Piusbrüder fühlen sich "falsch verstanden"
04.07.2009 | 15:38 Uhr 2009-07-04T15:38:00+0200Stuttgart. Die katholische Piusbruderschaft hat mit Unverständnis auf die heftige Kritik an ihrem NS-Vergleich reagiert. Der deutsche Distriktobere der Gemeinschaft, Pater Franz Schmidberger, verteidigte im Internet den umstrittenen Aufruf zum "friedlichen" Protest gegen den Christopher Street Day.
Die traditionalistische Piusbruderschaft hat mit Unverständnis auf die heftige Kritik an ihrem NS-Vergleich reagiert. Der deutsche Distriktobere der Gemeinschaft, Pater Franz Schmidberger, verteidigte auf der Internetseite der Piusbrüder den umstrittenen Aufruf zum «friedlichen» Protest gegen den Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart und beklagte eine «Falschauslegung» des Textes.
NS-Vergleich sei "vollkommen falsch verstanden worden"
«Wir stellen fest, dass unsere Erwähnung des NS-Unrechts vollkommen falsch verstanden wurde. Wir haben weder der Absicht noch den Tatsachen nach den CSD mit dem NS-Unrechtsregime gleichgesetzt», betonte der oberste deutsche Piusbruder. Die Bruderschaft weise aber darauf hin, «dass nach christlicher Sittennorm das Anliegen des CSD unmoralisch ist».
Die Traditionalisten hatten in der neuen Ausgabe ihres «Mitteilungsblatts» in der Rubrik «Untergang des Abendlandes» zum Protest gegen den «perversen» CSD aufgerufen. In dem Text heißt es unter anderem: «Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: 'Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!'. Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!» Die CSD-Veranstalter stellten am Donnerstag Strafanzeige gegen den Autor des Textes, der Grünen-Politiker Volker Beck regte eine Beobachtung der Gemeinschaft durch den Verfassungsschutz an, die Diözese Rottenburg-Stuttgart distanzierte sich umgehend von dem Aufruf.
CSD ist Verstoß gegen die "sittliche Ordnung"
Schmidberger verteidigte den Text: «Um alle Katholiken anzuspornen, wurde auf das Vorbild derjenigen Männer und Frauen verwiesen, die in den Jahren des Nationalsozialismus gegen die himmelschreienden Sünden gegen das fünfte Gebot Gottes ihre Stimme erhoben haben, auch unter dem Risiko für das eigene Leben.» Katholiken seien immer aufgefordert, ihre Stimme zu erheben, «nicht erst dann, wenn totalitäre Regime die Menschenwürde systematisch missachten, sondern auch dann, wenn Interessengruppen öffentlich gegen die sittliche Ordnung aufstehen». (ddp)

22:20
#10 von M[ohamme]daner [?]
Zitat: Die Bibel und derChristentum rufen zum MORD auf.
Wo bitte rufen Christen (ich rede von Menschen, die sich an die Lehren Jesu Christi, also auch an die sog. Bergpredigt halten) zum Mord auf? Ist es aus Ihrer Sicht gleichbedeutend mit Mord, eine, wenn auch abweichende, Meinung zu sagen?
Zu den gewalttätigen Zitaten aus der Bibel ist zu sagen, daß diese im Kontext des mosaischen Gesetzes stehen, das den Übertritt mit dem Tode ahndete. Im Christentum ist dieser Tod stellvertretend durch Jesus Christus erlitten worden. Christus bringt Vergebung und nicht Rache. Im Übrigen ist es eindeutig, daß die einschlägigen Verbote NICHT (wenigstens nicht ausschließlich) im Zusammenhang mit Sklaverei, Vergewaltigung o. a. stehen. Hier geht es um die Sache an sich. Die Bibel sieht homosexuelle Praktiken AN SICH als widernatürlich an. Sonst hätte sich u. a. Paulus im Brief an die Römer (1. 18ff) nicht so eindeutig in dieser Frage geäußert. Man mag nun dafür oder dagegen sein - das ändert nichts an der Sache. Das wird auch durch Diffamierung nicht anders.
Es ist also notwendig, wenn wir Aussagen zur Bibel machen wollen, über die Zusammenhänge insgesamt Bescheid zu wissen.
Neben der Lektüre des Duden zur Aufbesserung Ihrer Kenntnisse der deutschen Orthographie bzw. Grammatik sollten Sie Sich daher - eventuell - mal auch der Lektüre des Neuen Testamentes befleißigen, bevor Sie hier einen solchen Unfug verzapfen.
21:15
Diese Jungs lassen sich nicht so verscheissern
wie der Rest der christlichen Welt.
