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Polizei stoppt „Blockupy“ und kesselt Demonstranten ein

03.06.2013 | 00:18 Uhr

Frankfurt. Die Frankfurter Polizei hat ihr Vorgehen bei der Großdemonstration des kapitalismuskritischen Bündnisses Blockupy verteidigt. Der Vorwurf, die Einsatzkräfte hätten zuvor geplant, die Demonstranten einzukesseln, sei völlig aus der Luft gegriffen, sagte Polizeipräsident Achim Thiel.

Der Demonstrationszug, der die Europäische Zentralbank (EZB) zum Ziel hatte, wurde am Samstag durch die Polizeiaktion gestoppt. Insgesamt nahmen nach Polizeiangaben rund 10 000 Menschen an den Protesten gegen die europäische Politik der Sparhaushalte teil, die Veranstalter sprachen von 20 000. Die Demo war als Höhepunkt von zwei Blockupy-Aktionstagen in der Bankenstadt geplant.

Mit einem Großaufgebot hatte die Polizei in der Innenstadt die Hauptkundgebung verhindert und rund 900 Demonstranten stundenlang eingekesselt. Dennoch war es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei wurde nach Polizeiangaben 21 Polizisten und ein Demonstrant verletzt. Blockupy zählte 200 Verletzte, viele litten nach dem Einsatz von Pfefferspray unter Haut- und Augenreizungen. 45 Menschen wurden festgenommen. Das Blockupy-Bündnis warf der Polizei einen „grundlosen Gewalteinsatz“ vor. Die Einkesselung sei eine „bewusste und geplante Eskalation durch die Polizeiführung“ gewesen, sagte eine Sprecherin.

Nach den Worten des Frankfurter Polizeipräsidenten hingegen ließen die „Störer im Schwarzen Block“ den Beamten keine andere Wahl. Sie seien von dem Protestzug getrennt worden, um „den friedlichen Teilnehmern die Fortsetzung des Aufzuges zu ermöglichen“. Blockupy hingegen sprach von einer „vorbereiteten Falle“.

Die mehrtägigen Proteste des Bündnisses richteten sich gegen die Großbanken, die EU-Krisenpolitik, aber auch gegen Abschiebungen und den Fluglärm vom Frankfurter Flughafen. Unter den Demonstranten waren auch zahlreiche Teilnehmer aus Spanien, Italien und Frankreich.



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Kommentare
Kommentare
03.06.2013
21:02
Polizei stoppt „Blockupy“ und kesselt Demonstranten ein
von bloss-keine-Katsche | #3

Ja sind wir denn in Ankara, Moskau oder Peking?

03.06.2013
20:22
Polizei stoppt „Blockupy“ und kesselt Demonstranten ein
von a_ha | #2

Blockupy verkehrt... :(

03.06.2013
12:25
Polizei stoppt „Blockupy“ und kesselt Demonstranten ein
von Werkmeister | #1

3.6.13 3.6.12 Ein Hoch der Occupy / Blockupy -Bewegung, soweit friedlich und gegen den Raubeinkapitalismus gerichtet. Aber nur, soweit diese Bewegung demokratischen Grundregeln folgt, friedlich protestiert, der Allgemeinheit dient und nicht ideologische Zwecke verfolgt. Banken müssen den Menschen dienen, die Umkehrung ist pervers. Diesen Forderungen folgend ist Occupy / Blockupy eine gute Sache. Ein zerstörerischer Virus hat die Berufsgruppe der Banken sippenhaft in Verruf gebracht. Und das nur, weil einige Zocker die Finanzwelt auf den Kopf gestellt und damit unser gesellschaftliches Grundsystem infrage stellen. Ein System, das uns ganzheitlich betrachtet über Jahrzehnte erfolgreich Freiheit, Demokratie und Wohlstand bescherten. Lasst Banken wieder den Menschen dienen. Sollte Occupy / Blockupy dieses Ziel mit seinen Protesten gegen die Abartigkeiten des Raubeinkapitalismus unserer Zeit auf friedliche Weise erreichen, hat es seinen Zweck erfüllt. Wolfgang Werkmeister, Buchautor, Eschbo

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