Piusbruderschaft weiht Priester trotz Verbots aus Rom
27.06.2009 | 14:38 Uhr 2009-06-27T14:38:00+0200Zaitzkofen. Trotz Verbots des Vatikans hat die erzkonservative Piusbruderschaft am Samstag drei Männer zu Priestern geweiht. Das vatikanische Presseamt hatte die Priesterweihen der Piusbruderschaft als «unrechtmäßig» bezeichnet.
Gegen den Widerstand des Vatikans hat die erzkonservative Piusbruderschaft drei Männer im bayerischen Zaitzkofen zu Priestern geweiht. Der spanische Bischof Alfonso de Galarreta spendete die Weihe am Samstag nach vorkonziliarem, in lateinischer Sprache gefeierten Ritus einem Schweden, einem Polen und einem Schweizer.
An der dreistündigen Zeremonie im Garten des Priesterseminars Herz Jesu nahmen 1.200 Menschen teil, darunter auch das Oberhaupt der Traditionalisten, Bischof Bernard Fellay. Die Piusbruderschaft räumte am Samstag zwar ein, dass die Priesterweihen kirchenrechtlich nicht zulässig seien. Von einem Weiheverbot des Papstes wollen die Traditionalisten allerdings nichts wissen. Benedikt XVI. habe in Gesprächen mit ihnen Verständnis für sie ausgedrückt.
«Weihen sind für uns so wichtig wie die Luft zum Atmen, wenn wir nicht mehr weihen dürften, wäre das der Todesstoß für uns, der Papst versteht das», sagte der deutsche Medienbeauftragte der Piusbruderschaft, Pater Andreas Steiner, in Zaitzkofen. «Wir wollen die Bischöfe nicht angreifen, wir weihen die Priester ja für die katholische Kirche.»
Ein «entsetzlicher Notstand» rechtfertige die Weihen, sagte Steiner. Mitglieder- und Priesterschwund bedrohe die katholische Kirche. «Die Kirche blutet aus.» Deutschland sei zu einem «Missionsland» verkommen.
"Gewisse Borniertheit"
Benedikt XVI. hat die Exkommunikation von vier Piusbischöfen zurückgenommen, allerdings stellte der Vatikan klar, dass Priesterweihen der Piusbrüder nach wie vor illegitim seien. Solange die Bruderschaft keine kanonische Stellung in der Kirche habe, übten auch ihre Amtsträger keine rechtmäßigen Ämter in der Kirche aus.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hatte die Weihen als «Affront gegen die Einheit der Kirche» bezeichnet. Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller, in dessen Diözese Zaitzkofen liegt, rügte das Festhalten der Piusbrüder an den Weihen als «Akt der Widerspenstigkeit und einer gewissen Borniertheit.»
Die Piusbrüder wollen die Weihen nicht als Akt der Rebellion oder Provokation verstanden wissen. Sie fühlen sich von den deutschen Bischöfen in die Enge gedrängt. «Wir bedauern die Emotionalisierung der öffentlichen Diskussion über die Priesterbruderschaft St. Pius X. und auch dieser Priesterweihen», sagte der Regens des Zaitzkofener Priesterseminars, Pater Stefan Frey, zu Beginn der Messe. «Wir bedauern die verbale Ausgrenzung, die wir in diesen Tagen massiv von seiten mehrerer deutscher Bischöfe erfahren.»
Die Piusbruderschaft betreibt seit 1978 ein Priesterseminar in Zaitzkofen. Die ersten Weihen wurden 1981 gespendet, nach Angaben der Gemeinschaft wurden dort inzwischen 108 Priester geweiht.
In den vergangenen Wochen hatte die Bruderschaft schon mehrfach den Vatikan und die Amtskirche in Deutschland provoziert. So wurde vor drei Wochen in Fulda eine Kapelle geweiht. Zudem wurden am vergangenen Wochenende in den USA 13 Männer zu Priestern geweiht, im Mai hatte Fellay in Frankreich eine Priester geweiht.

10:22
Natürlich heißt es nicht schul sondern schwul,sorry.
10:21
Endlich einmal eine christliche Gemeinschaft,die sagt was Sache ist.Diese Perversion,diese Abart der Menschlichkeit,gehört durch ein Gesetz schnellstens verboten.Dieser amerikanische CSD-Mist zeigt doch,wie primitiv der Mensch doch ist.Man kann ja schul sein.Niemand sollte etwas dagegen haben,aber solche Veranstaltungen sind eine Gefahr für Kinder.Diese Zurschaustellung der Abartigkeit gefährden den Entwicklungsprozess der Kleinen.
