicht zu, dass die Staatsmacht in der Dortmunder Nordstadt nur noch wenig zu melden hat. Das wird eigentlich immer nur von Leuten behauptet, die hier nicht wohnen.

Rocker brechen ihr Schweigegelübde gegenüber der Polizei
von mcihelegiuliano | #1-2

ja besonders wenn dort assoziale besoffene Fussballfans nach nem RWE Spiel da vor Ort sind, kann man sich mal angucken das Kulturgut. oh sorry dann sind ja keine Ausländer dabei

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