Prügelei bei Debatte im Parlament der Ukraine
25.05.2012 | 10:49 Uhr 2012-05-25T10:49:47+0200
Kiew. Das Gastgeberland der Fußball-Europameisterschaft macht mit einem politischen Eklat erneut Schlagzeilen. Im ukrainischen Parlament mündete eine Debatte über die Einführung von Russisch als zweite Amtssprache in eine wüste Schlägerei. Mindestens ein Parlamentarier wurde krankenhausreif geschlagen.
Zum wiederholten Mal ist eine Parlamentsdebatte in der Ukraine in eine wüste Schlägerei ausgeartet: An den Handgreiflichkeiten, bei denen mindestens ein Parlamentarier krankenhausreif geschlagen wurde, beteiligten sich am späten Donnerstagabend mindestens ein Dutzend Abgeordnete. Parlamentspräsident Wolodimir Litwin forderte am Freitag vorgezogene Neuwahlen.
Aus den Ereignissen vom Vortag könne nur ein Schluss gezogen werden: Das Parlament und der Parlamentarismus in der Ukraine seien "vollkommen ruiniert", sagte Litwin in Kiew. Er habe den Fraktionsvorsitzenden im Parlament vorgeschlagen, dass sich die "Werchowna Rada" (Parlament) selbst auflösen solle, um den Weg für Neuwahlen freizumachen. Dieser Vorschlag sei noch nicht diskutiert worden, da die für Freitag geplante Sitzung wegen eines Boykotts der Opposition nicht stattgefunden habe.
Bei der Prügelei war auch Litwin selbst angegriffen worden; ein Volksvertreter wurde in den Schwitzkasten genommen, und etwa zehn Parlamentarier schlugen aufeinander ein. Auslöser für die Gewalt war ein Vorschlag der Anhänger des pro-russischen Staatschefs Viktor Janukowitsch, die offizielle Benutzung des Russischen auszuweiten.
Schon mehrfach Schlägereien im ukrainischen Parlament
In der früheren Sowjetrepublik gibt es einen großen russischsprachigen Bevölkerungsanteil. Für die westlich orientierte Opposition kommt das Vorhaben jedoch einer Aufwertung des Russischen zur zweiten Amtssprache gleich. Sie lehnt den Vorschlag strikt ab.
Schlägereien und andere Handgreiflichkeiten hatte es im ukrainischen Parlament in der Vergangenheit bereits mehrfach gegeben. Besonders bekannt wurde eine Auseinandersetzung im Jahr 2010 , bei der sich zahlreiche Abgeordnete mit Eiern bewarfen. (afp)

09:37
Stelle mir gerade vor, wie bei einem Angriff auf Altmaier alle an ihm abprallen...
16:58
nix mit nastrovje? ;-)
Tolle Demokratie in der die Volksvertreter, die den Bürgern insb. den Kindern ein Vorbild sein sollten, sich dermaßen daneben benehmen. Ein weiterer Grund, der EM fern zu bleiben; wobei, die Spiele in Polen kann man sich ja angucken. ;-)
16:39
Na da fühlt der Klitschko sich ja richtig wohl bei seines gleichen
13:21
Jetzt wird allmählich klar, warum die Klitschkos in die Politik wollen...
11:03
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.