18:11
Papst Benedikt – ein zahnloser Tiger!
Die harmlosen Appelle der deutschen Bischöfe, den Bogen nicht zu überspannen und die konsequenzenlose Erklärung des Vatikans, dass die Priesterweihen bei den Piusbrüdern aus der Sicht der katholischen Kirche nach wie vor illegitim seien , verstehen die Piusbrüder als Freibrief, ihr Verständnis von der aus ihrer Perspektive wahren Kirche allen Katholiken aufzudrängen. Sie lassen keine Gelegenheit aus zu beteuern: Seht, der Pontifex steht doch hinter uns, Rom hat uns die Weihen nicht ausdrücklich untersagt!
Die Pius-Bruderschaft vertritt die Auffassung, dass der Vatikan ihr Priesterweihen nach der Aufhebung der Exkommunikation nicht untersagt habe. Solange die Piusbrüder eine solche Auffassung ohne klaren vatikanischen Widerspruch verbreiten dürfen, machen sie den gegenwärtigen Papst zum Spielball ihrer Ideologie und erniedrigen ihn zu einer Karikatur.
Jetzt rächt es sich, dass Benedikt den Lefebvre-Bischöfen ohne Vorbedingung entgegengekommen ist. Er befreite sie von der Strafe der Exkommunikation, ohne von ihnen die verbindliche Zusage zu verlangen, voll zu den Beschlüssen des Zweiten Vatikanischen Konzils zu stehen.
Die Priesterweihe in Zaitzkofen ist ein deutliches Beispiel dafür, dass ein fehlender klarer Abgrenzungskurs des Papstes den Piusbrüdern immer wieder die Möglichkeiten gibt, den Papst öffentlich vorzuführen. – Mittlerweile agiert der Papst nicht mehr, sondern er reagiert nur noch. Der Attentismus des Papstes gegenüber den Piusbrüdern nährt die Zweifel an einem uneingeschränkten Ja von Benedikt XVI. zu allen(!) Konzilstexten ( vgl. Gaudium et spes, Liturgiekonstitution, u.a.) .
Benedikts Frage, ob der Kirche eine Gemeinschaft gleichgültig sein könne, in der es „491 Priester, 215 Seminaristen, sechs Seminare, 88 Schulen, 117 Brüder und 164 Schwestern“ gibt, gibt Anlass zu der Schlussfolgerung, dass es ihm um die Einheit wenn nicht unbedingt um jeden, aber doch zu einem gewissen Preis geht. Selbst wenn diese Gemeinschaft einem reaktionären Katholizismus verhaftet ist.
Solange der Papst sich weigert, zur Kenntnis zu nehmen, dass die das 2. Vatikanische Konzil nicht anerkennenden Vertreter der Piusbruderschaft Fundamentalisten sind, die mit Inquisitionsmethoden und nackter Gewalt die Menschen entmündigen wollen, nur um den von ihnen definierten Heilswillen den Menschen aufzuoktroyieren, macht er sich indirekt mitschuldig an einer von vielen Katholiken empfundenen unerträglichen Misere, die das Zentrum der katholischen Kirche in den Abgrund zu reißen droht.
Es würde mich nicht wundern, wenn nach der Priesterweihe in Zaitzkofen zum Papstverhalten gegenüber den Piusbrüdern der für das Kirchenoberhaupt vernichtende Satz fiele : Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet.
Paul Haverkamp, Lingen
09:19
Diese Piusbrüder wollen es wohl letztlich nicht anders.
Diese Sekte sollte endgültig den Stuhl vor die Tür gestellt bekommen.
Der Vatikan sollte nicht noch länger warten.
19:13
Und die ewig gestrigen sterben nicht aus....
16:55
selig sind die... na, ihr wisst schon.
15:21
@4:
Die Christen waren doch vor den Nazis da... Muß da nicht Christen in Nazigewändern heißen? Jeder Nazi ist schließlich ein Christ und... Naja ^^
15:11
Armes Deutschland.Nazis in Christengewändern...
14:52
Religion is the root of all evil!
14:16
Und das alles im Namen Gottes! Alles nur Menschenwerk. Wer etwas anderes behauptet lügt, oder ist geistig verblendet!!