Paarhufer auf der Flucht

Was ist nur los mit den Zirkuskamelen? In der Vorwoche büxten sie in Schweinfurt aus, nun gab es Jagdszenen in Kiel. Im Norden haben die sechs Wüstenschiffe ihre Freiheit nicht lang genießen dürfen, galoppierten sie doch ausgerechnet an einer Polizeistation vorbei. Manch einer am Schreibtisch hätte sich am Kopf gekratzt und insgeheim gefragt, ob er wohl träume, nicht aber der Wachmann auf der Wache in Kiel-Gaarden. Die Stadt wird im allgemeinen weniger mit Kamelen, sondern Störchen in Verbindung gebracht. Früher waren das tatsächlich einmal erfolgreiche Fußballer, wer erinnert sich nicht an das rauschende Fest zur Deutschen Meisterschaft 1912? Heute staksen die Störche mittelprächtig erfolgreich durch die 3. Liga und sie können nur davon träumen, wie jetzt die Kamele über eigens abgesperrte Straßen durch die Stadt geleitet zu werden. Ihren Meister fanden die Paarhufer vom „Zirkus Werona“ übrigens in 25 Polizisten. Das sind mehr als zwei Fußballmannschaften, sicher. Aber Wüstenschiffe fangen selbst Kieler Schupos nicht jeden Tag...