19:23
Die Bibel und derChristentum rufen zum MORD auf..Wo ist denn mein Freund A.S. der ständig zum Stop der ************* aufruft.Danke für die gewalttätigen Zitate aus der Bibel.
19:03
«Wie stolz sind wir, wenn wir in einem Geschichtsbuch lesen, dass es im Dritten Reich mutige Katholiken gab, die sagten: Wir machen diesen Wahnsinn nicht mit!. Ebenso muss es heute wieder mutige Katholiken geben!»
Hoffen wir, dass die Zahl der mutigen Katholiken heute ebenso übersichtlich ist, wie damals...
21:31
welche,
Mafia ähnliche Kirchen in Deutschland aber auch geduldet werden..?
20:26
Das ist aber auch eine Krux, liebe Piusgebrüder, das ihr aber auch immer missverstanden werdet...
17:47
Ausgerechnet die selbsterenannten Tugendwächter müssen die morlainsaure Keule schwingen. Als ob es pädophile Pfarrer, geile Mönche in Klöster und lesbische Nonnen nie gegeben hätte.
Übrigens: Wer die Bibel hier zitiert, sollte eines bitte wissen: Diese Teste stammen aus einer Zeit, in der Sklaven gehalten wurden. Diese wurden oft auch sexuell missbraucht.
In einem solchen Kontext gesehen, haben die hier hier zitierten Textpassagen aus der Bibel eine völlig andere Aussage! Es geht um Vergewaltigung versklavter Menschen. Nicht aber um wirkliche Liebe auch unter Gleichgeschlechtlichen.
Zu guter letzt: Der Klerus hat als letzter das Recht, sich moralisch zu entrüsten. Die Exzesse - selbst im Vatikan - sind geschichtlich bewiesen. Dagegen ist der CDS eine Demonstration. Und keine Ausschweifung ala Kleurs im frühen Mittelalter.
15:56
Die einzigen, die hier nix verstehen, sind die Piusbrüder. Der Rest versteht das schon ganz richtig. Denn niemand muss „diesen Wahnsinn“ mitmachen. Nicht mal zuschauen. Die Piusbrüder können ja während des CSD-Umzuges einfach in ihren Hütten bleiben und beten.
Es gibt nicht „die sittliche Ordnung“! Und wenn, ist sie schon längst nicht mehr katholisch.
Das nennt sich anders auch „pluralistische Gesellschaft“. Davon – und was das bedeutet – scheinen die Piusbrüder noch nie gehört zu haben.
Ich bin weiterhin (auch) der Meinung, dass der Vergleich mit dem Aufstehen gegen das Naziregime unlauter ist.
Muss man tatsächlich den Piusbrüdern erläutern, dass es bei den Nazis um Verfolgung und Vernichtung von Menschen, die ihnen nicht passten, allen voran die juden ging und nicht um Umzüge, die nach manchen Moralvorstellungen irgendwie „unaständig“ sind?
Dem Naziregime konnte man sich als Deutscher nicht oder nur durch Verlust sämtlicher Dinge, die menschliches Leben ausmachen, nur um sein nacktes Leben zu retten., entziehen. Ob man als Soldat für die Ostfront eingezogen wurde oder anders.
Beim CSD muss man einfach nur in diesem Moment nicht da hin gehen, wo die sind.
Und so sind nicht die Homosexuellen obszön, sondern höchstens der Vergleich der Piusbrüder.
Und zum Abschluss möchte ich Herrn Schmidbauer fragen, ob er auch Stolz darauf ist, dass Katholiken Menschen nur aufgrund ihrer ihnen nicht genehmen sexuellen Orientierung jahrhundertelang ausgegrenzt und „zur Not“ verfolgt haben.
Oder zB auf seine „lieben Katholikenkollegen“ in Irland, die nun mit dem Skandal leben müssen, in den 50iger bis in die 80iger Jahre letztes Jahrhundert zigtausende Heimkinder in den Heimen, die sie betrieben, tw schwerstens missbraucht und misshandelt zu haben.
Alles völlig ungesühnte Verbrechen (in Deutschland gibt es übrigens auch eine ähnliche Untersuchung zu den machenschaften, die sich zu gleichen Zeit in deutschen, auch katholischen Heimen abgespielt haben.
Komisch! Da sind die Piusbrüder nicht aufgestanden gegen den Verfall der sittlichen Ordnung.
15:54
@3 - na ja, wenn das so strikt befolgt werden würde (insb. 3Mo 20,13), hätten wir wohl ne ganze Menge katholische Führungskräfte weniger ...
15:44
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