Papst verteidigt Großfamilien nach "Karnickel"-Äußerung 

Papst Franziskus. - Alle hätten gedacht, der Papst empfehle Verhütungsmittel. "Aber er empfahl, ein bisschen weniger zu vögeln", so der italienische Schriftsteller Umberto Eco ("Der Name der Rose").
Papst Franziskus. - Alle hätten gedacht, der Papst empfehle Verhütungsmittel. "Aber er empfahl, ein bisschen weniger zu vögeln", so der italienische Schriftsteller Umberto Eco ("Der Name der Rose").
Foto: EPA/L'Osservatore Romano
Franziskus verteidigt nach seiner "Karnickel-Bemerkung" kinderreiche Familien. Nicht Familien mit vielen Kindern, sondern das System schaffe Armut.

Rom.. Nach seiner "Karnickel"-Bemerkung über Familienplanung von Katholiken hat Papst Franziskus kinderreiche Familien verteidigt. Nicht Familien mit vielen Kindern, sondern das System schaffe Armut, sagte der Papst am Mittwoch bei seiner Generalaudienz in Rom. "Wir alle können sagen, dass der Hauptgrund der Armut ein Wirtschaftssystem ist, das den Menschen aus dem Zentrum verdrängt hat und an seine Stelle den Gott Geld gestellt hat."

Nach seiner Philippinen-Reise hatte der 78-Jährige zu einer verantwortungsvollen Familienplanung aufgerufen und gesagt, gute Katholiken müssten sich nicht "wie Karnickel" vermehren. Danach entspann sich eine Debatte, ob der Pontifex eine Öffnung der Kirche im Bezug auf Verhütungsmittel andeuten wollte oder nicht.

Kirche Der italienische Schriftsteller Umberto Eco sagte dazu, alle hätten gedacht, der Papst empfehle Verhütungsmittel. "Aber er empfahl, ein bisschen weniger zu vögeln", sagte der 83-Jährige ("Der Name der Rose") im italienischen Fernsehen am Dienstagabend. (dpa)