Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Wall Street

Proteste der Occupy-Bewegung schlagen in Gewalt um

18.11.2011 | 07:47 Uhr
Proteste der Occupy-Bewegung schlagen in Gewalt um
Auch in Los Angeles kam es zu Ausschreitungen zwischen Polizisten und Teilnehmern der „Occupy Wall Street“-Bewegung. (Foto: afp)

New York.   Bei landesweiten Protesten von Anhängern der Bewegung Occupy Wall Street sind am Donnerstag allein in New York 250 Demonstranten festgenommen worden. Bei Ausschreitungen auf der Finanzmeile Wall Street in Manhatten wurden mehrere Polizisten verletzt.

Bei den Protesten der Occupy-Bewegung in New York sind am Donnerstag rund 250 Menschen von der Polizei festgenommen worden. Sieben Polizisten wurden verletzt, wie Polizeichef Ray Kelly am Donnerstag mitteilte. Fünf von ihnen sei eine „Flüssigkeit ins Gesicht“ gespritzt worden. Mehrere tausend Demonstranten waren am Donnerstag zur Finanzmeile Wall Street in Manhattan geströmt, die von einem massiven Polizeiaufgebot abgeriegelt wurde. Nach den Ausschreitungen während des Tages zogen die Massen in den Abendstunden über die Brooklyn Bridge bis zum Foley-Platz im Süden Manhattans; dabei blieb es weitgehend friedlich. Anfang Oktober hatte die Polizei bei einem Occupy-Marsch über die Brücke mehr als 700 Menschen festgenommen.

Von New York aus hatte sich „Occupy Wall Street“ (“Besetzt die Wall Street“) in zahlreiche Städte der USA und andere Länder ausgedehnt. Für Donnerstag, genau zwei Monate nach Beginn der Proteste, hatte die Bewegung zu einem weltweiten Aktionstag aufgerufen. In den USA gab es unter anderem in der Hauptstadt Washington und in Chicago weitere Protestmärsche. In Los Angeles löste die Polizei Medienberichten zufolge eine Kundgebung in der Innenstadt auf, rund 20 Menschen seien festgenommen worden. (afp/dapd)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
19.11.2011
10:43
Skandal
von heidelbergensis | #9

Es ist ein Skandal das die Presse da mitspielt.Eindeutig ging/geht die Gewalt von der Polizei aus.Schämt Euch.

18.11.2011
15:55
gut
von holmark | #8

dass es occupy gibt. Schlecht, dass eine anscheinend bereits weltweit gleichgeschaltete Presse nicht objektiv über die Vorgäne berichtet.

18.11.2011
15:44
R.I.P. Pressefreiheit
von Sahneschnittchen | #7

Kein Wort in diesem Artikel über den Fakt, dass wesentlich mehr Demonstranten als Polizisten verletzt wurden. Bilder über unverhältnismäßge Gewalt von Polizisten gegenüber wehrlosen Demonstranten gibt es im Netz genug - http://www.youtube.com/results?uploaded=d&search_query=ows&search_type=videos&uni=3

Kein Wort in diesem Artikel über die Tränengasattacke in Seattle auf u. a. eine 84 jährige Oma und eine schwangere Frau - http://www.youtube.com/watch?v=_Z9s9S7AGPo

Kein Wort in diesem Artikel darüber, dass während der Demonstrationen Presseleute ausgeschlossen, behindert und verhaftet wurden, damit sie nicht frei über die Demos bzw. die brutalen Polizeieinsätze berichten konnten - http://www.youtube.com/watch?v=PQHDk75oChI

Der in den Ruhestand gegangene ehemalige Polizist Captain Raymond Lewis, der seit der Räumung in NY seine Solidarität mit den Occupisten laut geäußert hat, ist gestern während der Demo verhaftet worden. Hier sollte wohl ein Exempel statuiert werden - http://www.youtube.com/watch?v=0R_YOZIujNg

Und kein Namen unter diesem WAZ Artikel. Schämt sich da jemand?

1 Antwort
Haben Sie
von NichtEgal | #7-1

alle gezählt? Warum sollten Ihre Angaben richtig sein?

18.11.2011
15:34
Das
von Gievelsbiaerger | #6

spätrömisch dekadente Imperium schlägt zurück .....

