Parteichef Ernst hadert mit Querelen der Linken
01.10.2011 | 15:06 Uhr 2011-10-01T15:06:02+0200
Wetzlar. Beim Landesparteitag der Linken in Hessen hat Bundesparteichef Ernst seine Partei zu neuer Geschlossenheit aufgefordert. Die Querelen der jüngsten Vergangenheit seien „Unfug“ und müssten „aufhören“.
Der Bundesvorsitzende der Linken, Klaus Ernst, hat den Zustand seiner Partei beklagt. Beim Landesparteitag der hessischen Linken am Samstag in Wetzlar sagte Ernst: „Von einer geschlossenen Partei sind wir himmelweit entfernt.“ Es gebe permanente Querelen. Außerdem habe die Linke nicht immer die richtigen Themen, fügte Ernst mit Blick auf Debatten über Antisemitismus und den Mauerbau hinzu.
„Selbstverständlich wurden Fehler gemacht, auch von der Führung “, gestand der Parteichef ein. Die Linke präsentiere sich, „als würde die Firma Müller-Milch im Fernsehen auftreten und sagen: Unsere Milch ist sauer“. Die Partei müsse „aufhören mit diesem Unfug“.
Inhaltlich werde die Linkei aber dringender denn je gebraucht, fügte Ernst hinzu und nannte den Widerstand gegen das Euro-Rettungspaket in der vergangenen Woche als Beispiel. Es gehe dabei aber nicht um Hilfe für Europa und seine Bürger, sondern ausschließlich für die Banken, kritisierte der Parteichef. Außerdem werde in der Debatte dem Nationalismus Vorschub geleistet. Tatsächlich seien aber „Banken unter gesellschaftlicher Kontrolle“ erforderlich. „Sie müssen vergesellschaftet werden“, fügte Ernst hinzu.
Linke ruft zu Protest vor Deutscher Bank auf
Der Parteivorstand rief zu einer Konferenz und einer Demonstration gegen bankenfreundliche Politik Mitte November in Frankfurt am Main auf. „Wir brauchen eine Streitmacht vor der Deutschen Bank“, forderte der hessische Parteivorsitzende Ulrich Wilken.
Bis Sonntag debattieren in Wetzlar gut 200 Delegierte über Bundes- und Landespolitik. Im Leitantrag des Landesvorstands heißt es: „Wir wollen öffentliches Eigentum ausweiten, um allen eine gemeinsame Teilhabe zu ermöglichen und um demokratische Entscheidungsprozesse zu stärken.“ Zahlreiche weitere Anträge befassen sich mit dem Entwurf zum Bundesprogramm der Linken, das die Partei in drei Wochen in Erfurt beschließen will.
Scharfe Kritik an der Linken äußerte aus Anlass des Parteitags der Generalsekretär der hessischen CDU, Peter Beuth. „Die Linksextremen gefährden Wohlstand und Demokratie in unserem Land“, kommentierte er. Wer dem Frankfurter Finanzplatz den Kampf ansage wie die Linke auf ihrem Parteitag, „der legt die Axt an Hunderttausende Arbeitsplätze in Hessen und treibt Menschen in die Armut“, warnte Beuth. (dapd)

16:15
## ..Ja ja Linke voran....immer weiter so...das die Linke aber Angst um ihre Zukunft hat sieht man an zwei Dingen...
1. Sahra Wagenknecht lobt jetzt öffentlich wie gut die zwei Parteivorsitzenden waren und sind 8 heute veröffentlich und man sollte immer vorsichtig sein , wenn ein parteiinterner Gegner einen lobt.... Brutuseffekt )
2. Schlägt genau diese Person s. W. für den Bundeswahlkampf 2013 Gysi und Lafontaine ( Gespuzzi von Lafontaine ) als Kandidaten im Doppelpakt vor....
Ist das nicht eine arme Partei die ihre Sauerstffkandidaten wieder ausgräbt, weil sie sich sonst keine Chancen ausrechnen.....die Agitatoren der SED live......
