Papst empört mit Satz über Schläge für Kinder

Rom..  Papst Franziskus hat mit einer Aussage über das Schlagen von Kindern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Einmal habe er einen Vater bei einem Treffen sagen gehört, „ich muss meine Kinder manchmal ein bisschen hauen, aber nie ins Gesicht, um sie nicht zu erniedrigen“, sagte Franziskus am Mittwoch bei seiner Generalaudienz. „Wie schön“, fuhr der Papst fort. „Er kennt den Sinn der Würde, er muss bestrafen, er macht es aber gerecht und geht dann weiter.“ Bei Kinderrechtsexperten und im Internet war die Empörung gestern groß. Der Vatikan wies zugespitzte Schlussfolgerungen zurück.

Es sei klar, dass es kein würdevolles Schlagen gibt, so das Bundesfamilienministerium. In Deutschland gelte das Bürgerliche Gesetzbuch, in dem das Recht von Kindern auf gewaltfreie Erziehung festgeschrieben sei. Die Vizepräsidentin des Bundestages, Claudia Roth, sagte: „Die Äußerung des Papstes zeigt, dass trotz seiner vielen guten Ansätze weiter ein eher mittelalterliches Denken in großen Teilen der Katholischen Kirche vorherrscht.“ „Wir finden es sehr schade, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche das Schlagen von Kindern als Strafe erlaubt“, so die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes, Paula Honkanen-Schoberth.