Piraten warnen vor Disco-Sterben wegen höherer Gema-Gebühr
31.05.2012 | 11:10 Uhr 2012-05-31T11:10:00+0200
Berlin. Die Piraten geißeln die erhöhten Gema-Gebühren für Musikclubs als „unverhältnismäßig“. Die Partei fürchtet ein Disco-Sterben. Zudem müssten Clubbesucher die Zeche zahlen, wenn die Eintrittspreise steigen würden.
Die Piratenpartei befürchtet ein Sterben von Musikclubs und Diskotheken durch geänderte Tarife der Rechteverwertungsgesellschaft Gema. Je nach Club stiegen die Gebühren zu Beginn des nächsten Jahres um 400 bis 2.000 Prozent, sagte der Urheberrechtsexperte der Piraten, Bruno Kramm, am Donnerstag in Berlin. Die Gema betreibe eine „unverhältnismäßige Forderungspolitik“, deren Zeche bald Diskobesucher durch höhere Eintrittspreise zahlen müssten.
Kramm sagte, auch wenn die neue Gebührenordnung wieder gekippt werde, müssten die Betreiber von Clubs und Kneipen die höhere Gebühr auf einem Sperrkonto hinterlegen. „Ein Prozedere, das viele Clubs und Musikkneipen bereits im Januar zwingen wird, die Pforten zu schließen“, kritisierte Kramm.
Vergangene Woche hatten sich 600 Musikspielstätten im Verband LiveKomm zusammengeschlossen, auch um sich gegen höhere Gema-Gebühren zu wehren. (dapd)

12:56
hat sich die GEMA nicht auch um die Lizensierung ( und Bezahlung ) der Noten für Kinderlieder in Kitas beliebt gemacht ?
wieso gibts keinen Multimedia Unterricht in deutschen Schulen ? Weil die TV.Tuner ausgebaut werden müssen !!
wieso gibts keine Musik-berieselung in Shops und Veranstaltungen ? weil es nicht zu bezahlen ist !
wieso gibts für "deutsche" Internet-User keine videos auf youtube ? weil die Rechte-Inhaber sich durch einen Monopol-Verein selbst in den A**llerwertesten treten lassen !
GEMA bloß weg damit!!
12:25
Die GEMA mag ja tatsächlich etwas für die in ihr organisierten Künstler tun wollen, so wird sie jedoch das Gegenteil erreichen. Ohnehin vertritt sie nicht alle Musiker, sondern nur die, die es sich leisten können. Wie mir ein Diskothekenbetreiber erklärte, sind die neuen Tarife viel zu unflexibel und bedeuten für viele mittlere Betriebe unweigerlich das Aus, während lediglich ein paar kleinere Veranstalter ein wenig entlastet werden. Eine Weitergabe über die Eintrittspreise ist nur bedingt möglich, für unbekanntere bands wird es so auch nicht leichter an Live-Auftritte zu kommen, im Gegenteil.
Die GEMA hat es schlichtweg verschlafen, rechtzeitig moderne Gebührenstrukturen zu schaffen und sich selbst zu entschlacken, schließlich - das nicht zu vergessen - zweigt sie sich selbst von allen Gebühren das Mehrfache von dem ab, was etwa die Krankenkassen an Verwaltungskosten veranschlagen, ob das im Sinne der Künstler ist? Und nun möchte sie auch noch bei USB-Sticks abkassieren? LOL