Putin kommt nach Berlin – das sind seine stärksten Sprüche

Ein Mann der Tat – und ein Freund der deutlichen Ansprache: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Ein Mann der Tat – und ein Freund der deutlichen Ansprache: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Foto: REUTERS
Was wir bereits wissen
Wladimir Putin kommt am Mittwoch zu Gesprächen nach Berlin. Für einen knackigen Spruch ist Russlands Präsident immer gut. Eine Auswahl.

Berlin..  Er gibt gern den harten Kerl. Er posiert mit Tigern und Wildpferden, fläzt sich breitbeinig neben US-Präsident Barack Obama in den Sessel – und hat im Zweifelsfall immer einen flotten Spruch auf den Lippen. An diesem Mittwoch kommt der russische Präsident Wladimir Putin zu einem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel nach Berlin. Wird der Polit-Macho aus Moskau wieder den starken Mann geben?

Wir haben schon einmal die stärksten, provokantesten und schrägsten Sprüche des Kremlchefs zusammengestellt.

„Wir sind ein Siegervolk, das haben wir in den Genen.“

Das sagte Putin aus einer Wahlkampfveranstaltung 2012. Viele Experten vermuten, hinter der oft aggressiven Politik Putins stecke der Wunsch, dem russischen Volk das Selbstbewusstsein zurückzugeben, das mit dem Zerfall der Sowjetunion verloren ging. Dazu passt auch dieser Satz, ebenfalls aus Putins Wahlkampf:

„Wir werden niemandem erlauben, sich in unsere Angelegenheiten einzumischen oder uns seinen Willen aufzuzwingen, weil wir unseren eigenen Willen haben.“

Als Einmischung empfindet es Putin offenbar auch, wenn russische Bürger im eigenen Land gegen seine Politik auf die Straße gehen. Das drastische Vorgehen der russischen Polizei gegen Demonstranten 2010 kommentierte Putin so:

„Wo man nicht zusammen kommen kann, bekommt man den Knüppel auf die Rübe.“

Noch weit drastischer beschrieb der Präsident einmal seine Haltung gegenüber Terroristen. Schon mehrfach hatten zuvor Terroristen aus dem Kaukasus tödliche Anschläge auf russischem Gebiet verübt, etwa 2004 auf die Moskauer U-Bahn. Dazu Putin:

„Russland verhandelt nicht mit Terroristen. Es vernichtet sie.“

Ordnung ist für Putin offenbar die erste Bürgerpflicht. Wer die Ordnung durcheinander bringt, hat bei ihm nichts zu melden. Auch für jene, die in Nordafrika den sogenannten Arabischen Frühling entfachten, hat er keine besonders großen Sympathien. So sagte er 2013 in einem ARD-Interview:

„Ordnung muss sein, es darf kein Chaos zugelassen werden. Wozu ein Chaos führen kann, sehen wir am Beispiel Nordafrika, wer braucht das?“

Auch für energiepolitische Experimente hat Wladimir Putin offenbar wenig Verständnis. So lästerte er schon 2010 über die deutsche Energiepolitik:

„Ich weiß nicht, womit sie heizen wollen. Atom wollen sie nicht, Gas wollen sie nicht. Wollen sie wieder mit Holz heizen?“

Putins Verhältnis zu den USA und Präsident Obama ist nicht eben gut. Ein Grund dafür ist, dass Moskau dem amerikanischen Ex-Geheimdienstler und Whistleblower Edward Snowden Unterschlupf bietet. Den Fall kommentierte Putin 2013 süffisant:

„Wenn er hierbleiben möchte, gibt es eine Bedingung: Er sollte mit seiner Arbeit aufhören, die darauf gerichtet ist, unseren amerikanischen Partnern Schaden zuzufügen – so merkwürdig sich das aus meinem Mund auch anhören mag.“

Und wie sich das für einen Macho gehört, hatte Putin natürlich auch einen Spruch über Frauen parat. Seine Sicht der Dinge gab er schon 2008 zu Protokoll – ausgerechnet bei einem Besuch in Rom, bei seinem Freund Silvio Berlusconi, der ja mit den Damen auch so seine Erfahrungen gemacht hat. Putins Urteil damals:

„Unsere russischen Frauen sind die begabtesten und die schönsten.“