Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Politik

Reuters-Bürochef im Iran wegen angeblicher Propaganda verurteilt

01.10.2012 | 05:49 Uhr
Foto: /dapd/Ronny Hartmann

Ein Mediengericht im Iran hat den Teheraner Bürochef der Nachrichtenagentur Thomson Reuters der Verbreitung von Lügen gegen das Islamische System schuldig gesprochen. Dabei ging es um ein Video über iranische Kampfsportlerinnen. In einer Schlagzeile war über die Gruppe Frauen kurzzeitig zu lesen, dass diese als Ninja-Killerinnen trainierten.

Teheran (dapd). Ein Mediengericht im Iran hat den Teheraner Bürochef der Nachrichtenagentur Thomson Reuters der Verbreitung von Lügen gegen das Islamische System schuldig gesprochen. Dabei ging es um ein Video über iranische Kampfsportlerinnen. In einer Schlagzeile war über die Gruppe Frauen kurzzeitig zu lesen, dass diese als Ninja-Killerinnen trainierten. Die staatliche Nachrichtenwebseite YCR.ir zitierte einen Gerichtssprecher mit den Worten, Büroleiter Parisa Hafesi sei wegen eines Propaganda-Vergehens im Zusammenhang mit dem Video vom Februar am Sonntag verurteilt worden. Auch das staatliche Fernsehen berichtete über die Entscheidung.

Reuters hatte den Titel wenig später korrigiert, dennoch wurde das Büro der Nachrichtenagentur in Teheran im März suspendiert. Die meisten Mitarbeiter gingen nach Dubai, der iranische Staatsbürger Hafesi durfte das Land aber nicht verlassen. Reuters-Sprecherin Barb Burg sagte, bis zur Bekanntgabe eines Strafmaßes werde sich die Agentur nicht äußern. Dies wird innerhalb einer Woche erwartet.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

Weil sie laut sind und Feinstaub aufwirbeln hat die Stadt Graz vor kurzem Laubbläser verboten. Würden Sie sich ein solches Verbot auch im Revier wünschen?

 
Fotos und Videos
Aus dem Ressort
Gasstreit zwischen Russland und Ukraine schwelt weiter
Energie
Im Streit um russische Gaslieferungen haben Russland und die Ukraine am Dienstag in stundenlangen Gesprächen um eine Lösung gerungen. Vertreter beider Länder trafen sich unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Oettinger in Brüssel. Zu einer Einigung kam es nicht, aber zu "wichtigen Fortschritten".
Giftschlange, Hyäne und Bär sollen in NRW verboten werden
Tiere
Würgeschlangen, Vogelspinnen, sogar Raubkatzen und Krokodile leben in deutschen Privathaushalten. Die Landesregierung zieht jetzt Konsequenzen aus der steigenden Zahl von Vorfällen: Die private Haltung hochgefährlicher und vor allem giftiger Tiere soll grundsätzlich verboten werden.
Regierung muss nicht vorab über Rüstungsexporte informieren
Rüstungsexporte
Welche Rüstungsgüter Deutschland ins Ausland verkauft hat, erfährt die Öffentlichkeit erst nachträglich. Drei Grünen-Abgeordnete haben dagegen geklagt. Doch vor dem Bundeverfassungsgericht in Karlsruhe scheiterten sie großteils. In einigen Punkten bekamen die Kläger aber auch recht.
Jüngere Arbeitnehmer fordern so viele Urlaubstage wie Ältere
Urlaub
Sollen ältere Arbeitnehmer mehr Urlaubstage bekommen als jüngere? Sieben Mitarbeiter eines Schuhherstellers aus Rheinland-Pfalz finden: Nein. Sie fordern 36 statt 34 Urlaubstage. Damit hätten sie genauso viele wie ihre über 58-jährigen Kollegen. Jetzt muss das Bundesarbeitsgericht entscheiden.
Ukraine soll in Donezk Streubomben eingesetzt haben
Kämpfe
Das ukrainische Militär soll bei den Kämpfen um Donezk Streubomben eingesetzt haben. In einem Bericht der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" heißt es, im Kampf gegen prorussische Separatisten seien rund ein Dutzend der international geächteten Bomben gefallen.