Polizei fordert Alkoholverbot in Bahnhöfen bundesweit
20.10.2012 | 11:28 Uhr 2012-10-20T11:28:01+0200
Berlin. In Bahnhöfen und in Bussen und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs soll künftig flächendeckend kein Alkohol mehr konsumiert werden. Das fordert die Polizeigewerkschaft GdP und der Deutsche Städtetag. Vorbild ist der Hauptbahnhof Nürnberg. Dort gilt seit diesem Freitag ein Alkoholverbot.
Mit Blick auf das seit Freitag geltende Alkoholverbot im Nürnberger Hauptbahnhof fordern die Gewerkschaft der Polizei (GdP) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund einen bundesweiten Stopp des Alkoholkonsums im öffentlichen Nahverkehr und in Bahnhöfen. "Alkohol ist der Gewaltbeschleuniger Nummer eins und deshalb brauchen wir ein Verbot im gesamten öffentlichen Personennahverkehr", sagte GdP-Chef Bernhard Witthaut der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstagausgabe).
Witthaut sagte weiter: "Je höher die Promillezahl der Anwesenden, desto höher das Risiko einer Gewaltattacke." Dies zeige die Erfahrung der Polizei in Bussen und Bahnen sowie auf Bahnhöfen.
Städtebund-Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte dem Blatt: "Dem Alkoholkonsum im gesamten öffentlichen Personalverkehr muss schleunigst Einhalt geboten werden." Drei von zehn Gewaltdelikten würden unter Alkoholeinfluss begangen. "Die Bürger fühlen sich insbesondere in U- und S-Bahnen von pöbelnden Jugendlichen bedroht, die in dem Verkehrsmittel Alkohol trinken", sagte Landsberg. (dapd)

00:01
Naja, mich stört schon zu sehen, dass alle gestern abend in der Sbahn mit ihrer Pulle offen da gesessen haben... die Bierfahne war zu riechen...
aber mal ehrlich, wenn ja der Alkohol die Leute zur Gewalt treibt
Die Leute müssen ja irgendwie nach Hause kommen; man kann nicht von ihnen erwarten, dass sie sturztrunken den Weg ohne ÖPNV/SPNV nach Hause finden..
Auf den Bahnhöfen und in den Zügen den Konsum zu untersagen wäre m. E. sinnvoll.
18:28
Die Bahn bekommt ja nicht mal ihr so wunderbar propagiertes Rauchverbot in den
Griff, selbst am Bochumer HBF wird lustig überall weiter gequalmt ...
18:26
Na ja, den letzten Pennbruder, den ich morgens um kurz nach 6 Uhr schlafend in der S1
Richtung Essen "fand", konnte man am Geruch schon 2 Abteile vorher wahrnehmen.
Das ist auch in Zukunft nicht verboten. Nur ein alkoholisches Getränk darf er nicht dabei haben. Solange er nicht im Bahnhof oder Zug trinkt, kann er voll sein wie eine Haubitze. Daran sieht man, wie unsinnig diese Forderungen sind...
14:50
Die "Älteren unter uns", zu denen ich auch gehöre, erinnern sich wohl noch ganz gut: Arbeiter, die ihr Feierabendbier in Bus und Bahn trinken? Das war früher ein ganz seltener Anblick. Es gab Trinkhallen, an denen man Bier trinken konnte, und es gab Wirtschaften. Ansonsten hat man seine Bierflasche mit nach Hause genommen. Dort hat man dann sein verdientes Bierchen genossen. Der heutige Zustand ist erst seit gut zehn Jahren so "eingerissen". Und es sind auch jetzt eher Jugendliche, die z.T. schon morgens um elf mit der Bierflasche in die S-Bahn steigen.
14:31
Richtig so, gerade Pikkolo schlürfende Frauenkegelclubs randalieren und lärmen nahezu jedes Wochenende. Die sexuellen Übergriffe erwähne ich erst gar nicht. :-)
14:17
"Polizei fordert Alkoholverbot bundesweit, ausserhalb von Gaststädten und Privaträumen"
So sollte die Forderung, heissen und nicht anders. Da dann dicke Geldbußen drauf und knallhart durchsetzen und unser Land wird um einiges schöner.
