Piraten-Politikerin lässt Gratis-Verbreitung ihres Buches verbieten
19.09.2012 | 11:20 Uhr 2012-09-19T11:20:20+0200
Berlin. Freies Kopieren von Musik und Büchern im Internet - dafür setzt sich die Piraten-Partei ein. Doch für eigene Bücher gilt das offenbar nicht. Die Piraten-Politikerin Julia Schramm zumindest findet es richtig, dass ihr Verlag die kostenlose Verbreitung ihres Buchs "Klick mich" im Netz verhinderte.
Trotz negativer Reaktionen bleibt die Piraten-Politikerin Julia Schramm dabei: Ihr Buch "Klick mich" wird nicht mehr frei im Internet verfügbar sein. Das Vorgehen ihres Verlags gegen illegale Kopien des Buches im Internet sei richtig, sagte sie der Zeitung "Die Welt". Dass viele Internetnutzer das nicht verstünden, habe sie erwartet, sagte Schramm weiter. "Die Entstehung und die Vermarktung des Buches ist für viele problematisch."
"Klick mich" handelt vom Leben der Piraten-Politikerin im und mit dem Internet. Kurz nach der Buchveröffentlichung am Montag war im Internet eine Kopie aufgetaucht. Die Datei wurde bei dem Dienst Dropbox, der Speicherplatz anbietet, eingestellt. Von dort konnte jeder das Buch kostenlos herunterladen, der Link dazu wurde über soziale Netzwerke verbreitet. Schramms Verlag ließ die Kopie schnell sperren - obwohl sich die Piratenpartei und Schramm eigentlich für ein Recht auf kostenlose Privatkopien von urheberrechtlich geschützten Werken einsetzen.
"Gelbe Karte" für Privatnutzer
Verleger Wolfgang Ferchl sagte, der Knaus Verlag werde auch weiterhin gegen illegale Kopien des Buches vorgehen. Privatnutzer sollten jedoch zunächst auf ihr Fehlverhalten hingewiesen werden und erst bei wiederholten Verstößen Post vom Anwalt bekommen. Diese Version einer "gelben Karte" unterstützt auch Schramm. "Das ist ein konstruktiver Vorschlag, wie es in der festgefahrenen Urheberrechtsdebatte weitergehen kann", sagte sie der "Welt" . Wie mögliche wiederholte Verstöße kontrolliert werden sollen, erläuterte sie nicht.

02:18
Wasser predigen und Wein saufen haben die Piraten ja schnell gelernt. Ihr könntet Euch gut mit Oskar, Gregor, Sara und Konsorten zusammentun.
23:40
Irgendwie verfestigt sich das Bild der Partei:
Keine Lust zum Arbeiten, keine Ahnung also schnell in die Partei. Es könnte ja Parlamentssitze geben.
Ideale gab es in der Gründerphase. Jetzt geht es nur noch um die Töpfe.
Statt des Piratentuchs könnte jetzt auch die Ausgehuniform für das Kapitäns-Dinner herausgeholt werden.
Was haben die Leute nur alle viel Zeit, Bücher zu schreiben. Oder sind die Bücher so inhaltsarm, dass das an einem langen Abend geht?
19:18
das keiner braucht.Die Partei braucht keiner, die "Dame" aus dem Parteivorstand auch nicht.
Spiegel online schreibt zum Buch:
"Der Kollege aus dem Kulturressort winkt ab. Er hat die ersten hundert Seiten gelesen. "Ist nichts für uns. Das ist Schülerzeitung, da lese ich Bettina Wulff noch lieber." Das Problem: Schramm, Jahrgang 1985, weiß nichts zu erzählen und interessiert sich offensichtlich nicht im geringsten für ihre Leser - in dieser Kombination eher ungünstige Voraussetzungen.An einer Stelle fragt sich eine der schrammschen Scheinidentitäten, ob ihr Geschreibsel nicht "ein Haufen neurotischer und trivialer Faselmorast" sei. Das kann hiermit festgestellt werden."
Nun hat der Verlag wohl gesehen, was alles bei einer anderen Buchveröffentlichung gelaufen ist und gedacht, das schaffen wir auch. Irgendwie müssen die 100.000 Euro Vorschuss wieder reinkommen.
Wie wäre es mit einer anderen Verkaufsstrategie: gedruckt auf 3-lagigem Papier gerollt - wird sicher ein Hit. ;-)
18:38
Warum sich über ein Buch aufregen, was wohl kein Nobelpreis der Literatur gewinnen wird?
