Rätsel um Lafontaines Zukunft
21.10.2009 | 17:11 Uhr 2009-10-21T17:11:00+0200
Saarbrücken. Was hat Oskar Lafontaine vor? Der Rückzug aus der Bundestagsfraktion kam überraschend, nach Zeitungsberichten plant der Linke-Politiker auch den Abscheid von der Landespolitik. Er wolle nicht die ganze Legislaturperiode Fraktionschef der Saar-Linken bleiben. Die Partei dementiert.
Die Saar-Linken haben Berichte über einen angeblich geplanten vorzeitigen Rückzug von Fraktionschef Oskar Lafontaine aus dem neu gewählten Saarbrücker Landtag dementiert. Lafontaine sei als Fraktionschef gewählt worden und das sei «gut so», sagte Landesparteisprecherin Birgit Huonker am Mittwoch auf ddp-Anfrage. «Alles andere ist reine Spekulation», ergänzte sie.
Medien hatten raschen Rückzug Lafontaines angekündigt
Die «Tageszeitung» (Mittwochausgabe) hatte unter Berufung auf die Linke-Fraktion berichtet, der 67-jährige Lafontaine werde nicht für die ganze Legislaturperiode Fraktionschef bleiben und auch sein Landtagsmandat wohl bald niederlegen. Ein Termin für Lafontaines Rückzug stehe aber noch nicht fest.
Lafontaine war Anfang September zum Fraktionschef der Linken im saarländischen Landtag gewählt worden. Dabei hatte er angekündigt, dieses Amt zumindest bis zur Bildung einer neuen Landesregierung wahrzunehmen. Kurz darauf war Lafontaine von seinem Posten als Vorsitzender der Bundestagsfraktion zurückgetreten.
Nach der Entscheidung der Saar-Grünen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und FDP zur Bildung einer «Jamaika»-Koalition hatte Lafontaine dann offen gelassen, ob er das Amt des Fraktionschefs beibehalten wolle. Er werde dies «in Ruhe» überlegen. Zuzeit befindet er sich im Urlaub. (ddp/afp)

20:50
Oscar ist der 2. Willy.
Genialer Politiker - nur die Farbe des Parteibuches stimmt nicht.
20:50
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:31
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
10:21
@23 kröte
nöö, über seine Verdienste..
10:09
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
02:12
@21 dr .einstein,
Bravo !!
01:53
@20 von Papa Pete
Doch, ich habe jetzt verstanden, dass Sie an einer ernsthaften Diskussion kein Interesse haben. Muss ja auch nicht.
Man muss Oskar ja nicht mögen, aber er hat in vielen Dingen einfach Recht behalten:
- Als Kohl meinte, man könnte die Wiedervereinigung aus der Portokasse bezahlen, hat Lafonaine als so ziemlich einziger Politiker den Mut gehabt, auf die tatsächlichen Folgen aufmerksam zu machen.
- Als Finanzminister forderte er die EZB auf, mit niedrigeren Zinsen der Wirtschaft zu helfen und wurde von seinem Kanzler Schröder zurückgepfiffen. 4 Jahre später hörte man die gleichen Forderunmgen von Schröder.
- Lafontaine versuchte vergeblich, die Regierung Schröder von ihren wirtschaftsliberalen Reformen abzuhalten und warf schließlich resigniert das Handtuch. Heute besteht kein Zweifel, dass genau diese Reformen den Untergang der SPD eingeläutet haben.
- Als die Frage der doppelten Staatsbürgerschaft anstand, wollte Lafontaine diese Frage im Konsens mit der CDU klären. Seine Mitstreiter hielten da nichts von, zogen die Sache im Alleingang durch und verloren prompt die nächste Wahl (Hessen) mit Pauken und Trompeten.
- Ebenfalls vergeblich votierte Lafontaine damals für eine Regulierung der Hedge-Fonds. Heute, nach der Finanzkrise, sind wir alle schlauer.
Das sind Fakten. Ich will Oskar damit gar nicht heiligsprechen, ich habe ihn ja nicht einmal gewählt. Aber ich finde es unerträglich, wenn hier vielen Kommentatoren außer Polemik nichts zu dem Thema einfällt.
00:06
@18
Du hast im Kern überhaupt nicht verstanden worum es geht, aber das macht nichts.
21:43
Leute ,wenn Oskar Kanzler wäre ,dann hätte sich Obama seinen Friedensnobelpreis insoweit schon verdient als die- die deutsche Sicherheit bedrohenden- freundschaftlichen Atombomben unserer amerikanischen Freunde denselben -also den deutschen Boden -nicht mehr unsicher machen würden.
Warum denn zur kubanischen Schweinebucht schweifen ,wenn das Gute doch so nah -in der Eiffel -liegt!:-)))
21:28
@17 von Papa Pete
Also bleibt unterm Strich nichts über.
Schön, dass SIe Ihre Kommentare so realistisch einschätzen. :-)
Was wollen Sie uns eigentlich mit Ihrem Kommentar mitteilen und warum tun Sies nicht?