Paintball-Spieler wollen eigene Partei gründen
11.05.2009 | 17:29 Uhr 2009-05-11T17:29:00+0200
Berlin. Um ein Verbot zu verhindern, will sich die Interessengemeinschaft der Paintball-Spieler als Partei formieren. Ein kluger Schachzug, wie deren Anwalt meint. Denn würde ein Gesetz Paintball verbieten, käme das einem Parteiverbot gleich. Die große Koalition hatte sich zuletzt darauf geeinigt.
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Die Interessenvertretung Pro-Paintballsport will mit einer eigenen politischen Bewegung einem Verbot der Sportart entgegenwirken: «Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschieden, eine Partei zu gründen», sagte der Anwalt der Interessenvertretung, Dirk Baumann, am Montag der Nachrichtenagentur ddp. Es werde ein Antrag beim Bundeswahlleiter gestellt, um die Partei genehmigen zu lassen. Dieser Prozess wird laut Baumann «einige Wochen» dauern.
Ein Gesetz, das Paintball verbiete, würde dann auch mittelbar einem Parteiverbot gleichkommen, argumentierte Baumann. «Das wäre nicht mit dem Grundgesetz vereinbar», sagte er. Sollte die große Koalition das Verbot beschließen, werde man auch Verfassungsbeschwerde und eine Beschwerde vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einlegen, betonte der Rechtsanwalt. Der Jurist beruft sich dabei unter anderem auf das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung.
Wegen des Amoklaufs von Winnenden will die Bundesregierung das Waffenrecht verschärfen. Zuletzt hatten sich die Koalitionsparteien intern auf ein Verbot von Paintball geeinigt. Der Sport, bei dem sich die Spieler mit Farbkugeln beschießen, soll demnach verboten werden, weil er die Hemmschwelle für Gewalttaten senke und das Töten simuliere. Die Paintballer wehren sich gegen diese Ansicht. (ddp)

08:43
Herr Baumann ist ein sehr kompetenter Anwalt, der schon viel für den Paintballsport geleistet hat! Unter anderem gibt es wegen ihm, das ein oder andere Feld mehr!
Ich kann mir generell nicht vorstellen, dass es ein Verbot geben kann. Ich denke das es eine Kurzschlussreaktion der Regierung ist, sie müssen ja gerade jetzt vor den Wahlen Fakten präsentieren, was sie doch alles gemacht haben.
..den bösen Paintballsport verboten! Zum Glück kann man ja da nur sagen - und die Schützen?
06:11
@1 fest
stimmt, wenn man die FDP nicht wählt, hören so abstruse Einschränkungen auf..!
16:45
Endlich eine Partei, die man wählen kann.
12:09
Wenn man diesen Schwachsinn mal konsequent weiterdenkt, dann müssten jetzt alle Innenminister nach tausenden von neuen Planstellen für die Polizei schreien. Das Verbot muss ja schließlich auch überwacht werden, da kann weiß Gott was passieren. Ich höre aber nichts von den Innenministern, warum nicht?
10:11
Ein Paintballverbot mit einem Parteiverbot gleichzusetzen, ist Unfug. Eine Partei kann doch auch unter einem Paintballverbot politisch für eine Wiederzulassung streiten. Für die politische Arbeit wäre es nicht erforderlich, illegal Paintball zu spielen.
00:08
Wann wird endlich die blutrünstige Krimiserie Tatort
mit den abscheulichen und widerlichen Mordszenen verboten ?
Dagegen ist Paintball eine Lachnummer.
23:43
Endliche eine wählbare Alternative zu dem linksrotgrünen Horror?
17:58
Werden Wasserpistolen denn auch verboten oder erst ab 18j. verkauft? Schliesslich zielt man damit ja auch auf Menschen und das schon Kinder.
17:50
Wahr ist, dass die Schützenvereine wesentlich mehr Potential für Amokläufer aufweisen als Gotcha und Paintball. Wahr ist auch, dass aufgrund der Klüngelei der Vereine, in denen ja auch gern mal der Herr Bankdirektor sein Vereins-(Un-)wesen treibt, sich da gar nix machen lässt.
Wahr ist auch, dass die Regierenden das Volk für zu blöd halten, etwas zu merken, geschweige denn, etwas zu tun.
16:07
@2
wenn du fragen hast, frag doch jemanden, der sich damit auskennt.. nen anwalt zum beispiel... dann hättest du dir die blöße der unwissenheit sparen können.