Gesellschaft
Platzeck fordert Aussöhnung mit früheren SED-Kadern
31.10.2009 | 23:36 Uhr 2009-10-31T23:36:00+0100Potsdam. Brandenburgs Ministerpräsident plädiert 20 Jahre nach dem Fall der Mauer für einen neuen Umgang mit den ehemaligen Stützen der DDR. Es gebt noch zuviele "Barrieren und Spaltungen" in der deutschen Gesellschaft
Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat 20 Jahre nach dem Mauerfall einen neuen Umgang mit früheren SED-Anhängern gefordert. «Zwei Jahrzehnte nach dem revolutionären Umbruch in der DDR müssen wir in Deutschland endlich anfangen, es mit dem überfälligen Prozess der Versöhnung wirklich ernst zu meinen», schreibt Platzeck in einem Beitrag für das Hamburger Nachrichtenmagazin «Der Spiegel», wie es in einer am Samstag vorab verbreiteten Mitteilung heißt.
Quer durch die ostdeutsche Gesellschaft ziehe sich «auch nach 20 Jahren noch immer - und sogar wieder zunehmend - ein ungesunder Riss», fügt der SPD-Politiker hinzu. «Barrieren wurden wieder aufgerichtet, Spaltungen haben sich verfestigt.»
Vorbild Kurt Schumacher
Als Beispiel für gelungene Integrationsbemühungen lobt der Ministerpräsident ausdrücklich versöhnliche Gesten des früheren SPD-Vorsitzenden Kurt Schumacher gegenüber Mitgliedern der Waffen-SS. Schumacher, der fast zehn Jahre lang KZ-Häftling war, hatte 1951 einen versöhnlichen Umgang mit den überlebenden Mitgliedern der Waffen-SS als «menschliche und staatsbürgerliche Notwendigkeit» bezeichnet.
Der seit 1990 vereinigten Bundesrepublik sei im Vergleich zum Westdeutschland der Nachkriegszeit «zwar eine bemerkenswerte, richtige und bessere Aufarbeitungsleistung gelungen», schreibt Platzeck, «eine vergleichbare Integrationsleistung jedoch nicht».
Platzeck will in Brandenburg eine Koalition aus SPD und Linke bilden. (ddp)

14:36
Will man die Mitarbeiter der Stasi in der Linkspartei ermitteln sollte man alle ehemaligen PDS Mitglieder durchleuchten. Ich glaube da kommt ein überraschendes Ergebnis heraus.
Denn diese Partei diente doch der Stasi und Ihren Spitzeln als Unterschlupf. Nur keiner hat das so richtig erkannt oder will das erkennen.
So werden wir nicht nur demnächst von Islamisten regiert sondern auch von der alten Stasi.
Na herzlichen Glückwunsch und das haben wir dann Herrn Platzeck und der SPD zu verdanken.
Wähler werdet wach bevor es zu Spät ist.
07:52
Man fast es nicht!!!!
Da will jemand (SPD) diese Stasibande hoffähig machen! Abartig!
00:04
@ I. Pohlmann
So Unrecht hat doch Onkel Klaus nicht , aber sie als sPD Mitglied sehen das natürlich anders
00:01
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:59
Wozu die Aufregung. Die Spitzenfunktionäre waren uralt und sind tot oder in Rente. Ein paar kleine Fische und Mitläufer sind 20 Jahre später übrig geblieben. Mehr als ein Dutzend sind es nicht.
19:12
@Onkel Klaus
Halten Sie den Kopf mal in den Wind. Sauerstoff hat beim Denken noch nie geschadet.
19:11
@39
Wieviel Ost-Blockflöten sind den noch in hohen Ämtern der CDU? Eine ist sogar Bundesangie! Mit denen macht man Politik?
17:27
Mich wundert es immer wieder, wie salonfähig die Linken im Laufe der Zeit gemacht wurden!!Vergesst bitte nicht, dass in dieser Partei immer noch Leute politisch agieren, die anderen Menschen während der DDR Zeit unsägliches Leid angetan haben.Mit solchen Leuten macht man keine Politik!
15:48
Wann findet denn die Aussöhnung der SPD mit der NPD statt?
11:15
Man sieht wieder einmal wie der Deutsche Michel denkt.
Mit wie vielen Nazis von Adenauer unterstützt die Bundesrepublik regiert haben und ein Ministerpräsident einen NAZI-Richter seine Absolution erteil hat, ist ja nicht so schlimm.
http://de.wikinews.org/wiki/Baden-W%C3%BCrttembergs_Ministerpr%C3%A4sident_Oettinger_wegen_Filbinger-Trauerrede_in_der_Kritik
http://www.wsws.org/de/2006/jun2006/eich-j28.shtml