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Rebellen festigen laut Medienbericht ihre Stellung im Norden Syriens

07.10.2012 | 14:09 Uhr
Foto: /AP/AP/dapd

Die syrischen Aufständischen haben laut einem Medienbericht ihre Kontrolle in der Grenzregion zur Türkei gefestigt. Die Rebellen hätten nach heftigen Gefechten mit den Regierungstruppen die Ortschaft Chirbat al Dschos im Nordwesten des Landes erobert, berichtete der Sender Al Dschasira am Sonntag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Aktivisten.

Amman/Ankara (dapd). Die syrischen Aufständischen haben laut einem Medienbericht ihre Kontrolle in der Grenzregion zur Türkei gefestigt. Die Rebellen hätten nach heftigen Gefechten mit den Regierungstruppen die Ortschaft Chirbat al Dschos im Nordwesten des Landes erobert, berichtete der Sender Al Dschasira am Sonntag auf seiner Internetseite unter Berufung auf Aktivisten. In anderen Teilen des Landes kam es zu weiteren Zusammenstößen mit mehreren Toten. Die Türkei beschoss unterdessen wieder syrische Stellungen, nachdem erneut eine Granate auf ein türkisches Dorf gefeuert worden war.

Die Gefechte im Norden des Landes dauerten laut Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mehr als zwölf Stunden. Dabei wurden demnach mindestens 40 Soldaten getötet.

Derweil trieben syrische Regierungstruppen ihre Offensive gegen die Rebellen in der Millionenstadt Aleppo voran. Menschenrechtsaktivisten meldeten mehrere Tote. Im Visier der Soldaten waren den Berichten zufolge auch Ortschaften um Damaskus und Dörfer an der Grenze zu Syrien.

Das syrische Staatsfernsehen meldete zudem Gefechte zwischen Soldaten und aus dem Libanon eingedrungenen Bewaffneten. Mehrere der Eindringlinge seien bei den Kämpfen am Samstagabend nahe Homs getötet worden. Die Streitkräfte drängten die beiden Gruppen demnach in den Libanon zurück.

Türkei nimmt syrisches Grenzgebiet unter Beschuss

Die türkische Armee nahm zuvor den vierten Tag in Folge syrisches Gebiet unter Beschuss. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag berichtete, schlug zunächst eine syrische Granate im Grenzgebiet um das türkische Dorf Guvecci ein. Kurz zuvor hatten auf syrischer Seite der Grenze Gefechte zwischen Regierungstruppen und Rebellen begonnen.

Das Geschoss landete etwa 50 Meter von der Grenze entfernt, wie die Behörden mitteilten. Verletzt wurde niemand. Eine Einheit der Streitkräfte in der Nähe erwiderte das Feuer. Das Büro des Gouverneurs der Grenzprovinz Hatay deutete an, die Granate sei versehentlich auf türkischem Gebiet gelandet. Offenbar hätten auf der andere Seite der Grenze syrische Regierungstruppen auf Rebellen geschossen.

Am Mittwoch hatte eine aus Syrien abgefeuerte Granate fünf Menschen in der Türkei getötet. Daraufhin gab das türkische Parlament am Donnerstag grünes Licht für grenzübergreifende Einsätze.

Sorge in den USA wächst

Die USA reagieren auf die Ausweitung des Syrien-Konflikts mit einer Verstärkung ihrer diplomatischen Bemühungen. Washington setze seine verschiedenen Kanäle ein, um seine Befürchtungen zum Ausdruck zu bringen und so das Übergreifen des Bürgerkriegs zu verhindern, erklärte Verteidigungsminister Leon Panetta bei einem Besuch in Peru. Die Artillerie-Zwischenfälle an der türkischen Grenze in den letzten Tagen hätten die Sorgen verstärkt.

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