USA
Palin tritt als Gouverneurin von Alaska ab
04.07.2009 | 21:21 Uhr 2009-07-04T21:21:00+0200
Wasilla. Ex-US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat überraschend ihren Rücktritt als Gouverneurin von Alaska angekündigt. Sie will ihr Amt schon Ende des Monats niederlegen. Der Rücktritt heizt Spekulationen über Palins berufliche Zukunft an: Angeblich nimmt sie nun Anlauf fürs Weiße Haus.
Die frühere US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ist überraschend als Gouverneurin von Alaska zurückgetreten. Die auch in ihrer Republikanischen Partei durchaus umstrittene und für unkonventionelle Schritte bekannte Politikerin legt ihr Amt zum Ende des Monats nieder, wie sie am Freitag bekanntgab. Sofort danach begannen wieder die Spekulationen, dass die 45-Jährige für die Republikaner 2012 als Präsidentschaftskandidatin antreten könnte.
Entscheidung nach "vielen Gebeten"
Dass Palin den Gouverneursposten eineinhalb Jahre vor Ablauf ihrer Amtszeit aufgibt, kam für viele in ihrer Partei überraschend. Sie habe sich bereits geraume Zeit mit Rücktrittsgedanken getragen, sagte Palin auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz in ihrem Haus in Wasilla. Über ihre Zukunftspläne äußerte sie sich nur vage: «Diese Entscheidung ist nach reiflichen Überlegungen und vielen Gebeten gefallen.» Schließlich habe sie «die wichtigsten Menschen in meinem Leben, meine Kinder», gefragt: «He, wollt ihr, dass ich etwas zum Positiven verändere und außerhalb des Gouverneursamts für die Zukunft aller Kinder kämpfe?» Die Antwort sei einstimmig ausgefallen. Palin hat fünf Kinder im Alter zwischen einem und 20 Jahren.
Bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr stieg Palin innerhalb einer Woche von einer nahezu unbekannten Provinzpolitikerin zur umstrittensten Person in der amerikanischen Politik auf, als der republikanische Bewerber John McCain die in Familienfragen streng konservative Politikerin überraschend zu seiner Kandidaten für den Vizeposten im Weißen Haus berief.
«Sie hat viele Möglichkeiten»
Palin legt ihr Amt am 26. Juli nieder, wie ihr Sprecher Dave Murrow sagte. Nachfolger wird ihr bisheriger Stellvertreter Sean Parnell.
Die Nachricht von Palins Rücktritt heizte Spekulationen über ihre berufliche Zukunft an. «Das ist völlig skurril, meiner Meinung nach kommt sie damit nicht mehr ernsthaft für die Präsidentschaft 2012 infrage», sagte der Politikexperte Larry Sabato.
Von einem klugen Schritt sprach dagegen der Politologe Jerry McBeath, der als Professor an der Universität von Alaska in Fairbanks lehrt. «Alaska ist eine abgeschiedene Bühne, wenn man eine Rolle in der amerikanischen Bundespolitik spielen will», sagte er. Er könne sich Palin auch als Fernseh- oder Radiomoderatorin vorstellen. «Sie hat viele Möglichkeiten, da bin ich sicher.»
Palins Schritt, sich nicht um die Wiederwahl als Gouverneurin zu bewerben, steht durchaus im Einklang mit dem Verhalten anderer Politiker, die Ambitionen auf das Präsidentenamt hatten oder es haben könnten. So kandidierte auch der frühere Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, dafür nicht wieder, um 2008 antreten zu können. Auch der Gouverneur von Minnesota, Tim Pawlenty, bewirbt sich nicht wieder, womit er genug Zeit für die Wahl 2012 hat. Im Unterschied zu Palin, absolvierte Romney aber seine komplette Amtszeit und auch Pawlenty plant dies.
In welcher Form Palin vielleicht wieder in die Politik einsteigt, bleibt aber zunächst Spekulation. In Alaska sank ihre Popularität im Zuge der gescheitert Kampagne als Vizepräsidentschaftskandidatin, zudem sah sie sich zahlreicher Klagen wegen ihrer Personalpolitik ausgesetzt. (ap)

07:19
#9 : dafür zahlen die Rechten den Anschluß der DDR aus der Portokasse ...., gell
18:32
was is denn eigentlich so in italien, spanien, norwegen etc. so los? keine ahnung davon WAZ?
15:25
Selbstverständlich war Intelligenz schon immer links.
Die sind sogar so intelligent, das sich noch jubeln wenn jemand sagt. Niemand will eine Mauer errichten und die Bauarbeiten im vollen Gange sind.
14:28
Ist schon interessant, daß Konservative am liebsten geistig Schwache bevorzugen. Die Intelligenz war immer links, stimmt wohl immer noch.....Erklären kann ichs mir nicht.
13:25
@ #6#
uch wenn man Bush und Palin nicht mag - so darf man sie gewiss nicht auf eine Stufe mit Bin Laden stellen, das ist so, als würde man Lafontaine mit Hitler gleichsetzen. - Unmöglich!
12:43
Religiöse Eiferer - egal welcher Glaubensrichtung -wie Busch, Palin, Bin Laden und wie sie alle heißen, die Ihre Religion zur Beglückung ihrer Mitmenschen wie eine Monstranz vor sich hertragen, sind Keimzelle allen Übels.
Leider werden zu viele Menschen durch ihre - wie auch immer geartete Religionszugehörigkeit am denken gehindert und somit haben solche Scharlatane und Volksverdummer immer wieder Erfolg.
11:23
#4 Wenn Sie sich da mal nicht irren.
Ich halte die Amerikaner mehrheitlich nicht für so dämlich, sich zum 2.Mal einem von God himself gelenkten Menschen anzuvertrauen.
11:09
The Iron Lady
Nach der schweren Senats-Niederlage des Präsidenten in der Frage der Aufnahme von Guantanamo Häftlingen in die USA, fasst die Republikanische Partei ein dreiviertel Jahr nach der Wahlniederlage wieder Tritt. Dieser Erfolg ist bisher in erster Linie dem unbeugsamen ehemaligen Vizepräsidenten Cheney zu verdanken, der die illusionistischen Lebenslügen der neuen Administration hinsichtlich der Notwendigkeiten effektiver Terrorbekämpfung und Nationaler Sicherheit schonungslos offenlegt. Konfrontation statt Anpassung ist nun die erklärte Strategie der Republikaner zur Wiedererringung des Weißen Hauses 2012. Hierfür ist die Gouverneurin Palin eine hervorragende Repräsentantin, sie frühzeitig zum Gesicht der GOP aufzubauen eine vielversprechende Strategie. Vor diesem Hintergrund darf Frau Palins Rückzug von Alaska als Signal verstanden werden, diese nationale Aufgabe in Washington anzunehmen. Ohne Zweifel ist es immer schwer gegen einen amtierenden Präsidenten anzutreten, aber die Obama-Hype hat ihren Höhepunkt überschritten. Wenn wir uns des Palin-Effekts von vergangenem Jahr erinnern, so ist die Mission nicht chancenlos - Palin könnte die eiserne Lady sein, die Obama das Fürchten lehrt.
11:01
Er könne sich Palin auch als Fernseh- oder Radiomoderatorin vorstellen. Oder Präsidentin.
Das sagt doch alles. Oder ?
10:12
Rücktrott vor allen Dingen! Die Rechtschreibprogramme sind auch nicht mehr das, was sie mal waren, hm?