Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Politik

Protesthaltung in Russland nimmt zu

01.08.2012 | 15:40 Uhr
Foto: /AP/Alexander Zemlianichenko

Gut acht Monate nach dem Beginn von Großdemonstrationen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Proteststimmung in der Bevölkerung deutlich gestiegen. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des unabhängigen Lewada-Zentrums in Moskau hervorging, unterstützen 42 Prozent der Russen die Protestaktionen gegen Putin.

Berlin (dapd). Gut acht Monate nach dem Beginn von Großdemonstrationen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Proteststimmung in der Bevölkerung deutlich gestiegen. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des unabhängigen Lewada-Zentrums in Moskau hervorging, unterstützen 42 Prozent der Russen die Protestaktionen gegen Putin. Demnach lag die Unterstützung im März noch bei 32 Prozent, zu Beginn der Proteste im Dezember 2011 lag sie bei 44 Prozent. Die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme an Demonstrationen stieg auf 19 Prozent, den Höchststand seit Dezember.

Die Mehrheit der Russen geht überdies davon aus, dass das Vorgehen der Staatsmacht gegen Oppositionelle weitergehen wird. 22 Prozent erwarten demnach eine Verschärfung der Maßnahmen, 37 Prozent rechnen mit einer unveränderten Fortsetzung. Anfang der Woche begann ein Prozess gegen drei Mitglieder der russischen Punkrockband Pussy Riot wegen Rowdytums, gegen den bekannten Kritiker und Blogger Alexej Nawalni wurde Anklage wegen Diebstahls erhoben.

(Weblink zu den Umfrageergebnissen (auf Russisch): http://url.dapd.de/XftIle )

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Facebook
Kommentare
Umfrage
Nach Sommer fühlt sich der August in diesen Tagen nicht mehr an. Schlägt Ihnen das Wetter auf die Stimmung?

Nach Sommer fühlt sich der August in diesen Tagen nicht mehr an. Schlägt Ihnen das Wetter auf die Stimmung?

 
Aus dem Ressort
IS-Miliz will vermissten US-Reporter enthauptet haben
Irak
Das Video einer Enthauptung schockiert Washington. Die Terrormiliz Islamischer Staat will einen US-Fotografen als Vergeltung für den amerikanischen Militäreinsatz ermordet haben. Der Journalist wird seit 2012 vermisst. Die Echtheit des Videos konnte allerdings noch nicht bestätigt werden.
Rot-Grün macht den NRW-Beamten ein neues Angebot
Beamte
Die NRW-Regierung hat nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichts den 226.000 höheren Staatsdienern ein neues Angebot vorgestellt: Sie sollen mit einer Verzögerung von neun Monaten eine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent und einen einmaligen Nachschlag erhalten. Der Vorschlag stößt schon auf Kritik.
Neue Angriffe nach Ende der Feuerpause im Gaza-Konflikt
Gaza
Aus der Feuerpause wurde keine dauerhafte Waffenruhe im Gaza-Konflikt. Militante Palästinenser feuerten Raketen auf Israel. Bei Luftangriffen Israels im Gazastreifen gibt es wieder Tote. Dabei standen beide Seiten angeblich kurz vor der Einigung über eine mehrwöchige Feuerpause.
Düsseldorf hat die meisten Selbstanzeigen von Steuersündern
NRW-Finanzen
4500 reuige Steuersünder haben sich allein im ersten Halbjahr 2014 bei den Behörden in NRW gemeldet. Das spült laut Finanzministerium 850 Millionen Euro in die klamme Landeskasse. Dabei gibt es große regionale Unterschiede: Düsseldorf hat die meisten Selbstanzeigen, Essen die wenigsten.
Gabriel will trotz Unions-Kritik weniger Rüstungsexporte
Waffenindustrie
Wirtschaftsminister und SPD-Chef Sigmar Gabriel will Waffen-Lieferungen in Drittstaaten im Zweifel ablehnen. Die Rüstungsindustrie tut alles, um diesen Kurs zu korrigieren. Auch wütende Betriebsräte und der Hinweis auf gefährdete Jobs können ihn nicht umstimmen - sehr zum Ärger von Unionspolitikern.