Raketen aus Syrien schlagen auf den Golanhöhen ein

Das israelische Militär auf den Golanhöhen, hier auf einem Bild aus einer Gefechtsübung, ist in Alarmbereitschaft versetzt.
Das israelische Militär auf den Golanhöhen, hier auf einem Bild aus einer Gefechtsübung, ist in Alarmbereitschaft versetzt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Die Lage auf den Golanhöhen spitzt sich gefährlich zu. Raketen fliegen aus Syrien nach Israel, das israelische Militär feuert massiv zurück.

Tel Aviv/Beirut.. Zwei aus Syrien abgefeuerte Raketen sind am Dienstag auf den von Israel besetzten Golanhöhen eingeschlagen. Das israelische Militär antwortete mit heftigem Artilleriebeschuss von Positionen auf der syrischen Seite der Golanhöhen, wie eine israelische Militärsprecherin bestätigte. Nach israelischen Medienberichten wurden dabei rund 20 Granaten abgefeuert. Sie schlugen nach Angaben der syrischen Beobachterstelle für Menschenrechte in der Nähe eines Stützpunktes der syrischen Regierungstruppen ein.

Auf der israelischen Seite gab es nach Armeeangaben keine Verletzten. Das Skigebiet auf dem Hermon-Berg wurde geräumt und Touristen in Sicherheit gebracht. Nach Polizeiangaben wurden Zugangsstraßen zu den 1967 von Israel eroberten Golanhöhen gesperrt.

Es war unklar, ob die Geschosse aus Syrien absichtlich abgefeuert oder fehlgeleitet waren. Israels Streitkräfte waren nach einem Luftangriff auf den syrischen Golanhöhen bereits in erhöhter Alarmbereitschaft. Bei dem Angriff, der Israel zugeschrieben wird, waren am 18. Januar ein iranischer General und mindestens sechs Kämpfer der libanesischen Hisbollah-Miliz getötet worden. Der Iran drohte Israel mit "verheerenden Blitzschlägen". Auch die Hisbollah wollte Vergeltung üben. (dpa)