18:08
... durchschaut haben,können wir ja endlich wieder die wählen,
die wir eben noch für Verbrecher gehalten haben.Ich habs immer schon
gesagt-kein Politiker ist so blöd,wie der Wähler.
Kein Wunder,daß sich hier nichts ändert.
13:38
»Überrascht haben Schramm die heftigen Reaktionen aber nicht: "Ich finde es sehr erwartbar und eigentlich traurig, was jetzt passiert. Das ist eine Provokation, es geht nur darum mich vorzuführen, jetzt krakeelt eben wieder der Mob", sagte Schramm zu Süddeutsche.de.
[...]
Auch Schramm selbst hatte sich in der Vergangenheit mehrfach kritisch zum Urheberrecht geäußert. Wie Spiegel Online berichtet, hatte die Piratin das Urheberrecht in einem Podcast als "ekelhaft" bezeichnet. Noch im Mai hatte Schramm in einem offenen Brief dem Musiker Sven Regner und Tatort-Autoren, die sich für das Urheberrecht starkmachen, gewarnt: "Lassen Sie mich Ihnen vorweg sagen: Sie werden den Kampf verlieren. So oder so."«
http://www.sueddeutsche.de/digital/promi-piratin-schramm-und-das-urheberrecht-jetzt-krakeelt-wieder-der-mob-1.1470935
13:30
Kaum in einem Landesparlament, schon sind sie etabliert und machen alles genauso wie die anderen Politiker...
13:14
Werden die Piraten den Redakteuren wieder zu stark? Gegen größeres Unwissen kann das Programm der Piratenpartei weiterhelfen. Dort ist nachzulesen, was unter Netzfreiheit und Informationsfreiheit zu verstehen ist. Von Gratis-Verbeitungen ist dort nicht wirklich die Rede. Erst informieren und dann schreiben.
Eine gute Idee. Sollten Sie vielleicht auch mal machen. In dem offiziellen Parteiprogramm finde ich folgenden Satz:
"Daher fordern wir, das nichtkommerzielle Kopieren, Zugänglichmachen, Speichern und Nutzen von Werken nicht nur zu legalisieren, sondern explizit zu fördern, ..."
(http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm)
Wie man dann behaupten kann, daß von Gratis-Verbreitung keine Rede sei, ist mir vollkommen schleierhaft. Seit Monaten stelle ich die Frage, wie die Künstler bei einer Urheberrechtsreform unter oben genannter Prämisse entlohnt werden sollen. Bisher habe ich darauf keine Antwort erhalten. Aber es ist schon lustig zu sehen, daß die Mitglieder der "Piraten" dies offenbar nur bemerken, wenn es um ihre eigenen Werke geht.
Das Ganze fällt für mich unter die Rubrik "Wasser predigen und Wein saufen."
12:36
... als wären die Piraten im Establishment angekommen :-))
Jetzt fehlen nur noch ein paar hochdotierte Beraterverträge mit der Musikindustrie usw. , und die Piraten sind nach interner Klopperei um die lukrativsten Pöstchen, entgültig reif für die politische Tonne.
Ich habe noch nie eine Partei gesehen, die sich dermaßen schnell moralisch bis auf die Grundfesten demontiert hat. Selbst die GRÜNEN haben dafür ein paar Jahre gebraucht.
Es wird immer deutlicher, welche wahren Absichten hinter den politischen Zielen der Piraten steckt: purer, reiner Egoismus. "Mir das Meiste, und das mit allen Mitteln".
Wie sollte es auch anders sein?
12:25
Es ist schön zu sehen, dass immer mehr Menschen feststellen, dass dieser ganze Piraten-Haufen nur aus heißer Luft besteht. So lange es um ihren persönlichen Vorteil geht, laufen sie in eine Richtung, ansonsten ...
Woraus besteht denn die Einheitspartei CDUSPDFDPGrüne? Bei welchem Politiker dieser Parteien geht es nicht um den eigenen Vorteil. Es ist sogar noch schlimmer. Den Lobby-Politikern dieser Einheitspartei geht es in erster Linie um die Vorteile ihrer Sponsoren.
Die Einheitspartei kann man selbstverständlich in die Tonne kloppen - was aber die Piraten auch nicht viel besser macht . War ein netter Versuch ,immerhin.
@MisterB
Es geht hier aber nicht um CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne oder irgendeine andere Partei.
Hier geht es nur um die "Piraten" und um deren Umgang mit ihren eigenen Forderungen nach dem freien Kopieren von Internetinhalten. Und das ist schon ziemlich lustig.