Regierung will im Juni Energiewende entscheiden
03.04.2011 | 15:52 Uhr 2011-04-03T15:52:00+0200
Berlin. In der Frage des Atomausstiegs strebt die Bundesregierung einen breiten Konsenz an. Im Juni will die schwarz-gelbe Koalition Beschlüsse zur Energiewende fassen. Kanzlerin Merkel plant Gespräche auch mit Kirchen, Umweltgruppen und Gewerkschaften.
Der Fahrplan der Regierung für den Ausstieg aus der Atomenergie und den schnellen Ausbau erneuerbarer Energien steht offenbar weitgehend. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen (beide CDU) warben am Wochenende für einen möglichst breiten gesellschaftlichen Konsens. Schon in Juni will die Regierung Beschlüsse zur Energiewende fassen. SPD und Grüne plädierten für einen schnellen Atomausstieg und machten Gespräche mit der Regierung von deren Entgegenkommen abhängig.
Merkel sagte der „Bild am Sonntag“, auch sie habe nach der Reaktorkatastrophe in Japan dazu gelernt. Die Bundesregierung setze alles daran, die anstehende Energiewende „mit einer breiten Mehrheit der Bürger“ zu meistern. Röttgen warb im „Spiegel“ dafür, den Atomkampf zu beenden. Schwarz-Gelb sollte „es schaffen, einen gemeinsamen Kurs auch mit SPD und Grünen zu finden, im besten Fall sogar einen nationalen Energiekonsens“
Am Montag treffen Merkel und Röttgen zunächst mit der neuen Ethikkommission zur Energiepolitik zusammen. Nach einem Gespräch mit allen Ministerpräsidenten Mitte April will die Kanzlerin der „Bild am Sonntag“ zufolge Anfang Mai mit Vertretern der Kirchen, von Umweltgruppen und Gewerkschaften sprechen. Im Mai sollten der Bericht der Reaktorkommission zur Sicherheit der AKW sowie die Empfehlungen der Ethikkommission vorliegen. Im Juni wolle Merkel auf alle im Bundestag vertretenen Fraktionen zugehen, hieß es weiter.
SPD knüpft Gespräche an Bedingungen
Der SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber mahnte die Regierungskoalition, nicht bis zum Juni mit Gesprächen zu warten. Experten von Koalition und Opposition könnten schon in der nächsten Woche darüber reden, wie man beschleunigt auf erneuerbare Energien umsteigen und Entschädigungszahlungen der Atomkonzerne verhindern könne, sagte er der Nachrichtenagentur dapd.
Ebenso wie Grünen-Chef Cem Özdemir nannte Kelber drei Bedingungen für Gespräche: Die Laufzeitverlängerungen müssten rückgängig gemacht werden und die derzeit abgeschalteten sieben Atommeiler vom Netz bleiben. Schließlich müssten die Klimaschutzziele erhalten bleiben. Özdemir sagte der „Bild am Sonntag“, die Regierung habe vor wenigen Monaten den gesellschaftlichen Konsens beim Atomausstieg aufgekündigt „Wenn sie jetzt ihren Fehler korrigieren will, sind die Grünen gesprächsbereit“, sagte er.
RWE zur Energiewende bereit
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wies darauf hin, dass auch beim den Ausbau der erneuerbaren Energien Widerstände in der Bevölkerung überwunden werden müssten. Dazu brauche es dauerhafte gesellschaftliche Kompromissfindung, sagte er der Zeitschrift „Super Illu“.
Der Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, Jürgen Großmann, verteidigt die Klage seines Unternehmens gegen das Atommoratorium. Ein Konzernvorstand müsse nach dem Aktienrecht Vermögensschäden vermeiden, sagte er dem Deutschlandfunk. Er erklärte die Bereitschaft von RWE zur Energiewende. Der Konzern sei schon jetzt in Deutschland der größte Investor in erneuerbare Energien. Mehr als 3000 Menschen - laut Veranstalterangaben waren es 10.000 - demonstrierten am Samstag vor der Firmenzentrale in Essen . (dapd)

10:34
Warum die Kirchen mit dabei sind???
Damit die Regierung voher schon festlegen kann, welche Seelsorgerische Arbeiten die Kirche im Fall der Fälle zu tun haben...
07:47
Was hat denn die Kirche damit zu tun?
Denkt Merkel etwa sie bekommt Beistand von Oben?
Merkel sitzt und sitzt wieder aus. Einfach typisch für diese Frau. Sie sollte doch direkt mit Westerwelle abdanken. Das wäre das Beste was uns passieren könnte.
Sprach Merkel nicht letztens von Glaubwürdigkeit? Sie sagte doch, es gibt keine personellen Veränderungen. Aber diese kommen. Also eine weitere Lüge und das soll Glaubwürdigkeit fördern?
Diese Regierung mit Merkel an der Spitze ist einfach nur noch peinlich.
21:01
#6 tom009
Ach , der Tom !
20:37
frage mich warum warten eigendlich die atomstromgegner noch auf die stromkonzerne.
kappt eure leitungen und erzeugt mal selber sauberen strom.
kann ja nach eurer meinung nicht so schwer sein.
also los
fangt an
zeigt es den konzernen.
aber anscheinend verbreitet ihr genauso viel heiße luft wie die atombefürworterzur dessen sicherheit.
jetzt habt ihr die möglichkeit zu beweisen das es natürlich erzeugten strom für 24std gibt.
und das betriebe funktionieren.
worauf wartet ihr jetzt noch.
legt los.
19:05
Frau Merkel, wenn man die Wende von der Wende macht, fährt man in die gleiche Richtung, die man zuerst hatte. Und eine Revolution gegen die Revolution ist dann wohl die Energiepolitische Konterrevolution, oder wie, oder was?
18:42
@1 DKWF12
Antwort: Natürlich zum Beten, das nichts Schlimmes passiert.
18:31
sind dann alle wahlen vorbei lächerlich
17:18
Bis dahin ist der GAU in Japan vergessen, und es geht locker flockig weiter...
UND, WENN DU NICHT MEHR WEITER WEIß, BILDE EINEN ARBEITSKREIS...
16:03
Zum Thema Atomenergie will Frau Merkel mit den Kirchenvertretern sprechen.
Himmel noch mal was denn?????