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Lernstandserhebung

Revierschüler schwächer als NRW-Durchschnitt

27.12.2012 | 17:02 Uhr
Revierschüler schwächer als NRW-Durchschnitt
Schüler im Ruhrgebiet sind schlechter in der Schule als Kinder im Rest NRWs. Das ergab eine Auswertung der Landesregierung.Foto: Sascha Schuermann/dapd

Düsseldorf.   Eine Auswertung der Landesregierung hat ergeben, dass Achtklässler im Ruhrgebiet in schulischen Kernfächern schlechter als der NRW-Durchschnitt sind. In Deutsch, Mathematik und Englisch fielen die Schüler im Regionalverband Ruhr ab, ergab die Lernstandskontrolle.

Die Achtklässler im Ruhrgebiet liegen bei den Schulleistungen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch unter dem NRW-Durchschnitt. Das hat die Auswertung der sogenannten Lernstandserhebungen, die jährlich das Leistungsniveau an allen Schulstandorten erfassen, durch die Landesregierung ergeben.

Demnach erreichen im Gebiet des Regionalverbandes Ruhr (RVR) zehn Prozent aller getesteten Achtklässler in Mathematik nur das Leistungsniveau 1, was einfachen Standardverfahren wie der Berechnung von Wechselgeld entspricht. Landesweit sind hier nur sieben Prozent angesiedelt. Ein gutes Niveau, das bei komplexeren mathematischen Lösungsschritten benötigt wird, erreichen im RVR nur 14 Prozent. Im Landesschnitt sind es 17 Prozent. Auch in den Kategorien Deutsch Lesen, Englisch Lesen und Englisch Hörverstehen fallen die Revierschüler gegenüber dem NRW-Niveau ab. Interessant: Die Stadt Essen, für die eine gesonderte Auswertung vorgenommen wurde, schneidet deutlich besser ab als der übrige RVR.

Obwohl das Ruhrgebiet als Ballungsraum mit sozialen Problemen bei derartigen Leistungsvergleichen stets schlechter abschneidet, zieht FDP-Fraktionsvize Ralf Witzel eine Forderung aus der Statistik: „Die Großstädte des Ruhrgebiets brauchen mehr Bildungsqualität und keine ideologischen Schulstrukturdebatten.“ Witzel weist darauf hin, dass Realschulen deutlich besser abgeschnitten hätten als integrierte Modelle wie Gesamtschulen.


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