18.11.2011
15:28
Was soll das?
von Silke_L | #5

Will mir die WAZ suggerieren, dass die Staatsorgane an einer friedlichen Bewegung interessiert waren und nun die bösen "occupyer" begonnen haben, zu randalieren. Jeder der einmal auf einer FRIEDLICHEN Demonstration war, der hat sicherlich auch mitbekommen, welch eisiger Wind einem von Seiten der sog. Staatsorgane entgegen weht. Gerade Psychologen kennen die Wirkung solcher Auftritte der Polizei und wissen auch, wie man eine Menge in Rage bringen kann. Warum also sollte man solch "psycholigische Vorteile" nicht nutzen, um die gesamte Occupy Bewegung ad absurdum zu führen? Wer mir suggeriern möchte, dass die Polizei genauso friedlich war wie die Demonstranten, dem zeige ich gerne mal den Vogel!
Aber solange alle immer nur sagen:"Toll, was die jungen Menschen da auf die Straße bringen. Endlich mal wieder ein Gegengewicht zur fiesen Finanzindustrie!", kann ich nur sagen: Ihr sied nicht im Kino und guckt einen Film! Ihr seid genauso betroffen. Allein treffen wird es euch später!

18.11.2011
10:47
Frikadellen-Opium...
von wohlzufrieden | #4

Hoffentlich bricht jetzt eine Zeit an, in denen sich die Amerikaner nicht mehr mit Big-Burgern ruhig stellen lassen...

18.11.2011
10:23
Traurig
von MisterB | #3

, was aus der WAZ-Medien-Gruppe geworden ist. Vor vielen Jahren standen die WAZ und NRZ auf der Seite der Arbeiter und Arbeitnehmer im Ruhrgebiet.
Wenn ich diese Überschrift und dieses Foto sehe soll mir doch suggeriert werden: Oh man, jetzt werden diese Demonstranten aber brutal und gewalttätig, Chaoten sind es wohl auch.
Ohne wenn und aber steht die WAZ und NRZ jetzt auf der Seite der Banken, Großkonzerne und arbeitet regierungstreu....

....und arbeitet kräftig daran mit, dass es in Deutschland weiter bergab geht und immer ungerechter und unsozialer wird.

Schade eigentlich...

18.11.2011
09:36
Gut so: Die Demos gehen weiter...
von FernerBeobachter | #2

..und nach den Demos gehen die Beteiligten, die eines haben, wieder nach Hause. Jedenfalls die, die nicht meinen, irgendwelche "Flüssigkeiten verspritzen" zu müssen.

18.11.2011
08:11
Die Finanzmacht schlägt zurück.
von NRW1 | #1

Mir fällt dazu ein Zitat ein:

Zitat von Michael Rogowski am 16.12.2004 auf PHOENIX

Am 09.11.1989 haben wir mit der Maueröffnung auch die Abrissbirne gegen den Sozialstaat in Position gebracht.

Hartz V bis Vlll werden demnächst folgen. Es ist Klassenkampf und es ist gut so, dass der Gegner auf der anderen Seite kaum wahrzunehmen ist.

Michael Rogowski, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI)

Es wurde Zeit, dass die Gegner aktiv und sichtbar werden !

1 Antwort
Widerholung
von wohlzufrieden | #1-1

Sollte es zu einem "New Yorker Frühling" kommen, wird Obama keine Sekunde zögern, wie seine "Kollegen" beim "Prager Frühling" Panzer gegen die Wutbürger ein zu setzen.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6084799/create

Umfrage
Bürger sollen künftig häufiger gefragt werden, ob sie zu einer Organspende bereit wären. Können Sie sich vorstellen, Organspender zu werden?
 
Aktuelle Fotos und Videos
Karikatur vom Tage
Bildgalerie
Fotostrecke
Norbert Röttgen - Aufstieg und Fall
Bildgalerie
Rücktritt
David McAllister geht "baden"
Bildgalerie
Boot kentert
Triumph der Sozialisten
Bildgalerie
Frankreich
Aus dem Ressort
UN-Sicherheitsrat tagt in Krisensitzung zu Syrien-Massaker
Syrien
Der UN-Sicherheitsrat wird sich nach Angaben von Diplomaten noch am Sonntag treffen, um über das Massaker im syrischen Hula mit mindestens 109 Toten zu diskutieren. Das Gremium werde sich um 20.30 Uhr deutscher Zeit treffen, hieß es.
Foto 4 Kommentare 4
Bruder von chinesischem Bürgerrechtler Chen aufgetaucht
Menschenrechte
Der Bruder des blinden chinesischen Dissidenten Chen Guangcheng ist nach Angaben eines Menschenrechtsanwalts in sein Dorf im Osten Chinas zurückgekehrt. Chen war in der vergangenen Woche nach Peking gereist. Kurz darauf verschwand er.