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Regierung in Athen berät über Milliardeneinsparungen

20.08.2012 | 17:17 Uhr
Foto: /AP/Thanassis Stavrakis

Zu Beginn einer Woche wichtiger Weichenstellungen für Griechenland hat die Regierung in Athen noch einmal über das geplante Sparpaket im Umfang von 11,5 Milliarden Euro beraten.

Athen (dapd). Zu Beginn einer Woche wichtiger Weichenstellungen für Griechenland hat die Regierung in Athen noch einmal über das geplante Sparpaket im Umfang von 11,5 Milliarden Euro beraten. Finanzminister Yannis Stournaras traf am Montag mit seinen Stellvertretern sowie mit Arbeitsminister Yannis Vroutsis zusammen, um die Details für die Einsparungen in den Jahren 2013 und 2014 auszuarbeiten. Sie sollen in Grundzügen vorliegen, wenn der luxemburgische Ministerpräsident und Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker am Mittwoch zu Gesprächen in Athen eintrifft.

Anschließend reist Ministerpräsident Antonis Samaras Ende der Woche nach Berlin und Paris und trifft dort Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie den französischen Staatspräsidenten François Hollande. Von den Reformen hängen weitere internationale Geldspritzen für das Krisenland ab, die Griechenland vor der Zahlungsunfähigkeit bewahren würden. Die aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU bestehende Troika will die von Athen vorgeschlagenen Maßnahmen eingehend unter die Lupe nehmen. Ihre Vertreter werden im September wieder in der griechischen Hauptstadt erwartet.

Die Dreierkoalition in Athen hatte sich Anfang August nach langwierigen Verhandlungen grundsätzlich auf das neue Sparprogramm geeinigt. Dabei musste Samaras starke Vorbehalte seiner Koalitionspartner überwinden. Der Parteichef der sozialistischen PASOK-Partei, Evangelos Venizelos, erklärte, die neuen Einschnitte dürften nicht ungerecht sein und müssten gleichmäßig verteilt sein. Es wird erwartet, dass sie weitere Kürzungen bei Löhnen und Renten beinhalten. Die Regierung kündigte zudem an, dass sie versuchen werde, einige der Bedingungen für das Rettungspaket neu auszuhandeln.

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