Polizisten noch nicht ermittelt

Arnsberg/Burbach/Siegen..  Am 28. September 2014 waren die Bilder eines misshandelten Algeriers aus der Notunterkunft Burbach um die Welt gegangen. Der Flüchtling lag gefesselt mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden und hatte den Fuß eines Wachmannes im Nacken. Insgesamt, so Oberstaatsanwalt Johannes Daheim, werde im Zusammenhang mit diesen Übergriffen gegen mehr als 50 Beschuldigte auch wegen Körperverletzung ermittelt.

Zwei Mitarbeiter der Bezirksregierung Arnsberg stehen unter dem Anfangsverdacht, von den Misshandlungen in der ehemaligen Siegerlandkaserne gewusst und sie geduldet zu haben. Die Staatsanwaltschaft Siegen und die Sonderkommission „Heim“ des Polizeipräsidiums Hagen ermitteln gegen sie wegen Freiheitsberaubung und Nötigung durch Unterlassen. Mit Flüchtlingen haben die beiden mittlerweile nichts mehr zu tun.

Zum Personenkreis gehören auch zwei Polizisten, Wachpersonal, Sozialbetreuer, der frühere Heimleiter und weitere Verantwortliche von European ­Home­care, dem Betreiber der Flüchtlingsunterkünfte. Daheim: „Selbst nach Auswertung der Dienstpläne ist es bislang nicht gelungen, die Polizisten namentlich zu benennen.“