Ich bin einmal gespannt ob sich das die Anderen wie Bartsch, Ramelow und Ernst gefallen lassen.
Jetzt soll der alte angeblich soziale Kommunismus gepredigt werde.....die sogenannten Rattenfänger müssen wieder ran...damit die Parteikasse gefüllt wird......
Arme Linke...seufz, seufz.....
19:59
Parteichef fordert Geschlossenheit ...
Au ja,
wie Merkel und Profalla bei der CDU,
oder Joschka Fischa seinerzeit bei den Grünen,
oder bei der SPD seinerzeit Basta-Kanzler Gerhard Schröder.
Meinungsbildung von Oben nach Unten ist da bei denen wohl fast überall angesagt.
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Deutschland braucht mehr Meinungsvielfalt, mehr Pluraismus, mehr Basisdemokratie, mehr Bürgerbeteiligung und Volksabstimmungen.
Die Schweiz ist ein Beweis dafür, daß - jedenfalls in einer halbwegs gebildeten und halbwegs zivilisierten Gesellschaft - mehr direkte Demokratie sehr wohl funktionieren kann.
Und die Ideen der Freien Wähler und der Piraten gehen ebenfalls in die richtige Richtung.
Und die Grünen sollten sich an ihre Wurzeln erinnern.
16:59
Denn eines kommt sicher: Die Linke.
15:23
Sich muss gestrichen werden oder wird durch fühlt ersetzt werden.
Danke
15:20
#24 von Ani-Metaber , am 02.10.2011 um 14:16
Sie schreiben:
…WAZ-Konzern sich wohl selber auch nicht, nicht nur wenn man sich anschaut, was dies für ein „kommentierendes Publikum“ anzieht.
Bei bis dahin 24 Kommentaren besteht das kommentierende Publikum aus 9
Eindeutig Linken Kommentatoren. #1,3,5,9,11,13,15,20,24.
Worüber beschweren sie sich denn? Über 37% der Kommentare sind eindeutig Links orientiert.
In welcher Relation stehen diese über 37 % zu der politischen Kraft.
Im Landtag NRW ist die Linke mir unter 6% vertreten.
Mit über 37 % ist das linke Gedankengut somit überproportional vertreten.
Damit ist ihre Frage, welches kommentierende Publikum sich hier angezogen wird, geklärt.
Das Linsorientierte:
14:16
Wer ein bisschen Ahnung hat, der weiß, dass die Überführung von Banken in Gemeineigentum, eine Frage die seit Jahr und Tag aber auch gerade jetzt, wegen der Griechenland- und Euro-Krise von Bedeutung ist, schon eher für eine Schlagzeile mit Aussagekraft getaugt hätte.
Darüber hätte man dann auch streiten können,also darüber, ob dies hilfreich wäre um aus der Krise zu kommen und zukünftige zu vermeiden.
So aber sieht man hier nur einen Versuch, die Linkspartei ins Abseits zu stellen.
Damit tut man aber der Bundesrepublik und den in ihr lebenden Menschen keinen Gefallen und der WAZ-Konzern sich wohl selber auch nicht, nicht nur wenn man sich anschaut, was dies für ein „kommentierendes Publikum“ anzieht.
13:19
#20 von UlRo , am 02.10.2011 um 07:55
Können Sie meinen Kommentar mit nachweisbaren Fakten widerlegen?
Im Übrigen haben Sie eine interessante Wortkombination gewählt.
„rechtskonservativen Pseudoweltbild“ Einfach ein ehrliches Wortspiel.
11:27
#18 von Klare-Kante-Komiker
Ihre Vergangenheit hat sich stinkend vor dem Führerbunker in Rauch aufgelöst !
09:27
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
07:55
#16 von DKWF12
Schustern Sie mal schön weiter an Ihrem rechtskonservativen Pseudoweltbild, Sie Träumer !