Polizei verstärkt Einsatz gegen Handy am Steuer

An Rhein und Ruhr..  Handy-Nutzer am Steuer müssen künftig in NRW mit konsequenter Verfolgung rechnen. Bei Unfällen mit Personenschäden stellt die Polizei beim Verdacht, dass der Fahrer durch das Telefonieren abgelenkt war, das Handy sicher. Zur Beweissicherung prüfen die Beamten, ob zum Unfallzeitpunkt eine Verbindung bestand. „Wir beobachten eine zunehmende Nutzung von Smartphones beim Fahren“, sagte Innenminister Ralf Jäger (SPD) bei der Vorstellung der Verkehrsunfallbilanz 2014. Bei jedem zehnten Unfall spielte Ablenkung am Steuer eine entscheidende Rolle. Drei Prozent aller Autofahrer telefonieren ständig illegal am Steuer.

Nach ersten Erfolgen mit der schärferen Verfolgung von „Handy-Sündern“ soll die Polizei-Strategie in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft landesweit Standard werden. Telefonieren am Steuer ist laut Jäger genau so gefährlich wie 0,8 Promille Alkohol im Blut. 2014 gab es 144 nachgewiesene Handy-Unfälle in NRW. Insgesamt ist die Zahl der Verkehrstoten in NRW im vergangenen Jahr wieder gestiegen. 520 Menschen fanden den Tod auf den Straßen – 41 mehr als 2013. Gestiegen ist auch die Zahl der Schwerverletzten – um elf Prozent auf 13 490. Bei den Leichtverletzten gab es einen Anstieg um 6,5 Prozent auf 76 761 Personen in NRW.