Knallhart durchsetzen? Wo sollte denn dafür das Personal herkommen? Wer sollte dies bezahlen?
Außerdem verhindert auch das nicht, dass von Betrunkenen Randale und Gewalt ausgeht. Denn wo sie sich besaufen, spielt dabei letztlich keine Rolle.
Ein wirklich toller Vorschlag...
13:39
Ein Alkoholverbot in Bussen und Straßenbahnen gibt es in vielen Städten schon. Ist doch dort Essen und Trinken, also auch Alkohol, seit längerem verboten. Das ist schon mal nicht Neues.
http://www.derwesten.de/staedte/essen/flaschen-muessen-bei-der-evag-draussen-bleiben-id5017467.html
Dann muß die Gewerkschaft der Polzei und der Städtetag nur noch beantworten, wie ein flächendeckendes Alkoholverbot auf Bahnhöfen von der Bundespolizei durchgesetzt werden soll. Sind doch deren Wachen in vielen Städten nicht mehr am Hauptbahnhof anzutreffen, schon gar nicht auf den Bahnhöfen der Stadtteile - und die Beamten müssen erst umständlich angefordert werden.
Außerdem was gedenken die Verfasser solcher Vorschriften gegen Betrunkene zu tun, die schon hackevoll den Bahnhof erreichen? Die kann man nicht wegen Alkoholkonsums auf dem Bahnhof belangen, sie verursachen aber die gleichen Probleme.
Also ist dies wieder nur ein undurchsetzbares Verbot, dass das Papier nicht wert ist auf dem es steht...
Doch einsprerren mit 100 anderen auch . 3 tage lang bei Wasser und Brot .Und dann muessen sie noch den guten Aufenthalt teuer bezahlen . glaub mirdas wirkt wie ein Wunder
Dazu müßte erstmal die Bundespolizei aus Dortmund anrücken.
Bis die da sind, sind die Betroffenen längst weg...
Die normale (Landes)Polizei hat auf Bahnhöfen nichts zu suchen.
13:32
Wohl kaum jemand geht in den Bahnhof um sich dort zu betrinken...
Und von Leuten, die auf dem Heimweg ihr Feierabendbier trinken, geht ja wohl auch keine Gefahr aus.
Gefährlich sind ggfs. die Leute, die (abends/nachts) schon stark alkoholisiert in den Bahnhof kommen um nach Hause oder sonstwo hin zu fahren, und dann im besoffenen Kopf Ärger machen.
Wie hilft das angedachte Verbot an der Stelle ????
Richtig..
und selbst wenn die "Party-People" mit der Flasche in der Hand reisen, schreitet keiner ein.
Gut zu beobachten in der U-35 von Herne nach Bochum.
Bei der Bogestra gilt schon lange ein Verbot von Speisen und Getränken in den Fahrzeugen.
Wenn man Freitags/Samstags Abends mit der U-35 richtung Bochum fährt, merkt man davon allerdings nichts.
"Wohl kaum jemand geht in den Bahnhof um sich dort zu betrinken..."
Das KANN wohl sein, jedoch, wenn man sich den HBF in Hagen ansieht, geht man VOR den Bahnhof, um sich zu betrinken. Die ganze Hagener Alkoholiker-Szene trifft sich da täglich von morgens bis abends... rain or shine
Machen die Party People in der U35 etwa Ärger? Die fahren bis Rathaus oder Hbf, noch ein Bier günstig bevor es in die nicht mehr ganz so günstigen Läden geht. Wo ist das Problem.
13:31
In London ist das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit (und damit sind natürlich auch Bahnhöfe gemeint) schon lange verboten, Verstösse werden rigoros geahndet. Wer in St Pancras, Victoria, Paddington oder Liverpool Street Bier oder Schnaps trinken möchte, geht halt in den Pub, von denen es in jedem der genannten Bahnhöfe gleich mehrere gibt.
Vorbildlich!
13:19
Ich fordere ein Verbot von immer neuen Verboten unter den ewig gleichen Deckmäntelchen Ordung, Gesundheit, Kinder.
Wir können uns bald "Gulag Deutschland" nennen.