Polizeieinsätze bei Pegida in Dresden kosteten 2,9 Millionen

Seit dem Spätherbst 2014 gehen in Dresden die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, auf die Straße.
Seit dem Spätherbst 2014 gehen in Dresden die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, auf die Straße.
Foto: Getty
Was wir bereits wissen
80.000 Arbeitsstunden und Einsatzkosten in Millionenhöhe: Pegida hat der Polizei in Dresden viel Arbeit gemacht. Die Gewerkschaft zieht Bilanz.

Dresden.. Für die Sicherung der wöchentlichen Pegida-Demonstrationen in Dresden sind bei der Polizei bislang 80.000 Arbeitsstunden angefallen. Die Zahl beziehe sich auf die reinen Einsatzzeiten während der Veranstaltungen, teilte das sächsische Innenministerium mit. Die Vor- und Nachbereitungszeit werde nicht erfasst und müsse noch hinzugerechnet werden. Zur Höhe der entstandenen Kosten machte das Ministerium keine Angaben. Sie würden im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel abgedeckt, hieß es. Eine gesonderte Kostenberechnung erfolge nicht.

Pegida Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Sachsen, Hagen Husgen, verwies in dem Zusammenhang auf das Sächsische Kostenverzeichnis. Demnach komme man auf Gesamtkosten in Höhe von knapp 2,9 Millionen Euro. Husgen warnte vor einer Überbelastung der Beamten. Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) erregten seit Oktober vergangenen Jahres immer wieder auch Gegenprotestes.

Bei den Dresdner Pegida-Kundgebungen kamen häufig auch Bundespolizisten und Beamte aus anderen Bundesländern zum Einsatz. Für deren Unterbringung in Hotels und landeseigenen Unterkünften mussten laut Innenministerium bis Anfang April 222.665 Euro aufgewendet werden. (dpa)