Positiv pendeln

Gerade haben sie auf der A40 das Westkreuz offiziell freigegeben. Ein prächtiges Stück Autobahn ist das geworden. Schwungvolle Abfahrten, drei Spuren in Richtung Dortmund, drei nach Essen, dazu nagelneuer Asphalt, auf dem der Wagen nur so dahin surrt, also, wenn die Bahn frei ist. Deshalb darauf zu schließen, dass auf dem Ruhrschnellweg nun heile Welt herrscht (zumal ja die verkehrsärmeren Ferien anstehen), wäre jedoch nachgerade töricht: Bereits in der nächsten Woche sperren sie zwischen Essen und GE erst in die eine, dann in die andere Richtung voll, und das nur, weil sie noch immer nicht dazu in der Lage sind, Flüsterasphalt bei fließendem Verkehr aufzutragen. Doch sehen wir die Sache positiv, weil das Leben doch Tiefschläge genug bereit hält: Man lernt neue Ecken kennen, kurvt durch bis dahin unbekannte Essener Vororte, sieht sich etwa Huttrop an oder auch den einen oder anderen Huttroper, weil ja Zeit genug sein wird und eine gesunde Neugier doch eine feine Sache ist. Schon bald also Huttrop hautnah. Glänzende Aussichten, oder?